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Freitag, 3. April 2015

Kommunikation und Empathie

Facharbeit zur "Friedvollen Kommunikation" - Teil 3


In den letzten Wochen erfuhr ich, dass es Menschen gibt, die mit dem Begriff ‚Kommunikation‘ nichts anzufangen wissen. Das Wort kommt im täglichen Sprachgebrauch dieser Menschen nicht vor. Sie fühlen sich an eine Fach- oder Fremdsprache erinnert.
Tatsächlich fand ich auf der Suche nach einer passenden Definition des Wortes lediglich solche von Kommunikations-Schulungen, wie sie im Bereich der Wirtschaft und Unternehmensführung angeboten werden.
In einer völlig anderen Quelle fand ich überraschend eine Deutung des Wortes, wie sie zur Friedvollen Kommunikation passt:

Lass uns zunächst das Wort reden durch das Wort kommunizieren ersetzen. [...] Wenn wir versuchen, miteinander zu reden [...], werden wir sofort durch die unglaubliche Beschränktheit des Wortes eingeengt. Aus diesem Grund kommuniziere ich nicht nur mit Worten. [...] Meine üblichste Kommunikationsform ist das Gefühl.
Das Gefühl ist die Sprache der Seele. Wenn du wissen willst, was in bezug auf irgend etwas für dich wahr ist, dann achte darauf, was du fühlst. Gefühle sind manchmal schwer auszumachen - und sie anzuerkennen ist oft noch schwieriger. Doch in deinem tiefsten Gefühlen verborgen findet sich deine höchste Wahrheit. [...]
Ich kommuniziere auch über den Gedanken. [...] Bei der Kommunikation über [...] die geistige Vorstellung, die Idee, gebrauche ich oft Metaphern und Bilder. Aus diesem Grund sind Gedanken als Kommunikationsmittel häufig effektiver als bloße Worte.
Ergänzend zu den Gefühlen und Gedanken verwende ich auch als großartiges Kommunikationsmittel das Vehikel der Erfahrung.
Und wenn Gefühle, Gedanken und Erfahrungen sämtlich nichts fruchten, benutze ich schließlich Worte. Worte sind wirklich das am wenigsten effektive Kommunikationsmittel. Sie lassen sich leicht mißdeuten, werden oft falsch verstanden. [...] Sie sind nichts weiter als Äußerungen: Geräusche, die für Gefühle, Gedanken und Erfahrungen stehen. Sie sind Symbole, Zeichen, Erkennungszeichen.
WALSCH, NEALE DONALD „GESPRÄCHE MIT GOTT - EIN UNGEWÖHNLICHER DIALOG - BAND 1“ S. 20F.


Empathische Kommunikation mit Neugeborenen


Die Erläuterung nach Walsch, die dem Autor, laut seiner Aussage, von Gott in den Mund (oder in die den Stift führende Hand) gelegt wurde, könnte ebenso gut von jedem Neugeborenem auf dieser Welt stammen. Ein Baby (so wie jeder Mensch) kommuniziert zu jeder Zeit mit seiner Umwelt. Zusammen mit meinem Neffen Elia, der in der Zeit zur Welt kam, als ich mir Gedanken über das Thema der Fachklausur machte, erfuhr ich (von neuem?) was es bedeutet, auf die beschriebene Weise zu kommunizieren.
Da er sich noch nicht mit Worten verständigen kann, achte ich besonders darauf, was Elia fühlt. Ich beobachte seine Mimik und zunehmend auch seine Haltung und seine Gesten. Wenn ich mich bewusst mit ihm beschäftige, erkenne ich Elias Bedürfnisse, bevor er sie eindeutig durch Mimik, Gestik oder Geräusche ausdrückt. Wenn er sich mit mir in einem Raum befindet und unruhig wird, kann das viel bedeuten.
„Ich habe Hunger.“ - „Ich brauche Nähe.“ - „Ich möchte schlafen.“ - „Ich muss Pipi.“
Es klappt nicht jedes Mal, doch immer öfter nehme ich Elia auf den Arm und er jauchzt und lächelt. Oder ich beginne ein Schlaflied zu summen, worauf er ruhiger wird. Oder ich frage seine Mutter Beate (ohne zu wissen, wann Elia zuletzt gestillt wurde), ob er hungrig sein könnte, während sie selbst bereits ihre Beschäftigung beendet, um ihren Sohn zu stillen.

Ich bin sicher, solche und ähnliche Erfahrungen können alle Menschen berichten, die mit einem Säugling zusammen leben und sich auf das Kind einstellen - gleich ob es Eltern, Großeltern, Tanten, Onkel, Paten oder Pflegeeltern sind.
Hier wirkt deutlich sichtbar Empathie zwischen Neugeborenem und Erwachsenem. Doch scheint diese nicht mehr zu funktionieren, wenn das Kind älter wird und beginnt, Worte zu benutzen.


Gefühle erkennen und benennen


Ich ging 21 Jahre lang zur Schule bzw. zur Universität und ich kann mich nicht erinnern, dass mich jemals jemand gefragt hätte, wie ich mich fühle oder was ich brauche. Stattdessen lehrten sie mich Dinge wie ‚richtig‘ und ‚falsch‘, ‚gut‘ und ‚schlecht‘, um in ein System zu passen, das Menschen anhand dieser Standards bewertet.
Marschall B. Rosenberg - Entdecker der Gewaltfreien Kommunikation
GASCHLER, FRANK & GUNDI
„ICH WILL VERSTEHEN, WAS DU WIRKLICH BRAUCHST“ S. 9

Eines der grundlegenden Bedürfnisse eines jeden Menschen ist der Wunsch nach Verständnis. Wir können jedoch nur für jemanden Verständnis ausdrücken, wenn wir seine Gefühle begreifen und auch nennen können.
Vielen, insbesondere jungen Menschen fehlt oft das Vokabular um das auszudrücken, was sie selbst oder andere fühlen. Daher ist es sinnvoll, wenn vor allem ich, als Tagesmutter, meine Gefühle gegenüber den Kindern klar benenne.

Wenn Bedürfnisse nicht erfüllt werden, können folgende Gefühle auftreten:
angespannt, ängstlich, bekümmert, besorgt, einsam, entmutigt, enttäuscht, erschöpft, frustriert, gereizt, hilflos, hoffnungslos, lustlos, neidisch, nervös, ratlos, traurig, überlastet, unbehaglich, ungeduldig, unruhig, verärgert, verlegen, widerwillig, wütend

Wenn Bedürfnisse erfüllt werden, können folgende Gefühle auftreten:
angeregt, bewegt, begeistert, dankbar, energiegeladen, erfreut, erfüllt, erleichtert, erstaunt, fasziniert, frei, fröhlich, geborgen, gelassen, gerührt, hoffnungsvoll, inspiriert, lebendig, locker, motiviert, mutig, optimistisch, satt, selig, sicher, stolz, verliebt, vertrauensvoll, wohl, zufrieden, zuversichtlich


Das Thema „Emotionen“ während er Tagespflege


Neben alltäglichen Situationen, in denen Gefühle ganz bewusst genannt werden, gibt es die verschiedensten Möglichkeiten, Kinder spielerisch für Emotionen zu sensibilisieren und ihr Vokabular zu erweitern. Bilderbücher, Bastelaktionen, Spiele, Gedichte und Lieder können dabei auf einander aufbauen und zusammen mit den Kindern erfunden werden.


Bilderbücher zum Thema „Emotionen“

In vielen Bilderbüchern sind die Gefühle der Figuren deutlich gezeichnet. Dies kann zu Gesprächen anregen. „Wie würdest du dich in dieser Situation fühlen? Warst du schon mal traurig / wütend / glücklich / etc.? Was ist da passiert?“ Zusätzlich gibt es Bücher direkt zum Thema, wie z.B. „Ich und meine Gefühle“ (Kreul, Holde).

Basteln und spielen zum Thema „Emotionen“

Karten, auf denen Gefühle bildlich dargestellt werden, können gerade bei kleinen Kindern hilfreich sein. Die Kinder können z.B. fotografiert werden, wenn sie Gefühle pantomimisch darstellen.
Die Fotos können, in verschiedenen Größen ausgedruckt, auch gleich für unterschiedliche Spiele genutzt werden, die die Kinder alle selber basteln können (z.B. Memory, Domino, Puzzle).
Ein Gefühlsbarometer oder Gefühlsmasken können gebastelt werden.
Auch auf Luftballons lassen sich (z.B. mit Fingerfarben) Gesichter malen, die Gefühle darstellen.
Neben den bereits genannten Spielen rund um die Gefühlskarten, regen alle Materialien auch zum Rollenspiel an. Im Rollenspiel, gerne auch mit Puppen und Stofftieren als Unterstützung, lassen sich viele Szenen rund ums Thema darstellen.
Bei dem Spiel „Gefühlspantomime“ stellt ein Kind mit dem ganzen Körper mimisch ein Gefühl dar, das die anderen Kinder erraten.
Auch mit einzelnen Körperteilen lassen sich Gefühle darstellen. „Sei doch mal nur mit dem Fuß / mit der Hand / mit dem Gesicht wütend / traurig / albern etc.“

Lieder und Musik zum Thema „Emotionen“


Das Lied von den Gefühlen
1. Wenn ich glücklich bin, weißt du was?
Ja, dann hüpf ich wie ein Laubfrosch durch das Gras.
Solche Sachen kommen mir so in den Sinn,
wenn ich glücklich bin, glücklich bin.
2. Wenn ich wütend bin, sag ich dir,
dann stampf und brüll ich wie ein Stier.
Solche Sachen kommen mir so in den Sinn,
wenn ich wütend bin, wütend bin.
3. Wenn ich albern bin, fällt mir ein,
ja dann quiek ich manchmal wie ein kleines Schwein.
Solche Sachen kommen mir so in den Sinn,
wenn ich albern bin, albern bin.
4. Wenn ich traurig bin, stell dir vor,
ja, dann heul ich wie ein Hofhund vor dem Tor.
Solche Sachen kommen mir so in den Sinn,
wenn ich traurig bin, traurig bin.
5. Wenn ich fröhlich bin, hör mal zu,
ja dann pfeif ich wie ein bunter Kakadu.
Solche Sachen kommen mir so in den Sinn,
wenn ich fröhlich bin, fröhlich bin.
(Verfasser: unbekannt | Quelle: www.kramundkrempel.de (auf YouTube zum anhören))

Einmal so und einmal so
1. Manchmal möcht ich ganz laut singen
und in alle Pfützen springen,
jeden grüßen, den ich seh,
tanzen, wo ich geh und steh.
Manchmal möcht ich mich verstecken,
irgendwo in dunklen Ecken,
niemand sehn und niemand hörn,
Das Thema „Emotionen“ während er Tagespflege - 11 -
und dann darf kein Mensch mich störn.
Ref.: Einmal so und einmal so,
heute traurig, morgen froh,
Rumpelstilzchen, Pechmarie –
wie es kommt, das weiß man nie.
Einmal so und einmal so
heute traurig, morgen froh,
doch auch aus dem tiefsten Tal
geht es aufwärts allemal.
2. Manchmal möcht ich nur noch lachen,
ganz verrückte Sachen machen,
singen ohne Unterlaß,
alles ist ein Riesenspaß.
Manchmal möcht ich ständig meckern,
alle Welt mit Senf bekleckern,
voller Ärger könnt ich schrein:
„Laßt mich alle mal allein!“
Ref.: ...

(Text: Mathias R. Schmidt | Musik: Stephen Janetzko | Verlag: © Edition SEEBÄRMusik Stephen Janetzko | Web: www.kinderlieder-und-mehr.de)

Dies sind nur ein paar Beispiele an Liedern zum Thema „Emotionen“. Interessant kann es sein, weitere Strophen oder neue Lieder zu Gefühlen zu erfinden.
Falls Musikinstrumente vorhanden sind, eigenen auch diese sich wunderbar, Gefühle darzustellen.

Wenn du magst, lies auch den Anfang und den Schluss:


Samstag, 30. August 2014

Gott über Transparenz im Umgang mit Geld

Die meisten Menschen verstecken die Dinge, derer sie sich schämen oder von dnen andere Leute nichts erfahren sollen. [...] Das heißt, ihr seid nicht offen, wenn es ums Geld geht. Ihr betrachtet euer Geld als eine äußerst private Angelegenheit. Und darin liegt das Problem.
Wenn jeder alles über jedermanns Finanzsituation wüsste, gäbe es einen Aufstand in eurem Land und auf dem Planten, wie ihr ihn noch nie erlebt habt. Und danach würden alle menschlichen Angelegenheiten nach den Prinzipien von Fairness, Gleichbehandlung und Ehrlichkeit und unter Berücksichtigung der Priorität  des wahren Wohls aller geregelt werden.
Fairness oder Gleichbehandlung, Ehrlichkeit oder das Gemeinwohl lassen sich derzeit unmöglich auf dem Marktgeschehen einführen, weil sich Geld so leicht verstecken lässt. Ihr könnt es buchstäblich auf psychische Weise nehmen und verstecken. Und es gib auch alle möglichen Methoden, mit deren Hilfe kreative Buchhalter Firmengelder "verstecken" oder "verschwinden lassen" können.
Da Geld also versteckt werden kann, gibt es keine Möglichkeit zu erfahren, wie viel jeder hat und was er damit macht.
Gespräche mit Gott - Band 2 S. 273

Kannst du dir vorstellen, was an den Arbeitsplätzen auf dem Globus los wäre, wenn alle Firmen gezwungen wären, die jeweiligen Gehälter aller ihrer Angestellten publik zu machen? Nicht die Gehaltskategorien bestimmter Arbeitsplatzeinstufungen, sondern das tatsächliche Entgeld, das jedes Individuum erhält.
Gespräche mit Gott - Band 2 S. 275

Denk nur mal nach. Glaubst du nicht, die Dinge würden sich ändern, wenn ihr genau wüsstet, wie viel Geld jeder von euch besitzt und wie viel Profit alle eure Industrien und Konzerne machen und wie viel jeder ihrer leitenden Angestellten wirklich verdient - und wie diese Personen und Konzerne ihr Geld verwenden?
Denk mal darüber nach. Welche Veränderungen würden sich deiner Ansicht nach daraus ergeben?
Die simple Tatsache ist die, dass sich die Menschen 90 Prozent von dem, was auf der Welt vor sich geht, nicht gefallen lassen würden, wenn sie wüssten, was da wirklich gespielt wird.
Die Gesellschaft würde diese außerordentlich einseitige und unangemessene Verteilung des Reichtums und noch weniger Mittel, mit denen er erworben wird, um noch mehr Gewinn zu machen, nicht sanktionieren, wenn alle Menschen allerorten detaillierte und sofortige Kenntnis von diesen Fakten erhielten.
Nichts führt rascher zu einem angemessenen Verhalten, als wenn die Dinge ans Licht der kritischen Öffentlichkeit gebracht werden.
Gespräche mit Gott - Band 2 S. 276

Ich fordere euch dazu heraus, endlich den Mut zu haben, all euer Geld und all eure Papiere und Münzen und nationalen Währungen wegzuwerfen und neu anzufangen. Entwickelt ein internationales monetäres System, das weit offen, total einsichtig, sofort nachvollziehbar und völlig durchschaubar ist. Errichtet ein Weltweites Abrechnungssystem (WAS) mit Kreditposten für jeweils geleistete Dienste und hergestellte Produkte und Schuldposten für jeweils in Anspruch genommene Dienstleistungen und konsumierte Produkte.
Alles würde in diesem System verzeichnet werden. Erträge aus Investitionen, Erbschaften, Gewinne aus Wetten, Gehälter und Löhne, Trinkgelder und Gratifikationen, alles. Und nichts könnte ohne Krediteinheiten gekauft werden. Es gäbe keine andere Handelswährung, und jedermanns Unterlagen wären für alle einsehbar.
[...]
Unter dem neuen Weltweiten Abrechnungssystem wäre der Transfer von Schuld- und Kreditposten sofort und total einsehbar. Das heißt, jeder könnte das Konto irgendeiner anderen Person oder Organisation jederzeit inspizieren. Nichts würde geheimgehalten, nichts wäre "Privatsache". Das WAS würde jährlich jenen Personen 10 Prozent von ihren sämtlichen Gewinnen abziehen, die freiwillig um einen solchen Abzug bitten. Es gäbe keine Einkommenssteuer, keine Formulare, keine Abschreibungen, keine "Schlupflöcher", keine Mogelei und Hinterziehung" Da alle Unterlagen offen einsehbar wären, könnte jeder in der Gesellschaft feststellen, wer sich dafür entscheidet, zehn Prozent für das Gemeinwohl zu stiften, und wer nicht. Diese freiwillig geleisteten Abzüge würden zur Unterstützung all der staatlichen Programme und Dienstleistungen dienen, für die sich das Volk per Abstimmung entschieden hat.
Das ganze System wäre sehr einfach und durchschaubar.
Gespräche mit Gott - Band 2 S. 277ff

Freitag, 18. Juli 2014

Gott darüber, wer ich bin

Ihr seid das Gute und Erbarmen und Mitgefühl und Verständnis. Ihr seid Friede und Freude und Licht. Ihr seid Vergebung und Geduld, Stärke und Mut, Helfer in Zeiten der Not, Tröster in Zeiten des Leids, Heiler in Zeiten der Verletzung, Lehrer in Zeiten der Verwirrung. Ihr seid die tiefste Weisheit; der höchste Friede und die großartigste Liebe. Diese Dinge seid ihr.

Gespräche mit Gott Band 1 - Ein ungewöhnlicher Dialog | S. 138f.

Donnerstag, 17. Juli 2014

Gott über ein BGE?

Aber warum sollten sie für ein Leben in einfachster Würde arbeiten müssen? Ist nicht genug für alle da? Warum sollte das "Dafür-Arbeiten" etwas damit zu tun haben?
Ist nicht die grundsätzliche menschliche Würde das Geburtsrecht eines jeden? Sollte sie es nicht sein?Wenn man mehr als das Minimum anstrebt - mehr Nahrung, eine größere Behausung, schönere Kleidung -, kann man für diese Ziele arbeiten. Aber sollte jemand ums schiere Überleben kämpfen müssen - auf einem Planeten, auf dem mehr als genug für alle vorhanden ist?
Das ist die zentrale Frage, mit der sich die Menschheit konfrontiert sieht.
Es geht nicht darum, alle gleich zu machen. Die Herausforderung besteht darin, dafür zu sorgen, dass für jeden ein grundsätzliches Überleben in Würde gesichert ist und somit jede Person die Chance hat zu entscheiden, was sie darüber hinaus noch haben möchte.

Quelle: Gespräche mit Gott Band 2 - Gesellschaft und Bewusstseinswandel, S. 256f

Freitag, 20. Juni 2014

Wie Neale Gott die Religion erklärte

[Neale] [..] Wir sind in die Sünde hineingeboren.

[Gott] Eine ziemlich interessante Idee. Wie konnte dich irgend jemand dazu bringen, das zu glauben?

[Neale] Sie haben uns die Geschichte von Adam und Eva erzählt. Sie haben uns im Religionsunterricht erzählt, dass wir, nunja, vielleicht nicht gesündigt haben, jedenfalls sicher nicht als Babys, dass aber Adam und Eva gesündigt haben und wir ihre Nachkommen sind und somit ihre Schuld wir auch ihr sündiges Wesen geerbt haben.
Schau, Adam und Eva haben von der verbotenen Frucht gegessen - hatten Teil am Wissen von Gut und Böse -, und sie haben damit alle ihre Erben und Nachkommen bei ihrer Geburt zur Trennung von Gott verurteilt. Wir alle werden mit dieser unserer Seele belasteten "Erbsünde" geboren. Wir alle teilen diese Schuld. Also wird uns die freie Wahl gegeben, um festzustellen, wie ich vermute, ob wir dasselbe machen wie Adam und Eva und Gott nicht gehorchen oder ob wir unsere angeborene, ererbte Neigung, "Schlechtes zu tun", überwinden und statt dessen, trotz aller weltlichen Versuchungen, das Richtige tun.

[Gott] Und wenn ihr "Schlechtes" tut?

[Neale] Dann schickst du uns in die Hölle.

[Gott] Tatsächlich.

[Neale] Ja, es sei denn, wie bereuen und tun Buße.

[Gott] Ich verstehe.

[Neale] Wenn wir sagen, dass es und leid tut, rettest du uns vor der Hölle, aber nicht vor allem Leiden. Wir müssen immer noch eine Weile ins Fegefeuer, um uns von allen unseren Sünden zu reinigen.

[Gott] Wie lange müsst ihr im "Fegefeuer" verweilen?

[Neale] Je nachdem. Unsere Sünden müssen weg gebrannt werden. Das ist nicht sehr vergnüglich, das kann ich dir sagen. Und je mehr Sünden wir haben, um so länger dauert ihr Ausbrennen und um so länger müssen wir bleiben. So wurde es mir erzählt.

[Gott] Ich verstehe.

[Neale] Aber wenigstens kommen wir nicht in die Hölle, denn die ist für alle Ewigkeit. Wenn wir aber mit einer Todsünde sterben, kommen wir schnurstracks in die Hölle.

[Gott] Todsünde?

[Neale] Im Gegensatz zu einer lässlichen Sünde. Wenn unsere Seele mit einer lässlichen Sünde behaftet ist, kommen wir nur ins Fegefeuer. Todsünden bringen uns geradewegs in die Hölle.

[Gott] Kannst du mir Beispiele für die verschiedenen Sündenkategorien nennen, über die du unterrichtet wurdest?

[Neale] Klar. Todsünden sind gravierend. Religiöse Schwerverbrechen. Dinge wie Mord, Vergewaltigung, Diebstahl. Lässliche Sünden sind nicht so gravierend. Religiöse Vergehen. Eine lässliche Sünde wäre zum Beispiel, wenn man es versäumt, am Sonntag in die Kirche zu gehen, oder früher, wenn man am Freitag Fleisch gegessen hat.

[Gott] Warte mal einen Moment! Dieser Gott da von euch hat euch ins Fegefeuer geschickt, wenn ihr freitags Fleisch gegessen habt?

[Neale] Ja, aber das macht er jetzt nicht mehr. Nicht mehr seit Anfang der 60er Jahre. Aber wehe, wenn du vor Anfang der 60er Jahre am Freitag Fleisch gegessen hast.

[Gott] Tatsächlich?

[Neale] Absolut.

[Gott] Und was passierte Anfang der 60er Jahre, so dass diese "Sünde" nun keine Sünde mehr ist?

[Neale] Der Papst sagte, dass es keine Sünde mehr sei.

[Gott] Aha. Und dieser Gott von euch - er zwingt euch, ihn anzubeten, an Sonntagen in die Kirche zu gehen? Sonst werdet ihr bestraft?

[Neale] Das Versäumen der Messe ist eine Sünde, ja. Und wenn sie nicht gebeichtet wird - wenn man mit dieser Sünde stirbt -, muss man ins Fegefeuer.

[Gott] Aber - wie ist das mit einem Kind? Wie steht es mit einem unschuldigen kleinen Kind, das gar nicht all die "Regeln" kennt, nach denen Gott liebt?

[Neale] Wenn ein Kind stirbt, bevor es getauft worden ist, kommt es in die Vorhölle.

[Gott] Wohin?

[Neale] Vorhölle. Das ist kein Ort der Bestrafung, aber es ist auch kein Himmel. Es ist ... nun ... die Vorhölle. Du kannst nicht bei Gott sein, aber du brauchst wenigstens nicht "zum Teufel zu gehen".

[Gott] Aber warum kann dieses schöne unschuldige Kind nicht bei Gott sein? Das Kind hat nichts Unrechtes getan ...

[Neale] Das stimmt, aber das Kind wurde nicht getauft. Ganz gleich, wie untadelig oder unschuldig Babys - oder irgendwelche anderen Personen - sind, sie müssen getauft werden, um in den Himmel zu kommen. Sonst kann sie Gott nicht akzeptieren.
Deshalb ist es so wichtig, dass die Kinder schnell getauft werden, bald nach ihrer Geburt.

[Gott] Wer hat dir all das erzählt?

[Neale] Gott. Durch seine Kirche.

[Gott] Welche Kirche?

[Neale] Die heilige römisch-katholische Kirche natürlich. Das ist Gottes Kirche. Tatsächlich ist es auch eine Sünde, wenn man Katholik ist und zufällig den Gottesdienst einer anderen Kirche besucht.

[Gott] Ich dachte, es sei eine Sünde, nicht zur Kirche zu gehen.

[Neale] Das ist es. Aber ist auch eine Sünde, in die falsche Kirche zu gehen.

[Gott] Was ist eine "falsche" Kirche?

[Neale] Jede Kirche, die nicht römisch-katholisch ist. Man darf nicht in der falschen Kirche getauft werden, man darf nicht in der falschen Kirche heiraten - man darf noch nicht einmal eine falsche Kirche besuchen. Ich weiß, dass das eine Tatsache ist, weil ich einmal mit meinen Eltern zur Hochzeit eines Freundes gehen wollte, aber die Nonnen sagten mir, ich solle diese Einladung nicht annehmen, weil es eine Hochzeit in einer falschen Kirche war.

[Gott] Hast du ihnen gehorcht?

[Neale] Den Nonnen? Nein. Ich dachte mir, Gott - du - würdest in der anderen Kirche ebenso willig auftauchen wie in der meinen, also ging ich hin. Ich stand in meinem Smoking vor dem Altar und fühlte mich sehr wohl.

[Gott] Gut. Dann lass uns mal sehen: Da haben wir den Himmel, wir haben die Hölle, das Fegefeuer, die Vorhölle, wir haben die Todsünde, die lässliche Sünde - sonst noch was?

[Neale] Ja, es gibt noch die Konfirmation und die Kommunion und die Beichte - da gibt es den Exorzismus und die Letzte Ölung. Dann sind da -

[Gott] Hör auf -

[Neale] - sind da die Schutzheiligen und heiligen strengen Fastentage -

[Gott] Jeder Tag ist geheiligt. Jede Minute ist heilig. Dies, jetzt, ist ein heiliger Moment.

[Neale] Ja gut, aber manche Tage sind wirklich heilig - die heiligen Fasttage -, und an diesen Tagen müssen wir auch in die Kirche gehen.

[Gott] Hier haben wir wieder das "muss". Und was passiert, wenn ihr es nicht tut?

[Neale] Es ist eine Sünde.

[Gott] Also kommt ihr in die Hölle.

[Neale] Ja, man kommt ins Fegefeuer, wenn man mit dieser Sünde stirbt. Deshalb ist es gut, zur Beichte zu gehen. Wirklich, man sollte gehen, sooft man kann. Manche Leute gehen jede Woche. Manche Leuten jeden Tag. Auf diese Weise können sie reinen Tisch machen - können ihn rein halten für den Fall, dass sie sterben sollten ...

[Gott] Wow - ein Leben in ständiger Angst.

[Neale] Ja, schau, das ist der Zweck der Religion - Gottesfurcht einzupflanzen. Dann tun wir das Rechte und widerstehen der Versuchung.

[Gott] Aha. Aber was ist, wenn du zwischen den Beichten eine "Sünde" begehst und dann einen Unfall hast oder so etwas und stirbst?

[Neale] Das ist okay. Keine Panik. Zeig nur vollkommene Reue. "Oh, mein Gott, es tut mir aufrichtig leid, mich gegen dich versündigt zu haben ..."

[Gott] Okay, okay - genug.

[Neale] Aber warte. Das ist nur eine der Weltreligionen. Willst du dir nicht noch ein paar andere anschauen?

[Gott] Nein, ich bin im Bilde.

[Neale] Ich hoffe, dass die Leute nicht meinen, ich würde mich nur über ihren Glauben lustig machen.

[Gott] Du machst dich über niemanden lustig, du sagst nur, wie es ist. [...]

(Gespräche mit Gott - Band 2 - Gesellschaft und Bewusstseinswandel; S. 78-84)

Sonntag, 21. Juli 2013

Gott über den Einfluss der Eltern

ISBN 978-3-442-21786-1
[...] ihr wisst nicht, wer-ihr-seid, und glaubt, sehr viel weniger zu sein. Und woher habt ihr die Vorstellung, daß ihr sehr viel weniger großartig seid, als ihr seid? Von den einzigen Menschen, deren Wort alles für euch gilt: von eurer Mutter und eurem Vater.
Das sind die Menschen, die ihr am meisten liebt. Warum sollten sie euch anlügen? Aber haben sie euch nicht gesagt, daß ihr zu sehr dies und zuwenig das seid? Haben sie euch nicht ermahnt, daß man euch zwar sehen, aber nicht hören soll? Haben sie euch nicht in manchen Momenten eures größten Überschwangs zurechtgewiesen? Und haben sie euch nicht dazu ermuntert, von einigen eurer wildesten und kühnsten Vorstellungen abzulassen?
Das sind die Botschaften, die ihr empfangen habt, und obwohl sie den Kriterien nicht entsprechen und somit keine Botschaften von Gott sind, könnten sie es doch ebenso gut sein, denn sie kamen ja von den Göttern eures Universums. Eure Eltern waren es, die euch lehrten, daß Liebe ihre Bedingungen hat - Bedingungen, die ihr viele Male zu spüren bekommen habt -, und das ist die Erfahrung, die ihr in eure eignen Liebesbeziehungen hineintragt.
Das ist auch die Erfahrung, die ihr mir zutragt.
Aus dieser Erfahrung zieht ihr eure Schlüsse in bezug auf mich. Innerhalb dieses Kontexts sprecht ihr eure Wahrheit. "Gott ist ein liebender Gott", sagt ihr, "aber wenn du seine Gebote übertrittst, wird er dich mit ewiger Verbannung und Verdammnis bestrafen."
Denn habt ihr nicht erlebt, daß eure Eltern euch verbannten? Kennt ihr nicht den Schmerz ihrer Verdammung? Wie solltet ihr euch denn da vorstellen können, daß es mit mir anders ist? [...]
Ihr hat die "Elternrolle" auf Gott projiziert und seid so zu einer Vorstellung von einem Gott gelangt, der richtet und belohnt oder bestraft, je nachdem, wie gut er das findet, was ihr da angestellt habt.
aus: "Gespräche mit Gott - Ein ungewöhnlicher Dialog - Band 1" Seite 39ff

Mittwoch, 3. April 2013

Gott über Angst und Liebe

ISBN 978-3-442-21786-1
Alle menschlichen Handlungen gründen sich auf tiefster Ebene auf zwei Emotionen: auf Angst oder auf Liebe. In Wahrheit gibt es nur zwei Emotionen - nur zwei Worte in der Sprache der Seele. Dies sind die beiden gegensätzlichen Pole der großen Polarität, die ich zusammen mit dem Universum und der Welt, wir ihr sie heute kennt, erschuf.
[...] Ohne diese beiden Punkte, ohne diese beiden Begriffe von den Dingen könnte keine andere geistige Vorstellung existieren.
Jeder menschliche Gedanke und jede menschliche Handlung gründet sich entweder auf Liebe oder auf Angst. Es gibt keine andere menschliche Motivation, und alle andere geistigen Vorstellungen leiten sich aus diesen beiden ab. Sie sind einfach verschiedene Versionen, verschiedene Abwandlungen desselben Themas.
[...] Liebe stiftet Angst stiftet Liebe stiftet Angst...
... Und der Grund dafür findet sich der ersten Lüge - jener Lüge, die ihr als die Wahrheit über Gott erachtet -, daß man in Gott kein Vertrauen setzen kann; daß auf Gottes Liebe kein Verlaß ist; daß Gott euch nur unter bestimmten Bedingungen akzeptiert; daß somit letztlich das Endresultat zweifelhaft ist. Denn wenn ihr euch nicht darauf verlassen könnt, daß Gottes Liebe immer da ist, dann fragt sich, auf wessen Liebe ihr auch denn verlassen könnt. Werden sich denn nicht, wenn Gott sich zurückzieht, sobald ihr nicht rechtschaffen lebt, auch bloße Sterbliche von euch abwenden? [...]
Doch wenn ihr wüßtet, wer-ihr-seid - daß ihr die herrlichsten, bemerkenswertesten und glanzvollsten Kreaturen seid, die von Gott je erschaffen wurden -, würdet ihr euch niemals ängstigen. Denn wer könnte etwas so Wunderbares und Großartiges ablehnen? Nicht einmal Gott könnte an einem solchen Wesen etwas auszusetzen haben.
aus: "Gespräche mit Gott - Ein ungewöhnlicher Dialog - Band 1" Seite 37ff

(21.07.2013)
Nachdem ihr ein ganzes Gedankengebäude um Gott errichtet habt, das sich auf die menschliche Erfahrung statt auf spirituelle Wahrheit gründet, erschafft ihr nun ein ganzes Realitätssystem um die Liebe herum. Es ist eine auf Angst gegründete Realität, die in der Vorstellung von einem furchteinflößenden, rachsüchtigen Gott wurzelt. Der hinter dieser Vorstellung existierende stiftende Gedanke ist falsch, aber dessen Negierung würde den Zusammenbruch eurer ganzen Theologie zur Folge haben. Und obwohl die sie ersetzende Theologie wahrlich eure Rettung wäre, seid ihr unfähig, sie zu akzeptieren, weil die Vorstellung von einem Gott, der nicht gefürchtet werden muß, der nicht richtet und der keinen Grund zur Bestrafung hart, ganz einfach zu großartig ist, als daß ihr sie selbst in eure grandiosesten Ideen über das, was und wer Gott ist, integrieren könntet.
Diese auf Angst gegründete Realität der Liebe beherrscht eure Erfahrung von Liebe; tatsächlich wird sie von ihr erschaffen. Denn nicht nur seht ihr euch an Bedingungen geknüpfte Liebe empfangen, ihr seht euch auch sie auf diese gleiche Weise geben. [...]
Alle Handlungen menschlicher Wesen gründen sich auf Liebe oder Angst, nicht nur jene, die mit Beziehungen zu tun haben. Entscheidungen, die das Geschäft betreffen, das Wirtschaftsleben, die Politik, die Religion, die Erziehung der jungen Leute, die sozialen Angelegenheiten eurer Nationen, die ökonomischen Ziele eurer Gesellschaft, Beschlüsse hinsichtlich Krieg, Frieden, Angriff, Verteidigung, Aggression, Unterwerfung; Entschlüsse, haben zu wollen oder wegzugeben, zu behalten oder zu teilen, zu vereinen oder zu trennen - jede einzelne freie Wahl, die ihr jemals trefft, entsteht aus einem der beiden möglichen Gedanken: aus einem Gedanken der Liebe oder einem der Gedanken der Angst.
Angst ist die Energie, die zusammenzieht, versperrt, einschränkt, wegrennt, sich versteckt, hortet, Schaden zufügt. Liebe ist die Energie, die sich ausdehnt, sich öffnet, aussendet, bleibt, enthüllt, teilt, heilt.
Angst umhüllt unseren Körper mit Kleidern, Liebe gestattet uns, nackt dazustehen. Angst krallt und klammert sich an alles, was wir haben, Liebe gibt alles fort, was wir haben. Angst hält eng an sich, Liebe hält wert und lieb. Angst reißt an sich, Liebe läßt los. Angst nagt und wurmt, Liebe besänftigt. Angst attackiert, Liebe bessert.
Jeder Gedanke, jedes Wort oder jede Tat eines Menschen gründet sich auf eine dieser beiden Emotionen. Darin habt ihr keine Wahl, denn es steht euch nichts anderes zur Wahl. Aber ihr habt freie Wahl, welche der beiden ihr euch aussuchen wollt.
aus: "Gespräche mit Gott - Ein ungewöhnlicher Dialog - Band 1" Seite 41ff

Dienstag, 12. Februar 2013

Gott über den Teufel

ISBN 978-3-442-21786-1
[...] und so mußtet ihr in eurer Phantasie eine Gott gleiche Macht erschaffen, um eine Möglichkeit zu finden, sich dem Willen Gottes entgegenzustellen. Also habt ihr in eurer Mythologie jenes Wesen erschaffen, das ihr "Teufel" nennt. Ihr habt euch sogar einen Gott vorgestellt, der sich mit diesem Wesen bekriegt [...]. Und schließlich habt ihr euch doch tatsächlich eingebildet, daß Gott diesen Krieg verlieren könnte.
Alles das stellt eine Verletzung des ganzen Wissens dar, das ihr, wie ihr sagt, über Gott habt; doch das spielt keine Rolle. Ihr lebt eure Illusion und empfindet deshalb Furcht - alles eine Folge eurer Entscheidung, an Gott zu zweifeln.

aus: "Gespräche mit Gott - Ein ungewöhnlicher Dialog - Band 1" Seite 36

Montag, 11. Februar 2013

Gott über Zweifel

ISBN 978-3-442-21786-1
Und darauf beruht die zweite große Illusion der Menschen: Sie glauben, daß das Endresultat des Lebens zweifelhaft ist. Dieser Zweifel am Endergebnis hat euren größten Feind geschaffen, nämlich die Furcht. Denn wenn ihr an diesem letztlichen Endergebnis zweifelt, müßt ihr am Schöpfer zweifeln - an Gott. Und wenn ihr an Gott zweifelt, müßt ihr euer Leben lang in Angst und mit Schuldgefühlen verbringen.
Wenn ihr an den Absichten Gottes zweifelt - und an Gottes Fähigkeit, dieses letztliche Endergebnis zu bewirken -, dann fragt sich, wir ihr euch jemals entspannen könnt. Wie könnt ihr dann je wahren Frieden finden?
aus: "Gespräche mit Gott - Ein ungewöhnlicher Dialog - Band 1" Seite 35f.

Sonntag, 10. Februar 2013

Gott über seine Beziehung zu mir

ISBN 978-3-442-21786-1
Es bekümmert mich nicht, was du tust, und das zu hören ist für dich hart. Doch bekümmert es dich denn, was deine Kinder tun, wenn du sie zum Spielen hinausschickst? Ist es für dich von irgendwelcher Bedeutung, ob sie Fangen oder Verstecken oder Ochs am Berg spielen? Nein - und zwar weil du weißt, daß sie sich in Sicherheit befinden. Du hast sie in eine Umgebung gebracht, die nach deinem Dafürhalten freundlich und ausgesprochen in Ordnung ist.
Selbstverständlich wirst du immer hoffen, daß sie sich nicht verletzen. Und wenn es geschieht, bist du da und hilfst ihnen, heilst sie, läßt sie sich wieder sicher fühlen, wieder glücklich sein und wieder hinausgehen und einen weiteren Tag mit Spielen verbringen. Aber ob sie nun Fangen oder Verstecken spielen wollen, ist auch am nächsten Tag für dich ohne Belang.
Du wirst ihnen natürlich sagen, welche Spiele gefährlich sind. Aber du kannst deine Kinder nicht davon abhalten, daß sie gefährliche Dinge tun. Nicht immer. Nicht für alle Zeiten. Nicht in jedem Augenblick von jetzt an bis zum Tod. Kluge Eltern wissen das. Und doch hören Eltern nie auf, sich um das Resultat zu sorgen. Mit dieser Dichotomie - sich einerseits nicht sonderlich um den Prozeß bekümmern, doch sich andererseits zutiefst um das Resultat sorgen - läßt sich annähernd die Dichotomie Gottes beschreiben.
aus: "Gespräche mit Gott - Ein ungewöhnlicher Dialog - Band 1" Seite 35

Donnerstag, 24. Januar 2013

Energie-Erlebnisse

Das Thema Energie ist etwas, bei dem ich das Gefühl habe, es nur schwer anderen vermitteln zu können. Was genau ist Energie? Welche Art der Energie ist gemeint? Gibt es diese Form der Energie überhaupt? Oder handelt es sich bei all dem um Hirngespinste?
Ich denke, diese Fragen hat jeder für sich selbst zu beantworten, denn für jeden ist Energie anders.
Ich glaube an Energie, so wie ich zugleich an Mutter Erde, an Vater Himmel und an Gott glaube. All dies ist eins für mich, unterschiedliche Begriffe für das selbe Etwas. Mir fehlen die Worte, es genauer zu beschreiben. Darum lasse ich lieber Gott selbst sprechen, zitiere so gern aus meinem neuen heiligen Buch "Gespräche mit Gott".
Doch ich möchte ich gerne meine Erlebnisse mit Energien weitergeben, die ich im letzten Jahr hatte.

Erneuerung und Kraft

Mein erstes Energie-Erlebnis hatte ich im Februar letzten Jahres, während mein Schwager Axel mich massierte. Diese Art von Massage, die Axel aus verschiedenen Elementen selbst zusammen fügte und SHIma nennt, ist für mich immer wieder etwas Besonderes - noch mehr seit diesem Erlebnis. Axel bearbeitete nicht nur meinen Muskeln. Er achtete auf ein Umgebung, die zum Entspannen einlud. Er löste nicht nur körperliche Blockaden, sondern auch psychische.
Irgendwann während ich versuchte, mich zu entspannen, und Axel mich immer wieder erinnerte, so zu atmen, dass es für den Prozess des Loslassens und der Heilung hilfreich war, löste ich mich tatsächlich. Ich lag noch immer auf diesem Massagetisch, spürte Axels  Berührungen und atmete. Doch zugleich befand ich mich ein Stück außerhalb und oberhalb meines Körpers und ich sah, wie helle, lichte Energie mit jedem Atemzug in mich eindrang und sich in meinem Körper verteilte. Jedes Mal, wenn ich ausatmete, strömte dunkelgraue, verbrauchte Energie aus meinen Gliedern und aus meinem Mund in den Raum. Es war ein unglaublich belebendes Gefühl. Als mir bewusst wurde, dass die Energie ja überall um uns ist, und nicht nur in der Luft, die ich atmete, fand sie ihren Weg direkt in meinen Körper. Der Fokus waren Axels  Hände, die einen Punkt massierten oder hielten, denn auf diesen Punkt achtete ich ganz automatisch. Dunkelgraue Energie verließ diese Punkte und helle, lichte strömte von überall her, erfüllte meinen Körper und gab mir Kraft.
Dieses Erlebnis hatte ich, bevor ich begann, die Bücher zu lesen, mit denen ich mich in den folgenden Monaten und bis heute beschäftigte.

Farbige Energien

Ein weiteres Energie-Erlebnis hatte ich wenige Wochen später. Ich meditierte zusammen mit Axel und Beate in unserem Wohnzimmer. Ich hatte die Augen halb geöffnet uns schaute auf die Kerzenflamme in der Mitte, die ich mal mehr und mal weniger deutlich wahrnahm. Irgendwann während dieser Meditation sah ich nicht nur die Kerze, sondern auch Farben, die sich wie Spiralen zwischen uns Dreien bewegten und uns zum Teil umhüllten. Ich erinnere mich an die Farben Blau und Rot, bin aber sicher, dass ich mehr Farben in diesen Spiralen sah. Als ich begann, mich auf diese Farben und Strukturen zu konzentrieren, verschwanden. Sie waren nicht weg, sie wurden viel mehr transparent und für meine Augen unsichtbar. Die Energien waren ganz sicher noch da, doch ich war nicht mehr in der Lage, sie zu sehen.

Kraft für die Bäume

Im Juni pflanzten André und ich ein paar Bäume auf einem Stück Wiese unseres Grundstücks. Der Sommer ist die denkbar ungünstigste Zeit um Bäume zu pflanzen, denn die Kraft des Baumes geht in die grünen Blätter, Blüten oder Früchte, anstatt in die Halt gebenden Wurzeln. Doch diese Bäume wuchsen auf einem gepflasterten Plateau, das André reinigte, damit es z.B. als Grillplatz diente. Zum Teil waren sie an der Rinde oder im Wurzelbereich von Tieren und dem ungünstigen Standort zwischen den Steinen beschädigt. Dennoch wollten wir den Bäumen  an ihrem neuen Platz eine zweite Chance geben.
Einige Wochen später, ich hatte bereit begonnen, das Buch "Die Prophezeiungen von Celestine" zu lesen, stand ich bei diesen Bäumen und freute mich, dass bei einem neuen Blätter sprießten. Die anderen schienen aber einzugehen.
Ich wollte diesen Bäumen helfen, ihnen einen kleinen Schubs geben, etwas Kraft und Energie. Ich berührte den ersten, glitt mit den Fingern über die Rinde des schmalen Stammes. Ich dachte an die Energie in mir und die der Mutter Erde, die es rund herum in Fülle gab. Mit meinen Gedanken war ich ganz bei diesem Bäumchen, der ein stattlicher Baum werden konnte. Ich stellte mir vor, wie die Kraft der Erde durch die Wurzeln in den Baum hinauf stieg. Zugleich spürte ich, wie die Energie in mir aufstieg, wie meine Beine hinauf floss, durch meinen Körper und meine Arme zu meinen Fingerspitzen, mit denen ich über die Rinde streichelte. Ich schritt jeden der acht gepflanzten Bäume ab, streichelte bei jedem über die Rinde und spürte die Energie, die von der Erde durch mich und in den Baum floss.
Anschließend fühlte ich mich belebt, absolut zufrieden und ausgeglichen.
An einem milden Tag im Januar spazierten wir zwischen diesen Bäumen hindurch. Sieben von ihnen tragen Knospen.

Bedingungslose Liebe

Am späten Abend des 26. Dezembers begann ich das Buch "Gespräche mit Gott" zu lesen. Ich sah bereits den Film und kannte zuvor das Kinderbuch "Ich bin das Licht - Die kleine Seele spricht mit Gott".
Neben dem Vorwort las ich nur die ersten paar Seiten, legte das Buch dann zur Seite und wollte schlafen. Doch das konnte ich nicht.
Zum ersten Mal, soweit ich mich erinnere, konnte ich nicht schlafen, weil ich weinte - und zwar nicht etwa, weil ich wütend, traurig oder einsam war (Das war schon öfter vorgekommen.). Ich weinte, weil ich absolut zufrieden war. In mir spürte ich Wärme, Geborgenheit und Liebe. Ich spürte Gott. Ich fühlte mich, wie die kleine Seele in dem Kinderbuch. Ich wollte aufspringen und rufen: "Ich weiß, was ich bin! Ich weiß, was ich bin! Ich bin die Liebe!" Ja, ich bin die bedingungslose Liebe. Ich war erfüllt von ihr und barg so viel davon in mir, dass ich sie unmöglich für mich behalten konnte. Diese Liebe musste einfach raus.
Es war etwa 3:00 Uhr nachts und da mein Körper einfach zu müde war, aufzustehen, stellte ich mir vor, wie ich das Haus verließ. Ich ging in den Wald und den Berg vor unserem Haus hinauf bis zu den Feldern.
Dort stand ich und sandte Strahlen von Liebe aus. Es waren Strahlen aus hellem Licht, wie die Strahlen der Sonne. Ich sandte sie an Kinder, die ich kannte, und von denen ich annahm, dass sie Liebe gebrauchen konnten. Ich sandte sie einfach so mit unbestimmten Ziel in die Nacht.
Obwohl ich mich dort draußen wusste, lag ich zugleich immer noch im Bett und weinte vor vollkommener Liebe.
Ich dachte an meine kleine Nichte Julia, die am folgenden Tag ihren 6. Geburtstag feiern würde. Zum ersten Mal in ihrem Leben konnte ich an ihrem Geburtstag nicht bei ihr sein. Ich stellte mir vor, wie ich mit einem dieser Lichtstrahlen reiste - direkt in das Zimmer meiner Nichte. Ich hatte ihr Zimmer noch nie gesehen, denn Julia war kurz zuvor mit ihrer Familie umgezogen. Doch ich wusste, dass sie in ihrem Hochbett mit der Rutsche lag und schlief. Ich stand vor ihrem Bett und betrachtete sie - und Julia erwachte. Wir lächelten uns an und umarmten uns. Ich sagte zu ihr: "Ich liebe dich so sehr und ich werde immer bei dir sein."
Anschließend betrat ich das Zimmer ihrer Eltern. Mein Bruder und seine Frau schliefen und erwachten nicht. In den letzten Wochen war ich sauer auf meine Schwägerin gewesen. Ich hatte mehrmals versucht, sie auf den Grund anzusprechen, doch sie hatte auf keinen meiner Kontaktversuche reagiert. Dann hatte ich versucht zu erklären, dass auch ich Fehler gemacht hatte, und wieder hatte sie alle Kontaktversuche ignoriert.
In diesem Moment, als ich an ihrem Bett stand, wurde mir bewusst, dass ich von ihr nur eines hatte hören wollen - nämlich, das alles in Ordnung war. Das ich in Ordnung bin.
Und im selben Moment wusste ich, dass dieser Satz vollkommen egal war. Natürlich war ich in Ordnung. Ich war (bin) die bedingungslose Liebe! Wie könnte ich da nicht in Ordnung sein?
Ich brauchte diese Bestätigung nicht mehr. Ich erkannte, dass ich die ganze Zeit, während ich sauer war, mir selbst etwas genommen hatte.
Doch jetzt hatte ich es. Ich stand vor ihr und sagte ihr: "Ich liebe dich ohne Bedingungen."
Meine Schwägerin wachte nicht auf. Doch ihr Krafttier erschien und es tanzte im Licht meiner Liebe, die den ganzen Raum erfüllte. Es war wunderschön anzusehen. Ich schaute ihm eine Weile zu und verließ das Zimmer dann wieder.

Von diesem Erlebnis zehre ich bis heute und werde es noch lange im Herzen behalten. In den darauf folgenden Tagen schwebte ich regelrecht. Nichts konnte mich wirklich wütend oder traurig machen. In mir war einfach Ruhe, Zufriedenheit, Kraft und Liebe.
Im Neuen Jahr kaufte ich das Buch "Gespräche mit Gott" ein zweites Mal. Ich schrieb meiner Schwägerin einen Brief, in dem ich ihr von dem Erlebten erzählte. Ich schickte ihr den Brief zusammen mit dem Buch.
Wenige Tage später erhielt ich von ihr folgende Nachricht:
"In der Nacht vom 26. auf den 27. besuchte mich in meinen Träumen jemand. Ich wusste, ich kenne diese Frau, aber sie strahlte soviel Licht aus, das es mir unmöglich war, sie zu erkennen. Julia sagte mir nach dem aufstehen, Du wärst da und sie wollte wissen, wo Du schläfst um Dich wecken zu können. Ich antwortete ihr, dass sie das eindeutig geträumt hat und was immer sie geträumt haben mag, sie soll stets daran denken und es im Herzen behalten."
Sie schrieb noch viel mehr, doch dies waren die bewegenden Worte, die einem Wunder gleichen. Ich habe Gewissheit, dass ich nicht nur geträumt habe. Meine Liebe kam an - bei meiner Schwägerin, bei meiner Nichte - und vielleicht bei all den anderen Menschen, denen ich Liebe sandte.

Und nun denke ich weiter. Ich bin nicht mehr oder weniger besonders, als jeder andere Mensch auf der Welt. Ich stelle mir vor, jeder Mensch könnte so etwas erfahren, wenn er in sich ruht, wenn er den passenden Moment erlebt, an dem er erkennt, was er wirklich ist. Und ich stelle mir vor, was passieren könnte, wenn all diese Menschen zur selben Zeit irgendwo stehen und ihre Liebe hinausschicken.

Namasté!

Sonntag, 20. Januar 2013

Gott über das Gebet

ISBN 978-3-442-21786-1
Kein Gebet - und ein Gebet ist nichts weiter als eine inbrünstige Aussage über das, was so ist - bleibt unbeantwortet. Jedem Gebet - jedem Gedanken, jeder Aussage, jedem Gefühl - wohnt eine schöpferische Kraft inne. In dem Maße, wie es aus ganzem Herzen als Wahrheit erachtet wird, wird es sich auch in deiner Erfahrungswelt manifestieren. Wenn es heißt, daß ein Gebet nicht erhört wurde, dann sind in Wirklichkeit der Gedanke, das Wort, das Gefühl, die am innigsten gehegt wurden, wirksam geworden. Doch du mußt wissen - und das ist das Geheimnis -, daß es immer der Gedanke hinter dem Gedanken, jener Gedanke, der sozusagen Pate steht, der "stiftende Gedanke" ist, der beherrschend wirksam wird. [...]
Der Gebetsvorgang wird sehr viel einfacher, wenn ihr nicht glauben müßt, daß Gott zu jeder Bitte immer "ja" sagen wird, sondern vielmehr intuitiv versteht, daß die Bitte selbst gar nicht notwendig ist. Dann ist das Gebet ein Dankgebet. Es gar keine Bitte, sondern eine in Dankbarkeit geäußerte Aussage über das, was so ist.
aus: "Gespräche mit Gott - Ein ungewöhnlicher Dialog - Band 1" Seite 33

Wenn du glaubst, daß Gott ein allmächtiges Wesen ist, das alle Gebete hört und zu einigen "ja", zu anderen "nein" und zum Rest "vielleicht, aber nicht jetzt" sagt, dann irrst du dich. An welche Faustregel würde sich Gott denn bei seiner Entscheidung halten?
aus: "Gespräche mit Gott - Ein ungewöhnlicher Dialog - Band 1" Seite 34

Freitag, 11. Januar 2013

Gott über den Glauben

ISBN 978-3-442-21786-1
Wenn dein Glauben nur so groß ist wie ein Senfkorn, wirst du Berge versetzen. Du wirst wissen, daß es da ist, weil ich gesagt habe, daß es da ist; weil ich gesagt habe, daß ich, noch bevor du fragst, schon geantwortet haben werde; weil ich gesagt habe, und es euch auf jede erdenkliche Weise durch jeden Lehrer, den ihr nennen könnt, sagte, daß das, was immer ihr wählt, in meinem Namen wählt, auch sein wird.
aus: "Gespräche mit Gott - Ein ungewöhnlicher Dialog - Band 1" Seite 32

Mittwoch, 9. Januar 2013

Gott über die Realität

ISBN 978-3-442-21786-1
Gott weiß, was du weißt, und was du weißt, ist das, was als deine Realität in Erscheinung tritt.
aus: "Gespräche mit Gott - Ein ungewöhnlicher Dialog - Band 1" Seite 32

Dienstag, 8. Januar 2013

Gott über bitten und danken

ISBN 978-3-442-21786-1
 Du wirst das, was du erbittest, nicht bekommen, und du kannst auch nicht alles haben, was du möchtest. Das ist deshalb so, weil du mit deiner Bitte selbst zu verstehen gibst, daß ein Mangel besteht. Wenn du also sagst, daß du eine Sachen haben willst, führt das nur dazu, daß du genau diese Erfahrung - den Mangel - in deiner Realität produzierst.
Das korrekte Gebet ist daher nie ein Bittgesuch, sondern stets ein Dankgebet.
Wenn du Gott im voraus für das dankst, was du deiner Wahl nach Realität erfahren möchtest, dann erkennst du in Wirklichkeit, daß es vorhanden ist - in Wirklichkeit. Dankbarkeit ist daher die machtvollste Erklärung gegenüber Gott, eine Behauptung und Bestätigung, daß ich geantwortet habe, noch bevor du gefragt hast.
Bitte deshalb nie inständig um etwas. Erkenne dankbar an.
aus: "Gespräche mit Gott - Ein ungewöhnlicher Dialog - Band 1" Seite 31

Dankbarkeit kann nicht als Instrument zur Manipulation Gottes eingesetzt werden, als Mittel, um das Universum zu übertölpeln. Du kannst dich nicht selbst belügen. Dein Geist kennt die Wahrheit deiner Gedanken. Wenn du sagst: "Ich danke dir, Gott, für das und das", während du in Wirklichkeit ganz eindeutig glaubst, daß es in deiner gegenwärtigen Realität nicht existiert, kannst du nicht erwarten, daß Gott weniger klar ist als du und es für dich produziert.
aus: "Gespräche mit Gott - Ein ungewöhnlicher Dialog - Band 1" Seite 32

(20.01.2013)
Daher besteht, wenn du etwas erbittest, eine viel geringere Chance, daß du das erfährst, was du dir deiner Meinung nach erwählt hast, weil der stiftende Gedanke hinter jeder flehentlichen Bitte der ist, daß du jetzt nicht hast, was du dir erwünschst. [...]
Der Gebetsvorgang wird sehr viel einfacher, wenn ihr nicht glauben müßt, daß Gott zu jeder Bitte immer "ja" sagen wird, sondern vielmehr intuitiv versteht, daß die Bitte selbst gar nicht notwendig ist. Dann ist das Gebet ein Dankgebet. Es gar keine Bitte, sondern eine in Dankbarkeit geäußerte Aussage über das, was so ist.
aus: "Gespräche mit Gott - Ein ungewöhnlicher Dialog - Band 1" Seite 33


Montag, 7. Januar 2013

Gott über seine wahre Gestalt

ISBN 978-3-442-21786-1
 Ich könnte eine Form oder Gestalt annehmen, die du verstehen könntest, aber dann würden alle meinen, daß das, was sie gesehen haben, die einzige und wahre Form und Gestalt Gottes sei, wo sie doch nur eine von vielen ist.
Die Menschen glauben, daß ich das bin, als was sie mich sehen, und nicht das, was sie nicht sehen. Aber ich bin das große Unsichtbare, nicht das, was ich in einem bestimmten Moment zu sein bewirke. In gewissem Sinn bin ich, was ich nicht bin. Aus diesem Nicht-Seienden komme ich, und zu ihm kehre ich stets zurück.
Doch wenn ich in der einen oder anderen bestimmten Form komme - in einer, in der ich Menschen begreiflich bin -, dann schreiben sie mir diese Form für alle Ewigkeit zu.
Und sollte ich irgendwelchen anderen Menschen in irgendeiner Form erscheinen, so behauptet die erste Gruppe, daß ich der zweiten nicht erschienen bin, weil ich für die zweite nicht so aussah wie für die erste, und auch nicht die gleichen Dinge sagte - also kann ich es nicht gewesen sein.
aus: "Gespräche mit Gott - Ein ungewöhnlicher Dialog - Band 1" Seite 29

Wenn ich mich als Gott der Allmächtige, König des Himmels und der Erde offenbarte und Berge versetzte, um es zu beweisen, dann täten jene auf, die sagen: "Es muß Satan gewesen sein."
Und so soll es auch sein. Denn Gott offenbart Gottselbst nicht aus der äußerlichen Wahrnehmung heraus oder durch die äußerliche Beobachtung, sondern durch die innere Erfahrung. Und wenn die innere Erfahrung Gottselbst offenbart hat, ist die äußerliche Beobachtung nicht nötig. Doch wenn die äußerliche Beobachtung nötig ist, ist die innere Erfahrung nicht möglich.
aus: "Gespräche mit Gott - Ein ungewöhnlicher Dialog - Band 1" Seite 30

(20.01.2013)
Wenn du glaubst, daß Gott der Schöpfer und der ist, der über alle Dinge in eurem Leben entscheidet, dann irrst du dich.
Gott ist so gesehen der Beobachter, nicht der Schöpfer. [...]
Es ist nicht Gottes Funktion, die Bedingungen oder Umstände deines Lebens zu erschaffen oder zunichte zu machen.
aus: "Gespräche mit Gott - Ein ungewöhnlicher Dialog - Band 1" Seite 34

Sonntag, 6. Januar 2013

Gott über "richtig" und "falsch"

ISBN 978-3-442-21786-1
Macht weiter so und handelt nach eurem Wissen. Aber nehmt zur Kenntnis, daß ihr das schon seit Anbeginn der Zeit macht. Und schaut euch an, in welchem Zustand die Welt ist. Euch ist da eindeutig etwas entgangen. Offensichtlich versteht ihr etwas nicht. Das, was ihr tatsächlich versteht, muß euch richtig erscheinen, denn ihr verwendet den Begriff "richtig" für etwas, mit dem ihr einverstanden seid. Und daher wird euch das, was euch entgangen ist, zunächst als "falsch" erscheinen.
Wenn ihr weiterkommen wollt, müßt ihr euch fragen: "Was würde passieren, wenn alles 'richtig' wäre, was ich bislang für 'falsch' gehalten habe?"
aus: "Gespräche mit Gott - Ein ungewöhnlicher Dialog - Band 1" Seite 26f.

Samstag, 5. Januar 2013

Gott über die Verantwortung des Einzelnen

ISBN 978-3-442-21786-1
 Viele Menschen haben sich dazu entschieden zu glauben, daß Gott auf besondere Weise und nur mit auserwählten Menschen kommuniziert. Das enthebt die Masse der Verantwortung, meine Botschaft zu hören, von empfangen gar nicht zu reden [...]. Dann müßt ihr nicht auf mich hören, da für euch ja bereits feststeht, daß andere zu allen Themen schon etwas von mir vernommen haben, und ihr ja sie habt, denen ihr zuhören könnt.
Indem ihr auf das hört, was andere Leute vermeinen, mich sagen gehört zu haben, müßt ihr überhaupt nicht mehr denken.
[...] Wenn du anerkennst, daß du meine Botschaft direkt empfängst dann bist du für ihre Interpretation verantwortlich. Es ist sehr viel sicherer und leichter, die Deutung anderer zu akzeptieren (auch wenn sie bereits vor zweitausend Jahren lebten), als die Botschaft zu interpretieren, die du vielleicht gerade in diesem Moment erhältst.
aus: "Gespräche mit Gott - Ein ungewöhnlicher Dialog - Band 1" Seite 25

Gott über Besonderheiten

ISBN 978-3-442-21786-1

Alle Menschen sind etwas Besonderes, und alle Momente sind goldene Momente. Es gibt keine Person und keine Zeit, die anderen gegenüber hervorzuheben wäre.
aus: "Gespräche mit Gotte - Ein ungewöhnlicher Dialog - Band 1" Seite 25