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Sonntag, 23. November 2014

Permakultur im Hause eines Hogwartsschülers

Vor einer Weile beschrieb ich hier, warum ich das (Online-)Rollenspiel nutze, um meine Erfahrungen weiterzugeben. Ich flechte einen Teil meiner Gedankengänge, Vorstellungen, Wünsche und Erlebnisse in die Vergangenheit meiner Charaktere ein. Einer meiner ersten Charaktere, bei dem ich dies in diesem Sinne tat, war Christopher Weasley, den ich im Rollenspiel-Forum Mischief Managed spiele.
Die Welt von Harry Potter, in der seine Kinder bereits die oberen Klassen der Schule für Hexrei und Zauberei besuchen, stelle ich mir im Ganzen unserer heutigen Welt sehr ähnlich vor. Und die Eltern von Christopher haben mit den selben Vorurteilen und Ausgrenzungen zu leben, wie ich, wenn es um Permakultur, freies Lernen (Unschooling) und dem Glauben an Energien und dem Erwachen geht. Auch Christopher ist davon selbstverständlich betroffen. Und vielleicht weckt seine Geschichte bei den Personen hinter den anderen Charakteren Interesse für das eine oder das andere Thema.

PERSONALIEN


NAME & SPITZNAME

"Meine Eltern nannten mich Christopher. Sie wollten gängige Namen für ihre Kinder, haben sie doch selbst überaus ausgefallene. Ich hatte an meinem Namen bisher nie etwas auszusetzen. Meistens werde ich ohnehin Chris gerufen - oder Firefly. Dies aber nur von meiner Familie. Der Kosename ist ein Hinweis auf mein erstes magisches Erlebnis, als ich noch winzig klein war und außer Dad niemand ahnte, dass ich Magie gewirkt haben könnte. Mein Nachname lautet Weasley und, das es damit etwas Besonderes auf sich hat, war mir lange nicht bewusst. In der Welt der unwissenden Menschen mag dieser Name keine Bedeutung haben, doch in der magischen Welt ist der Name Weasley ohne Frage bekannt – wenn auch nicht immer geschätzt."

GEBURTSTAG & ALTER


"Ich habe am 6. Februar 2010 das Licht der Welt erblickt und bin damit schon 12 Jahre alt."

WOHNORT & GEBURTSORT


"Ich wurde in Wolverhampton, ganz in der Nähe von Birmingham geboren. Aufgewachsen bin ich mitten im Nirgendwo, jedenfalls bis ich elf Jahre alt war und im September nach Hogwarts kam. Mitten im Nirgendwo, das liegt in Wales auf einem Bauernhof, der in Feldern eingebettet und nahe eines Waldstückes liegt. Das nächste Dorf heißt Tain Lon und die beiden nächsten größeren Städte, wenn man sie denn so bezeichnen kann, sind Clynnog-fawr und Llanllyfni. Es ist so ziemlich der einsamste Ort der Welt, den ich mir vorstellen kann – aber es ist meine Heimat und ich liebe ihn. Hogwarts, wo ich inzwischen die meiste Zeit des Jahres verbringe, ist ein krasser Gegensatz dazu."

BLUTSTATUS


"Puh, ich glaube, ich bin Halbblut. Also, in der Theorie ist mein Vater sogar ein Reinblut, aber er ist ein Squib und nach allem, was ich bis jetzt weiß, zählen die meistens gar nicht. Jedenfalls stammt er von Zauberern ab und er hat eine Muggel geheiratet. Von daher werde ich vermutlich Halbblut sein."

SCHULE


KLASSE & HAUS


"Ich gehe noch in die 1. Klasse in Hogwarts. Ich bin so froh, wenn ich im September in die 2. Klasse komme und dann nicht mehr zu den Kleinen gehöre. An meinem ersten Schultag hat mich der Sprechende Hut dem Haus Ravenclaw zugeteilt. Ich hatte dazu bisher keine Einwände."

POSTEN & MITGLIEDSCHAFTEN & AKTIVITÄTEN


"Ich gehe in die erste Klasse und bin nicht eben ein Naturtalent auf dem Besen. Wer hätte mich schon in die Mannschaft nehmen wollen? Auch für andere wichtige Posten im Schulalltag bin ich noch zu jung. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Ich habe immerhin noch etwas mehr als sechs Schuljahre vor mir. Allerdings bin ich vor kurzem dem Verband zum Schutz von gefährdeten, magischen Geschöpfen beigetreten. Wenn ich Tiere schon nicht im Unterricht habe, dann eben so."

FÄCHER

ASTRONOMIE
GESCHICHTE DER ZAUBEREI
KRÄUTERKUNDE
VERTEIDIGUNG
VERWANDLUNG
ZAUBERKUNST
ZAUBERTRÄNKE


"Kräuterkunde ist total mein Ding und ich wünschte, Pflege magischer Geschöpfe könnte ich bereits wählen. Aber das ist noch sooooo lange hin. Hm, ich wüsste nicht, welches Fach ich sonst besonders gern hätte. Sie sind okay, aber kein anderes gehört zu meinen Best Off. Geschichte der Zauberei mag ich gar nicht. Da geht es ja bloß um längst vergangene Kriege. Doch das ist auch das einzige Fach, das irgendwie gar nicht geht. Wie ich bereits sagte, sind die anderen ganz in Ordnung."


CHARAKTER & AUSSEHEN

AUSSEHEN


Größe: 154cm
Statur: schlank
Haarfarbe & -länge: rot & kurz
Augenfarbe: braun
Kleidungsstil: lässig & praktisch mit Kleidung aus biologischen Materialien - und am liebsten barfuß
Körperhaltung: aufrecht, lebensfroh
Auftreten/Ausstrahlung: aufgeschlossen, fröhlich, lausbübisch, naiv, selbstbewusst
Besondere äußere Merkmale: Sommersprossen
Besondere Ticks: wirkt wie ein Empfänger auf Hektik und ist daher (beinahe) ständig in Bewegung und zappelt herum
objektiv negative Merkmale: Narbe am linken Auge, Muttermal am rechten Oberarm

CHARAKTER


"Es hat definitiv seine Vor- und Nachteile, so abgeschieden aufgewachsen zu sein, wie ich. In den ersten Wochen in Hogwarts erlebte ich einen regelrechten Kulturschock, der nichts mit den Unterschieden zwischen der magischen- und der Muggelwelt zutun hatte. Bei mir zu Hause ist es ruhig. Das nächste Dorf, sogar der nächste Nachbar, liegt mehrere Meilen weit weg. Obwohl ich aus einer Großfamilie stamme und es mit kleinen Kindern ja niemals leise ist, läuft zuhause alles mit einer gewissen Lässigkeit ab. Druck und Hektik gibt es beinahe nie. Hier in der Schule bin ich praktisch pausenlos von Hektik und Stress umgeben. Darauf reagiere ich wie ein Empfänger und das ist mitunter deutlich sichtbar. Zu den Essenszeiten, wenn in der Großen Halle viel los ist und gelärmt wird, wenn der Aufenthaltsraum voll ist und alle durcheinander quatschen oder mitten im Unterricht, wo jeder versucht, der Beste zu sein. Ich bin regelrecht hibbelig, kann nicht still sitzen, stehe immer wieder auf oder ändere wenigstens meine Sitzhaltung. Inzwischen wirkt sich das auch auf die Zeiten aus, in denen ich eigentlich ruhig sein sollte. In der Bibliothek, während eines Tests oder wenn ich auf dem Pausenhof mit meinen Freunden beisammenstehe - ständig bin ich in Bewegung. Es sei denn, ich bin in meinem Element. Ob ich nun eine junge Pflanze umtopfe oder ein interessantes Tier beobachte, ist vollkommen egal. Als hätte sich in mir ein Schalter umgelegt, bin ich mit einem Mal ruhig und könnte stundenlang still sitzen.

Ich liebe alles, was mit der Natur zutun hat. Am liebsten bin ich draußen. Schon ein Spaziergang um den See hilft mir, wenn alles in mir unruhig ist. Ich kenne es nicht anders von zu Hause, als die Natur - und vor allem jedes Leben - zu achten und zu respektieren. Viele Leute halten mich deswegen für naiv, aber das bin ich nicht. Ich sehe gern das Gute in den Menschen, aber ich bin nicht blöd. Und vor allem bin ich kein Prügelknabe. Ich habe sehr viel Geduld und es dauert eine Weile, bis man mich gereizt hat, doch ist dieser bestimmte Punkt erst erreicht, bricht ein Orkan los.

Doch im Allgemeinen bin ich ein umgänglicher Typ. Ich lache total gern und manchmal bin ich auch etwas albern. Meine Eltern brachten mir bei, dass ich alles lernen kann, wenn ich ich mich nur dafür begeistere. Hilfreich ist sicherlich, dass ich mich generell für vieles interessiere. Ich kann den Menschen ein Loch in den Bauch fragen und gehe den Dingen auf den Grund. Ich bin nicht der Typ, der einer Mode oder der Masse hinterher läuft. Ich bin ich, ganz individuell, und ich nehme nichts einfach so hin - schon gar keine Regeln, die keinen Sinn ergeben. Eben weil ich alles hinterfrage, handel ich mir manches Mal auch ärger ein und werde als Rebell betrachtet. Doch das stört mich nicht. Ich bin stolz darauf, dass ich so bin, wie ich bin."

SCHWÄCHEN


# stur
# naiv
# weltfremd
# rebellisch
# direkt
# hibbelig
# redselig

STÄRKEN


# humorvoll
# wissbegierig
# sensibel
# hilfsbereit
# selbstbewusst
# leicht begeistert
# lösungsorientiert
# kreativ

VORLIEBEN / HOBBIES


# Jessica
# Pflanzen
# Tiere
# Harmonie
# klettern
# zeichnen
# Schokolade

ABNEIGUNGEN / AVERSIONEN


# Dunkelheit
# still sitzen
# Tierquäler
# Druck
# unnütze Regeln
# Konsumsklaven

FAMILIE


ELTERN


VATER |ALWAID SEPTIMUS WEASLEY | 33 JAHRE | LANDWIRT | SQUIB
MUTTER | EDEN RUFINA WEASLEY, geb. SILVERSMITH | 35 JAHRE | LANDWIRTIN | MUGGEL

"Ich glaube, ich habe die tollsten Eltern, die man sich nur vorstellen kann. Die meiste Zeit sind sie liebevoll und ausgeglichen. Entweder streiten sie wirklich nur ganz selten oder sie tun es so, dass wir Kinder es nicht mitbekommen. Sie sind bodenständig und naturverbunden und gehen ihren Weg, unabhängig davon, was andere Leute sagen. Am wichtigsten ist, dass sie uns Kinder ernst nehmen. Sie fragen uns wirklich nach unserer Meinung und beziehen uns in wichtige Entscheidungen mit ein. Das vermisse ich wirklich, wenn ich in Hogwarts bin. Dieser Zusammenhalt und der aufrechte Respekt voreinander."

GESCHWISTER


 SCHWESTER | JESSICA WEASLEY | 11 JAHRE | SCHÜLERIN | HALBBLUT
BRUDER | BRIAN WEASLEY | 9 JAHRE | SCHÜLER | HALBBLUT
SCHWESTER | ELISABETH WEASLEY | 6 JAHRE | SCHÜLERIN | HALBBLUT
BRUDER | CEDRIC WEASLEY | 4 JAHRE | SCHÜLER | HALBBLUT

"Natürlich streite ich mich ab und zu mit meinen Geschwistern. Das ist normal. Wir vertragen uns auch wieder und ich liebe sie alle. Ich bin gerne der große Bruder und manchmal habe ich schon ein schlechtes Gewissen, weil ich nun die meiste Zeit des Jahres so weit weg bin. Darum schreibe ich auch meinen Geschwistern oft. Am meisten vermisse ich Jessy. Da wir so dicht hintereinander geboren wurden, sind wir beinahe wie Zwillinge. Ich bin so froh, wenn sie im neuen Schuljahr mit nach Hogwarts kommt."

WEITERE VERWANDTE


GROSSVATER | CADDARIC WEASLEY | 67 JAHRE | RENTNER | REINBLUT
GROSSMUTTER | GAIRA WEASLEY, geb. GAMP | 63 JAHRE | RENTNERIN | REINBLUT

"Für viele Jahre hatte ich so gut wie gar keinen Kontakt zu Dads Eltern. Inzwischen weiß ich, dass er einfach ein normales Leben haben wollte - ohne Magie. Er wollte sie von uns fern halten - obwohl er gewusst haben musste, dass dies nicht möglich war. Ich weiß nicht, ob er sich deswegen irgendwann mit den Großeltern zerstritten hatte. Wenn es so war, dann haben sie sich auch wieder vertragen. Kurz nach meinem 7. Geburtstag haben uns die Großeltern auf der Farm besucht und seit dem haben wir auch wieder regelmäßig Kontakt. Ich freue mich darüber, denn sie wissen beide viele Anekdoten aus der magischen Welt zu erzählen."

GROSSONKEL | ARTHUR WEASLEY | 72 JAHRE | RENTNER | REINBLUT
GROSSTANTE | MOLLY WEASLEY, geb. PREWETT | 73 JAHRE | HAUSHEXE | REINBLUT
DIVERSE NACHKOMMEN VON ARTHUR UND MOLLY WEASLEY

"Das nicht nur Mum eine große Familie hat, sondern auch Dad, weiß ich von Grandpa Cad. Er erzählte irgendwann von seinem Bruder und dessen viele Kinder und Enkel. Auf einer Familienfeier war ich auch mit dabei und einige meiner Großcousins und -cousinen gehen ebenfalls nach Hogwarts. Allerdings sind die alle älter als ich und wir haben in der Schule nicht so viel miteinander zutun."

GROSSVATER | JONATHAN SILVERSMITH | 65 JAHRE |RENTNER| MUGGEL
GROSSMUTTER | DIANA SILVERSMITH, geb. O'BRIAN |66 JAHRE|RENTNERIN| MUGGEL

"Grandpa Jon und Granny Di sind zu uns auf die Farm gezogen, als Mum mit Elisabeth schwanger war. Sie haben am Landleben Gefallen gefunden und freuen sich natürlich, ihre Enkel immer um sich zu haben. Für uns war es damals schwer, unser Familiengeheimnis vor ihnen zu verbergen. Es war gar nicht möglich, obwohl Mum und Dad es versucht hatten. Doch nach dem ersten Schreck haben sie sich daran gewöhnt und sind stolz auf uns magische Kinder. Ich liebe sie und freue mich, sie in den Ferien immer direkt um mich zu haben."

TANTE | YASMINE MAUREEN MCDOUGLAS, geb. SILVERSMITH | 32 JAHRE | ERZIEHERIN | MUGGEL
ONKEL | HENSON MCDOUGLAS | 35 JAHRE | AUTOMOBILVERKÄUFER | MUGGEL
COUSIN | EVAN MCDOUGLAS | 10 JAHRE | SCHÜLER | MUGGEL
COUSIN | IVER MCDOUGLAS | 7 JAHRE | SCHÜLER | MUGGEL

ONKEL | FLORIAN SILVERSMITH | 28 JAHRE | UNTERNEHMER | MUGGEL
TANTE | SALLY SILVERSMITH, geb. BAKER | 27 JAHRE | AUTORIN | MUGGEL
COUSINE | SAMANTHA SILVERSMITH | 5 JAHRE | KIND | MUGGEL

TANTE | ROSALY LILIA SILVERSMITH | 25 JAHRE | LEHRERIN | MUGGEL

"Mit drei jüngeren Geschwistern ist Mum eine Großfamilie gewöhnt. Wir besuchen die Tanten und Onkel nur selten, doch sie verbringen einen Teil ihrer Urlaube bei uns auf der Farm. Das ist jedes Mal eine lustige und besondere Zeit. Einmal im Jahr - inzwischen in den Sommerferien - kommt die ganze Familie bei uns zusammen und wir feiern ein Sommerfest. Das ist der Höhepunkt von allem - besonders wenn Grandpa und Granny Weasley auch dabei sind. Die Tanten und Onkel wissen nämlich nichts von Magie und wir dürfen ihnen auch nichts sagen. Das ist für die Kleinen eine ganz schöne Herausforderung - und für Grandpa Cad auch."

HAUSTIER


KATZE | LILU | 9 JAHRE

"Wir haben bei uns auf der Farm ja alle möglichen Tiere, doch mein Liebling war immer die Katze Lilu, deren Leben ich einst rettete. Weil sie aber schon so alt ist und sich zu Hause ganz sicher wohler fühlt, ist sie auch dort geblieben. Ich kuschel in den Ferien mit ihr."

STEINKAUZ | WICKET | 2 JAHRE

"Meinen kleinen Wicket erhielt ich, ehe ich nach Hogwarts kam. Er liefert meine Briefe nach Hause und bringt mir Süßigkeitenpakete. Außerdem ist er ein toller, treuer Freund."

DEINE GESCHICHTE


"An dem Abend, an dem ich im Geburtshaus von Wolverhampton geboren wurde, soll es tierisch gestürmt haben. Donner, Blitz und Hagel, mit anschließendem Schneefall und allem Drum und Dran. Es hatte mich offenbar nicht gestört und selbstverständlich weiß ich davon nichts mehr. Überhaupt erinnere ich mich an die Zeit, in der wir in Wolverhampton lebten, nicht mehr. Ich war erst zwei Jahre alt, als wir auf die kleine Farm zogen, auf der Mum und Dad ihren Traum verwirklichen wollten. Da waren wir schon nicht mehr zu dritt, denn nur ein knappes Jahr nach mir war meine Schwester Jessica geboren. So dicht, wie wir aneinander liegen, wuchsen wir beinahe wie Zwillinge auf und benehmen uns selbst heute noch so. Als ich drei Jahre alt war, kam mein erster Bruder Brian zur Welt. Andere Kinder vermisste ich nie und als Kleinkind hatte daher auch nie das Gefühl, anders zu sein, als die Nachbarskinder. Und das sind wir gleich im doppelten Sinne.

Mum und Dad sind Alternative. Also, ursprünglich hat Mum damit angefangen, aber Dad war ganz schnell begeistert. Sie streben ein Leben im Einklang mit der Natur und ihren Mitmenschen an. Das heißt, sie bauen Lebensmittel auf biologische Weise an, verzichten auf sämtliche künstliche Dünger und Pestizide und halten von Genmanipulation natürlich gar nichts. Außerdem ernähren wir uns überwiegend vegetarisch. Das alles reicht im Grunde schon, um anders zu sein. Jedenfalls im Vergleich zu den Nachbarn, die in der Regel konservative Bauern sind. Als sei das nicht genug, halten Mum und Dad weder etwas von unserem politischen noch vom Schulsystem. Aus diesem Grund unterrichten sie uns auch zuhause. Also, mich nicht mehr, aber meine jüngeren Geschwister. Damals hatten sie nie vor, uns jemals in eine Schule zu schicken. Sie schenkten uns die Freiheit, mit Freude und Begeisterung zu lernen, wonach uns war und wann uns danach war. Da ich mich schon immer für Pflanzen und Tiere begeistert habe, konnte ich mit sechs Jahren, als meine Schwester Elisabeth zur Welt kam, die meisten Nutzpflanzen auf unserem Grundstück auseinanderhalten. Und das nicht nur an ihren Blüten oder Früchten, sondern auch in den Wachstumsphasen. Liebend gerne half ich Mum damals beim Säen und Pikieren der Jungpflanzen. Ebenso interessierte ich mich seinerzeit schon für Tiere aller Art. Stundenlang konnte ich Spinnen, Käfer und Eidechsen beobachten.Und ebenso die Hühner mit ihren Küken oder unsere Hofkatzen und -hunde. Was mich betraf, lebte ich im Paradies. Und das, obwohl ich zunehmend verstand, dass die Nachbarn uns mieden und meinen Eltern manchmal das Leben schwer machten. Mir war das egal, denn die Familie hielt zusammen. Das zeigte sich besonders, als Grandpa Jon und Granny Di kurz vor Elisabeths Geburt zu uns auf den Hof zogen.

Allerdings sind wir, meine Geschwister und ich, auf noch eine völlig andere Weise anders, als die Nachbarskinder aus den Dörfern.

Habt ihr schon mal gesehen, dass ein kleines Baby von höchstens sechs Monaten selbstständig das Licht in einem dunklen Zimmer einschaltet? Mir war das gelungen - und zwar von meiner Wiege aus! Dad hatte es damals beobachtet und mir Jahre später davon erzählt. Offenbar hatte ich schon derzeit Angst vor der Dunkelheit und einfach die Lampe eingeschaltet, wenn ich allein im Zimmer lag. Dad, der eine Ahnung hatte, wie mir das gelungen sein konnte, versuchte lange, diese Fähigkeit vor Mum zu verbergen. Als sie es eines Tages doch entdeckte, war Mum total fasziniert davon. Dazu muss ich sagen, dass sie ziemlich esoterischen veranlagt ist. Sie glaubt daran, dass Menschen in diesem Jahrhundert erwachen und damit Gaben haben, auf die andere nicht zugreifen können. Vor allem sollen diese Erwachten nach Mums Vorstellungen friedvoller mit sich, der Umwelt und ihrem Umfeld umgehen. Mum hielt mich also für einen Erwachten, für ein Lichtkind, wie sie es nannte. Firefly nannte sie mich damals gerne. Das ist auch bis heute ihr Spitzname für mich geblieben.

Das nächste besondere Ereignis beobachtete Dad, als Jessy ein paar Monate alt war. Ich konnte schon laufen und sprach die ersten Worte. Wir wähnten uns allein im Zimmer, spielten miteinander und unterhielten uns auf unsere eigene Art, die für uns vollkommen normal war. Dad erzählte mir später, dass er zugeschaut hatte, wie Spiralen aus farbigem Licht zwischen uns hin und her wanderten. Er hatte gar nicht erkennen können, ob die nun von mir oder von Jessica ausgingen oder von uns beiden zusammen. Auf jeden Fall hatten wir beide unsere helle Freude daran. Ich erinnere mich nicht an solche Spiele. Auch dies versuchte Dad vor Mum zu verbergen, was ihm wiederum nicht lange gelang. Doch erneut sah Mum die Gabe eines erwachten Kindes - womit auch Jessica ihren Spitznamen weg hatte. Mum nennt sie bis heute Rainbow. Die Wahrheit erzählte Dad ihr jedenfalls nicht.

Als ich fünf Jahre alt war, hatte eine unserer streunenden Katzen irgendwo auf einem Nachbarfeld etwas Vergiftetes gefressen. Obwohl Dad den Tierarzt dazu rief, war den Erwachsenen am Abend klar, dass die Katze den nächsten Morgen nicht überleben würde. Ich wusste längst, dass der Tod zum Kreislauf des Lebens dazugehörte. Schon so manches Tier war auf der Farm gestorben. Doch dieses Mal handelte es sich um meine Lieblingskatze und ich hatte sie nicht gehen lassen wollen. Ich weigerte mich in dieser Nacht in meinem eigenen Bett zu schlafen und wachte neben dem kranken Tier auf der Decke, streichelte sie selbst im Traum. Am Morgen war sie wieder gesund! Ich weiß nicht, ob ich das wahrhaftig bewirkt hatte, aber Mum und Dad glaubten fest daran.

Ungefähr zu diesem Zeitpunkt gestand zumindest Dad sich ein, was er schon lange ahnte. Er fürchtete weiterhin, seiner Frau die ganze Wahrheit zu sagen, doch bereitete er uns Kinder ganz subtil auf ein Leben vor, dass vollkommen anders verlaufen würde, als sein eigenes. Er erzählte uns Märchen aus einer magischen Welt.

Als Grandpa Jon und Granny Di zu uns zogen, galt es all diese Besonderheiten zu verbergen. Zwar hatten die Großeltern sich an die Eigenheiten ihrer alternativen Tochter gewöhnt und waren zumindest gewillt, sie zu unterstützen, gleichwohl nahmen die Eltern an, dass erwachte Lichtkinder etwas zu viel für die ältere Generation wären.

Ich denke man kann sich vorstellen, wie erfolgreich sie mit ihrer Geheimnistuerei waren, mit immerhin vier derart begabten Kindern im Haus. Zwar war Elisabeth noch winzig klein, doch Brian zeigte längst seine ersten Begabungen. Daher war abzusehen, dass es bei Beth ebenfalls früher oder später anfingen. Mum und Dad hatten die Akzeptanzschwelle der Großeltern jedenfalls gewaltig unterschätzt. Nach einer gewissen Angewöhnungszeit waren sie es, die vorschlugen, den Tanten und Onkel, die jeder ein ganz alltägliches Leben in der zivilisierten Welt Englands führten, nichts von unseren Auffälligkeiten zu erzählen.

Mein 7. Geburtstag sollte ein ganz besonderer Tag werden. Beinahe die ganze Familie war anwesend. Tante Yasmin war mit ihren beiden kleinen Söhnen gekommen und Onkel Florian mit seiner schwangen Frau Sally. Dad hatte zwei unserer Pferde vor den alten Heuwagen gespannt. Wir Kinder saßen alle hinten auf dem Wagen, eingehüllt in Decken und mit Tassen voll heißem Kakao in den Händen, während Onkel Florian die Zossen über die Feldwege leitete. Es war ein sonniger Tag, sogar vergleichsweise warm für das frühe Jahr. Und dann, als Onkel Florian das Gespann eben über die wenig befahrene Fahrbahn zwischen den Dörfern lenkte, um auf dem nächsten Feldweg wieder einbiegen zu können, geschah es. Motorräder, Mopeds, Roller und Crossmaschinen. Es waren mehr, als ich damals zählen konnte. Halbstarke aus den umliegenden Siedlungen. Sie jagten an unserem Gespann vorbei und die Ersten drehten bereits mitten auf der Straße, ehe die Letzten uns erreicht hatten. Die Pferde gingen in Panik durch und jagten über das brachliegende Feld. Wir Kinder schrien und weinten vor Angst - vor allem die jüngsten. Onkel Florian fiel vom Wagen, als er versuchte, die Tiere zu bändigen. Und die Crossmaschinen folgten uns immer noch. Schließlich brach die fordere Achse und das Zweiergespann rannte allein weiter, während der Karren schräg zum Stehen kam. Wie durch ein wunder, kamen wir mit dem Schrecken und ein paar Kratzern und blauen Flecken davon. Selbst Onkel Florian hatte nur eine große Beule am Kopf und ein verstauchtes Handgelenk. Ich hatte Angst - aber vor allem war ich zornig. Diese Halbstarken hatten mich, meine Geschwister und meinen Cousin zu Tode geängstigt. Sie hatten die Pferde verjagt und uns verletzt. Vor allem hatten sie meinen wundervollen Geburtstag versaut. Niemals zuvor war ich so wütend gewesen.

Ich stand auf diesem Feld und starrte den Motorrädern nach und hinüber zu dem Dorf, dessen Dächer und Kirchturm ich sehen konnte. Hinter mir weinten die jüngeren. Onkel Florian tröstete sie und rief zugleich über sein Handy die übrigen Erwachsenen zu Hilfe. All die Geräusche schürten meine Wut zusätzlich - und mit ihr kam der Wind. Er war heftig genug, dass er lose Zweige und Steine vom Boden aufhob und mit sich trug. Schon war er an uns vorbei - und die anderen hatten es noch nicht gemerkt. Wolken verdichteten sich und auf dem Weg zum Ort wuchs aus dem Wind ein kreiselnder, tödlicher Tornado. Ich spürte, wie Jessica ihre Hand in meine schob, sah mich aber nicht nach ihr oder den übrigen um. Mein Blick war auf das Dorf gerichtet, auf welches die Windhose zuhielt. Donner hallte durch die Luft und über dem Kirchturm schossen Blitze vom Himmel. Der kleine Brian drückte seine Hand in meine freie, als ein Lichtblitz in den Wetterhahn des Glockenturms einschlug und ich wandte den Blick weiterhin nicht ab. Der Tornado erreichte die Motorradfahrer unmittelbar vor dem Dorfrand und saugte sie einfach ein. Er zog weiter, zerfetzte Gartenzäune und raste durch eine alte Scheune, ehe er die Schindeln eines Daches ansog. Und immer noch wanderte er weiter, getrieben von meiner Wut und womöglich sogar von Jessicas und Brians.

Wie aus dem Nichts tauchten die Männer und Frauen auf. Sie trugen seltsame Umhänge und Hüte. Und sie hatten Zauberstäbe dabei, aus denen sie farbige Lichter abschossen. In Null Komma Nix waren mein Tornado und der ganze Sturm verschwunden. Ich kann gar nicht beschreiben, was an diesem Abend noch alles geschah. Es war einfach zu viel, als das ich es hätte erfassen können.

Erst Jahre später wurde mir der volle Umfang meines Wutausbruches bewusst. Erst, kurz bevor ich nach Hogwarts kam, belauschte ich ein Gespräch, in dem darum ging, dass es eine Untersuchung im Zaubereiministerium gegeben hatte. Und es handelte davon, dass man uns Kinder beinahe von Mum, Dad und den Großeltern weggeholt hätte. Doch ich erzähle lieber der Reihe nach.

Onkel Florian und all jene, die ohnehin nichts von unseren Begabungen wussten, erinnerten sich später nicht, was genau an diesem Nachmittag vorgefallen war. Doch Mum konnte einfach nicht fassen, dass ihre geliebten Lichtkinder zu einer solchen Tat fähig sein konnten. Und Dad konnte nicht länger verschweigen, was wirklich mit uns los war. So verriet er Mum, den Großeltern, Jessica und mir, von Zauberern und Hexen und einer magischen Welt. Dieses Mal, so war mir rasch klar, erzählte Dad keines seiner Märchen. Ich begriff, dass er wahrhaftig der Sohn einer Hexe und eines Zauberers war. Nur besaß Dad diese Fähigkeiten nicht. Er sagte, er sein ein Squib, eine Missgeburt (eine Ausdruckswahl, für die Mum ihn sofort schelte), die keine mystischen Kräfte besaß. Wir Kinder aber, so erklärte er weiter, hätten die Fähigkeiten seiner Eltern offenbar geerbt.

An dem Wochenende darauf besuchten uns zum ersten Mal Dads Eltern, zu denen er den Kontakt bereits vor meiner Geburt abgebrochen hatte. Zusammen mit ihnen erlebte ich in den folgenden Jahren so manchen Ausflug in die magische Welt. Meistens war Jessica dabei, denn wenn sie ohne mich zurückblieb, neigte sie zu übernatürlichen Wutausbrüchen. Nach und nach erfuhr ich, dass Dad im Grunde eine mindestens ebenso große Familie hatte, wie Mum.

Mein elfter Geburtstag war zu Hause nicht außerordentlicher, als jeder andere auch. Doch in der magischen Welt war es etwas Besonderes, elf Jahre alt zu werden. Daher verbrachte ich den größten Teil dieses Tages mit meinen Großeltern - naja, und mit Jessica. Wir waren nach wie vor wie Zwillinge und beinahe untrennbar. Jessica klammerte inzwischen regelrecht, denn die magischen Großeltern wiesen uns immer wieder darauf hin, dass ich nach den Sommerferien nach Hogwarts, in die Schule für Hexerei und Zauberei, gehen würde, während Jessy noch ein Jahr zu Hause bleiben musste.

Und dann, in den Sommerferien, kam endlich der lang ersehnte Brief von der Schule. Ich war so aufgeregt und konnte es gar nicht erwarten, bis ich zusammen mit Dad und den Großeltern in der Winkelgasse meine Schulsachen einkaufte. Dort begegnete ich zum ersten Mal Zauberern und Hexen in meinem Alter. Dad kaufte mir an diesem Tag einen braun gefleckten Steinkauz, den ich Wicket nannte.

Am ersten September des Jahres 2021 war der Tag des Abschieds gekommen - und der war alles andere als leicht. Es fiel mir unendlich schwer, meinen geliebten Hof mit all den Tieren und den Gärten zu verlassen. Doch das war nichts im Vergleich zu dem Abschied von den Großeltern, den Geschwistern oder meinen Eltern. Sie begleiteten mich alle zum Bahnhof und ich muss sagen, das Granny mindestens so aufgeregt war, wie mein kleiner Bruder Cedric, der an diesem Tag erst drei Jahre alt war.

Schon wenige Stunden später, als ich meine Klassenkameraden kennenlernte, war der Abschied beinahe vergessen. Und als ich am Abend in der Großen Halle saß und mir der Sprechende Hut über die Ohren rutschte, konnte ich ohnehin an nichts mehr denken. Der Hut entschied, dass ich zu Ravenclaw gehören sollte und ich wurde an meinem Haustisch mit Applaus empfangen. Schon während des Festmahls erfuhr ich, dass ich nicht der einzige Weasley unter den Ravenclaws war.

Die erste Zeit in Hogwarts war einfach großartig. Es gab so viel Neues zu erleben, dass ich gar nicht mehr zur Ruhe kam. Das allerdings vermisse ich. Du Ruhe unserer Farm. Und natürlich Jessica. Insbesondere seit wir den neuen Schulleiter haben und sich so viel verändert hat, vermisse ich meine geliebte Schwester mehr als je zuvor. Wir schreiben uns viele Briefe und ich zähle bereits die Tage, bis ich endlich wieder mit ihr vereint bin. Und auch, bis endlich dieses verfluchte Schuljahr vorbei ist. So toll es begonnen hatte, so schwierig ist es inzwischen mit den ganzen neuen Regeln. Ich bete um ein Wunder und einen neuen Schulleiter nach den Sommerferien. Vor allem werde ich im neuen Schuljahr endlich nicht mehr zu den Kleinen gehören."

DIE MAGISCHE WELT


GESINNUNG


"Halloho! Ich bin 12 Jahre alt. Ich habe mit Politik nichts am Hut. Allerdings weiß ich genau, dass ich niemals zu den Bösen gehören möchte."

ZAUBERSTAB


EBERESCHE, EINHORNHAAR, 9½ ZOLL, FEDERND

Sonntag, 19. Oktober 2014

Aussaaten am 15. Oktober 2014

Bei sommerlichen 25°C säte ich heute aus...

... im Foliengewächshaus:


Permakultur im Bett:
Axel pflanzte Johannisbeeren und Erdbeeren ein.
Das Dinkelspelz, das im Mulch enthalten ist, keimte überraschend.
Heute habe ich Salat dazu gesät.

... im Garten (Freiland):




Sonntag, 9. Februar 2014

Garten-Tätigkeiten 09.02.2014


Donnerstag, 24. Januar 2013

Energie-Erlebnisse

Das Thema Energie ist etwas, bei dem ich das Gefühl habe, es nur schwer anderen vermitteln zu können. Was genau ist Energie? Welche Art der Energie ist gemeint? Gibt es diese Form der Energie überhaupt? Oder handelt es sich bei all dem um Hirngespinste?
Ich denke, diese Fragen hat jeder für sich selbst zu beantworten, denn für jeden ist Energie anders.
Ich glaube an Energie, so wie ich zugleich an Mutter Erde, an Vater Himmel und an Gott glaube. All dies ist eins für mich, unterschiedliche Begriffe für das selbe Etwas. Mir fehlen die Worte, es genauer zu beschreiben. Darum lasse ich lieber Gott selbst sprechen, zitiere so gern aus meinem neuen heiligen Buch "Gespräche mit Gott".
Doch ich möchte ich gerne meine Erlebnisse mit Energien weitergeben, die ich im letzten Jahr hatte.

Erneuerung und Kraft

Mein erstes Energie-Erlebnis hatte ich im Februar letzten Jahres, während mein Schwager Axel mich massierte. Diese Art von Massage, die Axel aus verschiedenen Elementen selbst zusammen fügte und SHIma nennt, ist für mich immer wieder etwas Besonderes - noch mehr seit diesem Erlebnis. Axel bearbeitete nicht nur meinen Muskeln. Er achtete auf ein Umgebung, die zum Entspannen einlud. Er löste nicht nur körperliche Blockaden, sondern auch psychische.
Irgendwann während ich versuchte, mich zu entspannen, und Axel mich immer wieder erinnerte, so zu atmen, dass es für den Prozess des Loslassens und der Heilung hilfreich war, löste ich mich tatsächlich. Ich lag noch immer auf diesem Massagetisch, spürte Axels  Berührungen und atmete. Doch zugleich befand ich mich ein Stück außerhalb und oberhalb meines Körpers und ich sah, wie helle, lichte Energie mit jedem Atemzug in mich eindrang und sich in meinem Körper verteilte. Jedes Mal, wenn ich ausatmete, strömte dunkelgraue, verbrauchte Energie aus meinen Gliedern und aus meinem Mund in den Raum. Es war ein unglaublich belebendes Gefühl. Als mir bewusst wurde, dass die Energie ja überall um uns ist, und nicht nur in der Luft, die ich atmete, fand sie ihren Weg direkt in meinen Körper. Der Fokus waren Axels  Hände, die einen Punkt massierten oder hielten, denn auf diesen Punkt achtete ich ganz automatisch. Dunkelgraue Energie verließ diese Punkte und helle, lichte strömte von überall her, erfüllte meinen Körper und gab mir Kraft.
Dieses Erlebnis hatte ich, bevor ich begann, die Bücher zu lesen, mit denen ich mich in den folgenden Monaten und bis heute beschäftigte.

Farbige Energien

Ein weiteres Energie-Erlebnis hatte ich wenige Wochen später. Ich meditierte zusammen mit Axel und Beate in unserem Wohnzimmer. Ich hatte die Augen halb geöffnet uns schaute auf die Kerzenflamme in der Mitte, die ich mal mehr und mal weniger deutlich wahrnahm. Irgendwann während dieser Meditation sah ich nicht nur die Kerze, sondern auch Farben, die sich wie Spiralen zwischen uns Dreien bewegten und uns zum Teil umhüllten. Ich erinnere mich an die Farben Blau und Rot, bin aber sicher, dass ich mehr Farben in diesen Spiralen sah. Als ich begann, mich auf diese Farben und Strukturen zu konzentrieren, verschwanden. Sie waren nicht weg, sie wurden viel mehr transparent und für meine Augen unsichtbar. Die Energien waren ganz sicher noch da, doch ich war nicht mehr in der Lage, sie zu sehen.

Kraft für die Bäume

Im Juni pflanzten André und ich ein paar Bäume auf einem Stück Wiese unseres Grundstücks. Der Sommer ist die denkbar ungünstigste Zeit um Bäume zu pflanzen, denn die Kraft des Baumes geht in die grünen Blätter, Blüten oder Früchte, anstatt in die Halt gebenden Wurzeln. Doch diese Bäume wuchsen auf einem gepflasterten Plateau, das André reinigte, damit es z.B. als Grillplatz diente. Zum Teil waren sie an der Rinde oder im Wurzelbereich von Tieren und dem ungünstigen Standort zwischen den Steinen beschädigt. Dennoch wollten wir den Bäumen  an ihrem neuen Platz eine zweite Chance geben.
Einige Wochen später, ich hatte bereit begonnen, das Buch "Die Prophezeiungen von Celestine" zu lesen, stand ich bei diesen Bäumen und freute mich, dass bei einem neuen Blätter sprießten. Die anderen schienen aber einzugehen.
Ich wollte diesen Bäumen helfen, ihnen einen kleinen Schubs geben, etwas Kraft und Energie. Ich berührte den ersten, glitt mit den Fingern über die Rinde des schmalen Stammes. Ich dachte an die Energie in mir und die der Mutter Erde, die es rund herum in Fülle gab. Mit meinen Gedanken war ich ganz bei diesem Bäumchen, der ein stattlicher Baum werden konnte. Ich stellte mir vor, wie die Kraft der Erde durch die Wurzeln in den Baum hinauf stieg. Zugleich spürte ich, wie die Energie in mir aufstieg, wie meine Beine hinauf floss, durch meinen Körper und meine Arme zu meinen Fingerspitzen, mit denen ich über die Rinde streichelte. Ich schritt jeden der acht gepflanzten Bäume ab, streichelte bei jedem über die Rinde und spürte die Energie, die von der Erde durch mich und in den Baum floss.
Anschließend fühlte ich mich belebt, absolut zufrieden und ausgeglichen.
An einem milden Tag im Januar spazierten wir zwischen diesen Bäumen hindurch. Sieben von ihnen tragen Knospen.

Bedingungslose Liebe

Am späten Abend des 26. Dezembers begann ich das Buch "Gespräche mit Gott" zu lesen. Ich sah bereits den Film und kannte zuvor das Kinderbuch "Ich bin das Licht - Die kleine Seele spricht mit Gott".
Neben dem Vorwort las ich nur die ersten paar Seiten, legte das Buch dann zur Seite und wollte schlafen. Doch das konnte ich nicht.
Zum ersten Mal, soweit ich mich erinnere, konnte ich nicht schlafen, weil ich weinte - und zwar nicht etwa, weil ich wütend, traurig oder einsam war (Das war schon öfter vorgekommen.). Ich weinte, weil ich absolut zufrieden war. In mir spürte ich Wärme, Geborgenheit und Liebe. Ich spürte Gott. Ich fühlte mich, wie die kleine Seele in dem Kinderbuch. Ich wollte aufspringen und rufen: "Ich weiß, was ich bin! Ich weiß, was ich bin! Ich bin die Liebe!" Ja, ich bin die bedingungslose Liebe. Ich war erfüllt von ihr und barg so viel davon in mir, dass ich sie unmöglich für mich behalten konnte. Diese Liebe musste einfach raus.
Es war etwa 3:00 Uhr nachts und da mein Körper einfach zu müde war, aufzustehen, stellte ich mir vor, wie ich das Haus verließ. Ich ging in den Wald und den Berg vor unserem Haus hinauf bis zu den Feldern.
Dort stand ich und sandte Strahlen von Liebe aus. Es waren Strahlen aus hellem Licht, wie die Strahlen der Sonne. Ich sandte sie an Kinder, die ich kannte, und von denen ich annahm, dass sie Liebe gebrauchen konnten. Ich sandte sie einfach so mit unbestimmten Ziel in die Nacht.
Obwohl ich mich dort draußen wusste, lag ich zugleich immer noch im Bett und weinte vor vollkommener Liebe.
Ich dachte an meine kleine Nichte Julia, die am folgenden Tag ihren 6. Geburtstag feiern würde. Zum ersten Mal in ihrem Leben konnte ich an ihrem Geburtstag nicht bei ihr sein. Ich stellte mir vor, wie ich mit einem dieser Lichtstrahlen reiste - direkt in das Zimmer meiner Nichte. Ich hatte ihr Zimmer noch nie gesehen, denn Julia war kurz zuvor mit ihrer Familie umgezogen. Doch ich wusste, dass sie in ihrem Hochbett mit der Rutsche lag und schlief. Ich stand vor ihrem Bett und betrachtete sie - und Julia erwachte. Wir lächelten uns an und umarmten uns. Ich sagte zu ihr: "Ich liebe dich so sehr und ich werde immer bei dir sein."
Anschließend betrat ich das Zimmer ihrer Eltern. Mein Bruder und seine Frau schliefen und erwachten nicht. In den letzten Wochen war ich sauer auf meine Schwägerin gewesen. Ich hatte mehrmals versucht, sie auf den Grund anzusprechen, doch sie hatte auf keinen meiner Kontaktversuche reagiert. Dann hatte ich versucht zu erklären, dass auch ich Fehler gemacht hatte, und wieder hatte sie alle Kontaktversuche ignoriert.
In diesem Moment, als ich an ihrem Bett stand, wurde mir bewusst, dass ich von ihr nur eines hatte hören wollen - nämlich, das alles in Ordnung war. Das ich in Ordnung bin.
Und im selben Moment wusste ich, dass dieser Satz vollkommen egal war. Natürlich war ich in Ordnung. Ich war (bin) die bedingungslose Liebe! Wie könnte ich da nicht in Ordnung sein?
Ich brauchte diese Bestätigung nicht mehr. Ich erkannte, dass ich die ganze Zeit, während ich sauer war, mir selbst etwas genommen hatte.
Doch jetzt hatte ich es. Ich stand vor ihr und sagte ihr: "Ich liebe dich ohne Bedingungen."
Meine Schwägerin wachte nicht auf. Doch ihr Krafttier erschien und es tanzte im Licht meiner Liebe, die den ganzen Raum erfüllte. Es war wunderschön anzusehen. Ich schaute ihm eine Weile zu und verließ das Zimmer dann wieder.

Von diesem Erlebnis zehre ich bis heute und werde es noch lange im Herzen behalten. In den darauf folgenden Tagen schwebte ich regelrecht. Nichts konnte mich wirklich wütend oder traurig machen. In mir war einfach Ruhe, Zufriedenheit, Kraft und Liebe.
Im Neuen Jahr kaufte ich das Buch "Gespräche mit Gott" ein zweites Mal. Ich schrieb meiner Schwägerin einen Brief, in dem ich ihr von dem Erlebten erzählte. Ich schickte ihr den Brief zusammen mit dem Buch.
Wenige Tage später erhielt ich von ihr folgende Nachricht:
"In der Nacht vom 26. auf den 27. besuchte mich in meinen Träumen jemand. Ich wusste, ich kenne diese Frau, aber sie strahlte soviel Licht aus, das es mir unmöglich war, sie zu erkennen. Julia sagte mir nach dem aufstehen, Du wärst da und sie wollte wissen, wo Du schläfst um Dich wecken zu können. Ich antwortete ihr, dass sie das eindeutig geträumt hat und was immer sie geträumt haben mag, sie soll stets daran denken und es im Herzen behalten."
Sie schrieb noch viel mehr, doch dies waren die bewegenden Worte, die einem Wunder gleichen. Ich habe Gewissheit, dass ich nicht nur geträumt habe. Meine Liebe kam an - bei meiner Schwägerin, bei meiner Nichte - und vielleicht bei all den anderen Menschen, denen ich Liebe sandte.

Und nun denke ich weiter. Ich bin nicht mehr oder weniger besonders, als jeder andere Mensch auf der Welt. Ich stelle mir vor, jeder Mensch könnte so etwas erfahren, wenn er in sich ruht, wenn er den passenden Moment erlebt, an dem er erkennt, was er wirklich ist. Und ich stelle mir vor, was passieren könnte, wenn all diese Menschen zur selben Zeit irgendwo stehen und ihre Liebe hinausschicken.

Namasté!

Samstag, 8. September 2012

Ein Permakulturhof entsteht - Der Juni 2012 in Bildern

In der ersten Juni-Woche begann Axel
mit der Terrassierung unseres Gartens.
Zugleich befreite André das Plateau von Erde und
Pflanzen. Hier könnte ein Rastplatz für Wanderer
mit einer Möglichkeit zum Grillen und einer
tollen Aussicht ins Tal entstehen.
Auf den Steinen des Plateaus
wuchsen mehrere Bäume.
Einige davon pflanzten André
und Sonja in den Garten.
Die Zweige wurden ordentlich
gekürzt und, als die Bäume zu
welken drohten,
alle Blätter entfernt.
Die gepflanzten Bäume wachsen im hohen Gras.
Inzwischen haben alle neue Knospen und die ersten
tragen wieder grüne Blätter. Die Pflanzaktion
war demnach ein voller Erfolg.
Axel schaffte derweil im Garten weiter und
legte den Weg mit Rindenmulch aus.
Praktisch "nebenbei" entstand das dritte
Gewächshaus. Erde und Grasnarben, die bei der
Terrassierung des Gartens anfielen, wurden hier
genutzt, um dem Gitter Halt zu geben.
Das Gras auf dem Feld wächst an vielen Stellen
brusthoch. In der Mitte der Senkte mähte André
einen Teil mit der Sense.
Lutz sitzt auf dem Berg von zukünftigem Heu.
Mit der "Lutze-Harke" bearbeitet André die
abgestochenen und umgedrehten Grasnarben.
Anschließend pflanzten André und Sonja Mais,
der im Aquarium vorgezogen wurde.
Das geschnittene Gras schützt den
Boden vor dem Austrocknen.
Der "Pflanzraum" befindet sich in einem Teil
der alten Scheune, vor dem Heuboden.
Hier lagern Blumentöpfe, Erde und
Werkzeuge für den Garten.
Das Gebäude ist eines der ältesten auf dem Hof und
mehrere hundert Jahre alt. Allerdings sind die Balken
an vielen Stellen vom Holzwurm befallen und morsch.
Wenn das Gebäude erhalten bleiben soll, was
durchaus unser Wunsch ist, ist es sinnvoll,
hier bald passende Maßnahmen zu treffen.
Im Pflanzraum wird nicht nur gelagert, sondern auch
gepflanzt. Salate, Kürbisse und andere
Pflanzen werden hier vorgezogen, ehe sie ins
Gewächshaus oder in den Garten gepflanzt werden.
Um die kleinen Pflanzen vor Schnecken zu schützen,
sie aber schon an das Klima im Gewächshaus
gewöhnen zu können, richtete Axel
mehrere Ebenen ein.
Alexander und André graben eine
weitere Terrasse im Garten.
Im Pflanzraum wächst Sellerie.
Alle Terrassen werden mit Muskelkraft von Hand
gegraben oder aufgeschüttet - und das von nur
drei Männern. Zwei von diesen, André und
Alexander, helfen zeitweise, während der dritte,
Axel, mit Asthma flach liegt. Mitte Juni sind dennoch
die ersten Terrassen deutlich zu sehen.
Axel bewundert sein Tagwerk.
Die kleine Melone wird in das
neue Gewächshaus III gepflanzt.
Zwischen die Terrassen baut
Axel eine Rampe, die auch
bei Regenwetter und
matschigem Boden mit der
Schubkarre zu befahren ist.
Lutz testete sie mit seinem
Bobbycar und gab damit dem
Weg den Namen: Bobbycar-Bahn.
In Gewächshaus III legten Beate und Sonja einen
Bewässerungschlauch. Dieser wird mit Erde und
Mulch bedeckt, so dass das Wasser da hin
kommt, wo es gebraucht wird - zu den Wurzeln
von Melonen und Erbsen.
Hinter unserem Grundstück
fließt die Glesse, ein natürlicher
Bach, der zum Träumen einläd.
 
Chillen beim Grillen.
Frühstück auf der neuen Terrasse.
Hier wird zukünftig auch gegrillt. Links ist der Pavillon
zu sehen, in dem Axel bei schönem Wetter Massagen
anbietet. Dahinter steht Gewächshaus I.
Lutz genießt Erdbeeren
aus unserem Garten.




Donnerstag, 6. September 2012

Ein Permakulturhof entsteht - Der Mai 2012 in Bildern

Die Glessemühle nach einem Regenguss im Mai.
Pünktlich in der Nacht zum 1. Mai gebar unsere
Hofkatze Mimi 4 Kätzchen. Die neuen Besitzer für
die drei Kater und die Katze sind schon gefunden.
Anfang Mai beendete Axel, was wir als
Gemeinschaftswerk begonnen hatten. Ein
Stromkabel und eine Wasserleitung, die unterirdisch
vor unserem neuen Hühnerstall lagen, sind verlegt.
Die Firma Bionade, unser bisher größter Sponsor
für den zukünftigen Biergarten, stellte uns
Sonnensegel und Liegestühle zur Verfügung.
Wir nutzten sie gleich um unsere
Präsentation zu bebildern.
Das Sonnensegel, das wir von unserem Sponsor,
der Firma Bionade, gestellt bekamen, schützt bis
zur Eröffnung des Biergartens den
kleinen Lutz vor der Mittagssonne.
Wir nutzten unsere Ersparnisse und ein großzügiges,
zinsfreies Darlehen unserer Freundin Helga,
um die dringend benötigten Gewächshäuser zu bauen.
Beim Bau des zweiten Gewächshauses hatten
André und Axel einen noch größeren
Höhenunterschied zu begradigen.
Die beiden ersten Gewächshäuser
stehen und sind schon zum Teil
bepflanzt. Das dritte wird wohl im
Juni errichtet.
Da wir für das zweite Gewächshaus Erde benötigten,
begannen wir zugleich mit der Terrassierung
eines Gartenteils. Dort errichten wir einen Spa-Bereich,
in dem Axel an sonnigen Tagen Massagen im
Freien anbieten möchte.
Gäste und Kundschaft sind gerne gesehen. :o)
In einem Gemeinschaftswerk misteten wir den alten
Hühnerstall aus. Kaum zu glauben, dass hier
hunderte von Hühnern eingepfercht waren.
Der Dreck war zum Teil kniehoch und hart wie Beton.
Beim Ausmisten des alten
Hühnerstalls fühlte sich
Sonja wie beim Torfstechen.
Nach einer Grundreinigung soll der alte
Hühnerstall in einen Vorratskeller verwandelt werden.
Zum Vergleich ein Bild unseres neuen
Hühnerstalls, aufgenommen im März.
Während Alexander uns besuchte säten wir
unsere erste Gründüngung und bald
darauf auch Wildblumen.
Alexander besuchte uns erneut
und packte kräftig mit an.
Hier hilft er beim Reinigen
eines Regenrohres.
Das Regenrohr und ein Abluftrohr verlegten wir
unterirdisch neu. Die Geruchsbelästigung ist seit
dem riechbar gesunken.
Axels Tochter Ana hilft
beim Verlegen eines Kabels.



Samstag, 25. August 2012

Ein Vormittag, wie jeder sein könnte.

Ich erlebte heute Morgen und Vormittag eine friedvolle (andere Adjektive, die mir einfallen, beschreiben sie einfach nicht treffend) Zeit mit meinem Neffen Lutz. Gemeinsam versorgte wir die Katzen und frühstückten dann zusammen. Anschließend wollte Lutz im Stall mit seinem Dreirad fahren, während ich die Wäsche zum Trocknen aufhängen wollte, wie ich es Beate am Morgen zugesagt hatte. Alle paar Minuten warf ich einen kurzen Blick in Richtung Lutz, der erst vorne ein paar Blümchen goss und dann im Stall in die Pedale trat, bis ich schließlich entdeckte, wie er auf der anderen Seite des Stalls hinaus und auf den hinteren Hof fuhr. Von dort hörten wir beide Stimmen. Nach einem kurzen Wortwechsel hatten Lutz und ich vereinbart, dass wir erst einmal nachschauten, wer da war, und dann jeder von uns mit seinen Tätigkeiten fortfuhr. Gemeinsam begrüßten wir Henning aus dem Dorf, der mit zwei Helfern in der angrenzenden Gerätehalle unseres Nachbarn zutun hatte. Mitten in der Halle stand Hennings Traktor und während wir noch ein wenig zuschauten, kam auch unser Nachbar Kalle mit dem eigenen Trecker an. Traktoren üben auf Lutz in etwa die selbe Anziehungskraft aus, wie die zauberhaften Worte "Eis essen". (Und manchmal ist das Eis sogar weniger Interessant.) Da wir das Gespräch der Männer hörten, blieben wir noch ein wenig, denn Lutz wollte zuschauen, wie Hennings Trecker aus der Halle fuhr. Das der Fahrer auf diesem riesigen Gefährt einen kleinen Jungen leicht übersehen konnte, hat Lutz offenbar begriffen, denn er hielt von ganz allein mehr als ausreichend Abstand. Nachdem wir Henning winkend verabschiedeten, dachte ich, mich wieder der Wäsche widmen zu können. Doch hinter der Halle rangierte Kalle deutlich hörbar mit seinem Trecker und da wollte Lutz zu gerne auch noch zuschauen.
Ich denke, er verstand meinen Wunsch, erst wie zugesagt die Wäsche aufhängen zu wollen, durchaus, und ebenso bemerkte er, dass ich seinen Wunsch ernst nahm. Wir einigten uns, dass Lutz erst noch ein wenig spielte, denn bei mir zu bleiben, dazu hatte er keine Lust. Damit Lutz sich nicht von den Treckergeräuschen ablenken ließ und ich mich sicherer fühlte, ließ ich ihn das automatische Tor schließen.
Bereits nach wenigen Minuten, in denen ich wegen dicker, grauer Wolken beschloss, die bereits hängende Wäsche abzunehmen und alles drinnen aufzuhängen, lief Lutz "Pipi! Pipi! Pipi!", rufend über den Hof. Nachdem dieses Geschäft erfolgreich erledigt war, beschloss Lutz, mir bei der Wäsche zu helfen, indem er mir die Teile anreichte. Anschließend liefen wir zusammen los, um zuzuschauen, wie Nachbar Kalle Strohballen mit dem Trecker verlud.
Wir verabschiedeten ihn winkend und ich überlegte bereits, was ich mir für diesen Tag noch alles zu schaffen vorgenommen hatte und welche Tätigkeiten ich zusammen mit Lutz oder mit ihm in meiner Nähe erledigen konnten. Die Bohnen im Gewächshaus wollte ich noch mit Rhabarber-Tee (gegen Blattläuse) besprühen. Das war genau das passende für Lutz. Allerdings fiel es dem kleinen Mann mitunter schwer, mich trocken zu lassen, hatten wir doch in den vergangenen heißen Tagen alle unseren Spaß, am gegenseitigen nass spritzen. Sowohl die Erklärung, dass es mir heute zu kalt war, um nass gespritzt zu werden, wie auch der Hinweis, dass wir die Sprühflasche wegräumen würden, hielten jeweils nur wenige Minuten. Zwar bat Lutz, die Flasche wiederhaben zu dürfen, nachdem ich sie wegräumte, doch brachte ihn die Aussicht, dass wir gemeinsam etwas anderes machten, schnell von diesem Wunsch ab.
Während ich unseren Knoblauch aus der Erde grub, grub Lutz ein paar Meter weiter Regenwürmer aus, von denen er mir jeden einzelnen zeigte und ihn anschließend wieder in die Erde legte. Danach half er mir, die Ableger der Erdbeeren in Töpfe zu pflanzen, in dem er die Töpfe mit Erde befüllte und sie an mich weiterreichte. Dies funktionierte so lange, bis Kalle mit seinem Trecker und einer neuen Ladung Strohballen an uns vorbei fuhr.
Gerne hätte ich mich weiter um die Erdbeeren gekümmert, doch da Lutz mir die ganze Zeit so wunderbar bei dem geholfen hatte, was ich erledigen wollte, war es für mich vollkommen in Ordnung nun ihm bei dem zu helfen, was er erledigen wollte. Gemeinsam liefen wir dem Trecker also nach und setzten uns mit ausreichend Abstand an den Straßenrand.
Dort fand uns Axel, der mittags nach Hause kam, um seinen Sohn ins Bett zu bringen. Und während Lutz mit seinem Papa kuschelte, freute ich mich, dass ich einiges von dem erledigt hatte, was ich schaffen wollte, und zugleich eine so friedliche Zeit mit meinem Neffen verbrachte.

Sonntag, 19. August 2012

Ackerbohne


Die Ackerbohne stammt aus der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae oder Leguminosae) und gehört zur Gattung der Wicken (Vicia).
Die Dicke Bohne ist eine einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 0,3 bis zu 2 Meter erreicht. Die tiefgehende Pfahlwurzel ist im oberen Bereich stark verzweigt. An der Haupt- und den Seitenwurzeln befinden sich zahlreiche Rhizobium-Wurzelknöllchen. Der aufrechte, unverzweigte Stängel ist vierkantig, hohl und kahl.
Ein bis sechs Blüten stehen an kurzen Stielen in den Blattachseln. Die relativ großen, duftenden Blüten sind in der Grundfarbe weiß mit jeweils einem dunkel-purpurfarbenen Flecken.
Die abstehenden, 8 bis 20 cm langen und 1 bis 3 cm dicken Hülsenfrüchte sind unbehaart, anfangs grünlich bei Vollreife braun bis schwarz und enthalten zwei bis sechs Samen. Je nach Sorte sind die glatten Samen verschieden geformt, 1 bis 2,5 cm lang, und 4,5 bis 9 mm dick. Die Farben der Samen reichen von hell rötlich-braun bis hell bis dunkel grünlich-braun oder hell bis dunkel purpurfarben, oft mit Flecken oder Punkten in ähnlichen oder stärker abweichenden Farben.

Alternative Namen

Vicia faba, Saubohne, Schweinsbohne, Favabohne, Dicke Bohne, Große Bohne, Pferdebohne, Viehbohne, Faberbohne, Puffbohne

Anbau

Ackerbohnen bevorzugen eine sonnige Lage und feuchte Luft. Wir pflanzten sie in unseren selbstgebauten Gewächshäusern. Nach verschiedenen Literaturangaben bietet ein relativ leichter, kalkhaltiger und feuchter Boden ohne Staunässe ideale Wachstumsbedingungen. Sie wachsen aber wohl auch noch in schwerem, kalkhaltigem Boden.

Erst nachdem wir die ersten Bohnen ernteten, erfuhr ich, dass es sinnvoll sein kann, die Samen über Nacht in warmen Wasser, feuchtem Sägemehl oder Kamillentee vorquellen zu lassen. In der nächsten Saison möchte ich dies ausprobieren.
Aufgrund unserer eigenen Geschichte bauten wir die Bohnen erst relativ spät im Jahr an und ernteten die ersten somit erst Mitte August. Doch las ich, dass es anders gehandhabt werden kann und werde versuchen, diese Ratschläge in der nächsten Saison umzusetzen. Demnach können die Samen der Ackerbohne bereits im Februar unter Glas ausgesät und allmählich an die Außentemperaturen gewöhnt werden. Bereits am März können sie ins Freie gesät werden. Dabei kann es sinnvoll sein, darauf zu achten, dass die Samen bei schweren Böden nur 3-4cm tief, bei sandigen Böden aber 5-6cm tief eingesetzt werden. Der ideale Abstand, so las ich, soll 10-15cm, der Abstand der Reihen 20-45cm betragen. Da wir unsere Bohnen im Gewächshaus in Mischkulturen pflanzten, hielten wir einen Abstand von 20-50cm ein.
Puffbohnen sind im Frühstadium wärmeempfindlich. Frühzeitige Wärme kann den Befall von Schwarzen Läusen begünstigen. Uns kam daher das kalte Wetter des Frühlings und Frühsommers 2012 zugute. Die Samen vertragen Fröste bis -7°C - was wir zum Zeitpunkt des Anbaus noch nicht wussten. Die Jungpflanzen kommen immerhin noch mit Temperaturen von -3/-4°C zurecht. Ebenfalls lernte ich erst nach dem ersten Anbau, dass es sinnvoll sein kann, die Pflanzen anzuhäufeln und die Triebspitzen oberhalb des 7. Blütenbüschels abzuknipsen, sobald Hülsen gebildet werden. Das Entspitzen lässt die Körner schneller reifen und vermindert den Bohnenlausbefall.
Es ist sinnvoll, die Pflanzen zu stützen. Wir nutzten das Gestänge des Gewächshauses, sowie Bambusstangen und Holunderzweige. Ab einer Höhe von etwa 140cm halfen wir mit Schnüren nach. Ich erlebte, wie ungestützte Pflanzen kippten, insbesondere wenn sie von Schnecken befallen waren. Sie wuchsen erst ein paar Zentimeter waagerecht auf dem Boden weiter, ehe sie erneut in die Höhe wuchsen.

Düngung

Vor der Aussaat ist es sinnvoll, den Boden mit Kompost vorzubereiten. Die Pflanzen brauchen nicht zusätzlich gedüngt werden.

Ernte

Etwa 120 bis 150 Tage nach der Aussaat beginnt die Erntezeit Ende Mai und ist, laut Literatur, Ende Juni abgeschlossen. Geerntet wird, solange die Samen noch milchig sind. Gepflückt werden zuerst die unteren, halbreifen grünen Hülsen, die dann mittelgroß und noch weich sind.  Die „Naht“ ist noch hell gefärbt.

Da wir sehr spät aussäten, begannen wir erst Mitte August mit der Ernte. Allerdings war es in unserer Region im Jahr 2012 auch sehr lange kalt und nass.
Nach der Ernte ist es sinnvoll, die Pflanzen wegen der Stickstoffbakterien an den Wurzeln über der Erde abzuschneiden.

Lagerung

Die Hülsen lassen sich im Kühlschrank einige Tage aufbewahren, daraufhin ist es aber sinnvoll, sie bald zu verarbeiten. Dicke Bohnen sind zum Einfrieren geeignet.

Fruchtfolge

Es kann sinnvoll sein, die Puffbohne mit einem Abstand von mindestens drei Jahren auf dasselbe Beet zu pflanzen. Auch eine Saat nach anderen Hülsenfrüchten kann ungünstig sein.

Als Vorfrucht sind Grünkohl und Porree passend.
Die Puffbohne eignet sich als Vorfrucht für andere Pflanzen, da sie den Boden relativ unkrautarm und mit Stickstoff angereichert hinterlässt. Anschließend kann im selben Jahr Kohl gesät werden. Geeignet ist z.B. für die Winterernte vorgesehener Weißkohl, ebenso Blumenkohl und Chinakohl. Im Folgejahr kann der Anbau von Sellerie, Tomaten, Gurken, Kürbis, Paprika oder Spinat sinnvoll sein.

Mischkulturen

Für Mischkulturen geeignet sind Brokkoli, Grünkohl, Gurken, Kartoffeln, Kohlrabi,  Melde, Pflücksalat, Rosenkohl, Rote Bete, Sellerie, Spinat, Tomaten, Winterportulak und Bohnenkraut am Beetrand.

Ungünstige Nachbarn sind generell alle Hülsenfrüchte, Raps und Sonnenblumen.

Nahrung

Ackerbohnen enthalten die Vitamine A, B1, B2, C, sowie Ballaststoffe, Biophenole, Carotinoide, Enzymhemmer, Lektine, Eisen und Kalzium.

Für Menschen, die an Favismus leiden, sind die Bohnen giftig. Auch das Einatmen des Blütenstaubs wird nicht vertragen.
Der typische Geschmack der Dicken Bohne ist nur bei Sorten mit schwarzgefleckten Blüten vorhanden. Die Körner färben sich nach dem Kochen braun.

Schadbilder

Bohnen-/Wickenblattlaus (Aphis Fabae)

Schadbild: Verkrüppelte Triebspitzen und Hülsen. Die Ernte wird stark vermindert. Die Läuse legen ihre Eier im Herbst vor allem auf Pfaffenhütchen, Pfeifenstrauch und Schneeball (Wirtswechsel). Im Frühjahr schlüpfen die Läuse und saugen zuerst an den Knospen, dann an den Bohnen selbst. Dabei gebären sie unermüdlich neue Jungläuse, die ihrerseits nach kurzer Zeit für neuen, nur weiblichen Nachwuchs sorgen. Flugzeit vor allem im Juni.

Vorbeugung: Rhababerblättertee.
Bekämpfung: Mischkultur mit Bohnenkraut, Dill, Kapuzinerkresse oder Zwiebeln. Bohnen im Februar, spätestens bis 10. März aussäen. Wenn die ersten Bohnen sichtbar werden, die Pflanzen entspitzen. So früh wie möglich aussäen/vorziehen, Erntezeit Anfang Juni beenden. Das Roden von Wirtswechselpflanzen bringt keinen Erfolg, die Läuse überwinden große Entfernungen.


Nacktschnecke

Schadbild: Ab- und angefressene Blätter, löchrige Blätter, abgefressene Stiele sind Spuren, die von der Nacktschnecke hinterlassen werden. Sichtbar ist oft die Schleimspur, allerdings gelang es mir nur selten, dank dieser die Schnecke zu finden.

Vorbeugung: Viele Möglichkeiten las ich in Büchern und im Internet. Tomatenlaub, Asche und Zweige von Nadelbäumen probierte ich selbst aus. Ich legte oder streute sie um die Pflanzen und vor die Eingänge der Gewächshäuser. Wirklich geholfen hat es nicht. Erst der Ratschlag unseres Freundes Thomas brachte Linderung für unsere Pflanzen.
Wir gaben den Schnecken ganz bewusst Pflanzen, die sie fressen durften, und redeten mit ihnen. Damit meine ich nicht die verbale Kommunikation („Liebe Schnecke, bitte friss doch die Kartoffel da hinten und lass diese Bohne in Ruhe“ hat nicht geholfen.), sondern die energetische. Ich glaube daran, das alles energetisch miteinander verbunden ist, und daran, das jeder diese Sprache erfassen kann. Tatsächlich hatte ich den Eindruck, dass ich an den Pflanzen, von denen ich ernten wollte, weniger Fraßspuren von Schnecken fand.
Bekämpfung: Die einzigen mir bekannte funktionierenden Formen der Bekämpfung sind das Absammeln der Schnecken und die beschriebene energetische Kommunikation. Besonders abends, zur Dämmerung, und nach Regengüssen fand ich viele Schnecken. Da es meinem Lebensweise widerspricht, andere Wesen zu töten, brachte ich die Nacktschnecken meistens auf die andere Seite des nahen Baches oder setzte sie auf den Komposthaufen, der relativ entfernt von unseren Nutzpflanzen steht. Beachtenswert ist nämlich, dass Schnecken beinahe alles fressen und daher ihren Teil zur natürlichen Düngegewinnung beitragen. Zu ihren Favoriten gehört z.B. Hundekot.

Quellen

Der Bio Garten (Kreuter, Marie-Luise; ISBN 3-405-16674-8; S. 152)
Wikipedia
www.bio-gaertner.de
www.gartenratgeber.net