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Freitag, 29. August 2014

Bedingungsloses Grundeinkommen grenzenlos für alle

Das Pilotprojekt Mein Grundeinkommen geht in die letzte Phase. In knapp 20 Tagen wird ausgelost, wer für ein Jahr lang monatlich 1.000€ erhält. Zwei dieser bedingungslosen Grundeinkommen sind bereits finanziert. Nun kam die Frage auf, ob an der Verlosung auch Menschen teilnehmen dürfen, die nicht in Deutschland leben. In einer Online-Abstimmung wird die Community aufgerufen, zu diskutieren und abzustimmen.
Mein Statement dazu ist sicher geprägt von Utopien und Träumereien, doch genau diese verändern die Welt.

Sonja Murach Ich mag erst noch mal meine Meinung dazu abgeben, dass dieses Grundeinkommen BEDINGUNGSLOS ist und kein Hartz IV Ersatz. Warum sollte der Sinn weg sein, wenn es jemand bekommt, der bereits 2.000 Euro im Monat verdient? Woran wird diese Zahl festgemacht? Zum einen sind 2.000 Brutto viel weniger Netto. Zum anderen hat dieser Mensch, der 2.000 verdient vielleicht als AlleinverdienerIn eine 5-Köpfige Familie zu ernähren. Vielleicht ist er aber auch Single, weil er 2.000 verdient, den ganzen Tag lang arbeitet und keine Zeit für ein Privatleben hat. Der Sinn dieses Projekts, so wie ich ihn verstanden habe, ist es, eben raus zu finden, was Menschen mit diesem Einkommen tun, egal wie viel sie bisher haben.
Soviel dazu.
Desweiteren teile ich die idealistische Meinung. Bedingungslos darf in meinen Augen gern Bedingungslos sein - auch Grenzenlos. Ich gebe zu, ich träume gern Zukunftsträume. Ich stelle mir vor, was eine indische Näherin oder chinesischer Bauer mit 1.000€ alles anstellen könnte. Was könnte ein Mensch dort mit diesem Geld, dass dort so viel mehr Wert ist, BEWEGEN? Selbstverständlich ist es eine Utopien, doch Utopien erschaffen unsere Realität. Und ja auch ein Mensch in den USA könnte 1.000€ brauchen. Er könnte auch 500€ brauchen. Und ebenso Mensch in Brasilien, in Polen, in Japan, im Iran und auf irgendwelchen kleinen Inseln.
Aber die konnten ja nicht alle teilnehmen. Weil das Projekt in Deutschland gestartet ist und alles auf Deutsch war und man ja nicht von allen Menschen erwarten kann, dass sie deutsch lesen können. Darum geht es doch auch gar nicht. Selbst wenn es international und auf englisch (chinesisch, französisch, spanisch, etc.) gewesen wäre, hätte nicht jeder Mensch, der ein solches Einkommen brauchen oder wünschen würde, davon erfahren. Es geht nicht darum, die ganze Welt zu beteiligen, sondern all jene, die interessiert sind, die den Samen bereits in sich tragen, die den Gedanken weitertragen. Und mit 1.000€ könnte jemand einen neuen Grundstein für ein weiteres womöglich regionales oder nationales Grundeinkommen legen. Das wünsche ich mir, dass auf solche Weisen der Gedanke des Grundeinkommens um die Welt getragen wird. Dann wird das nächste Projekt automatisch international. Und ehrlich gesagt interessieren mich die weltweiten, in Kriegsgedanken gefangenen Politiker herzlich wenig, wenn die Menschen der Welt ein Bedingungsloses Grundeinkommen wünschen.
29.08.2014, 20:06

Donnerstag, 17. Juli 2014

Gott über ein BGE?

Aber warum sollten sie für ein Leben in einfachster Würde arbeiten müssen? Ist nicht genug für alle da? Warum sollte das "Dafür-Arbeiten" etwas damit zu tun haben?
Ist nicht die grundsätzliche menschliche Würde das Geburtsrecht eines jeden? Sollte sie es nicht sein?Wenn man mehr als das Minimum anstrebt - mehr Nahrung, eine größere Behausung, schönere Kleidung -, kann man für diese Ziele arbeiten. Aber sollte jemand ums schiere Überleben kämpfen müssen - auf einem Planeten, auf dem mehr als genug für alle vorhanden ist?
Das ist die zentrale Frage, mit der sich die Menschheit konfrontiert sieht.
Es geht nicht darum, alle gleich zu machen. Die Herausforderung besteht darin, dafür zu sorgen, dass für jeden ein grundsätzliches Überleben in Würde gesichert ist und somit jede Person die Chance hat zu entscheiden, was sie darüber hinaus noch haben möchte.

Quelle: Gespräche mit Gott Band 2 - Gesellschaft und Bewusstseinswandel, S. 256f

Dienstag, 19. Juni 2012

Das Manifest von Medica Mentem.


Namasté, Ottensteiner Bürgerinn/Bürger
Namasté, auch Dir, der/die du dies hier über diesen Kreis hinausgehend  liest!

Medica mentem ist lateinisch und bedeutet so viel wie „heile den Geist“. Der Geist, den die Menschheit aktuell noch immer überwiegend ausdrückt, ist wie wir meinen, der Geist der Gier, der Angst, des Neids, des Zweifels und der Missachtung, kurz der des Kriegerischen Miteinanders.

Axel und Beate Wartburg zogen im Dezember 2011 auf den Resthof Glessemühle, weil sie sich entschlossen hatten, dass sie mit Sohnemann Lutz lieber in einer kleinen Lebensgemeinschaft des Gesunden Miteinanders eine Beziehung aufbauen wollen, anstatt ihn in einer Gesellschaft der Konkurrenz und des Konsums zu erziehen.

Veronika Bohmann, Axels Schwester, ihre Frau Sonja Bohmann-Murach und der gemeinsame Freund André Wegner zogen im Februar 2012 hinterher, weil auch sie glaubten dem Konsum entkommen zu wollen.

Die einen blieben, weil sie „des gleichen Geistes Kind“ sind, während die anderen gingen, weil sie eines anderen Geistes Kind zum Ausdruck brachten. Wieder andere kommen temporär oder auf Dauer zu uns.

Gesundes Miteinander, was ist das?
Als ein Gesundes Miteinander bezeichnen wir das transparente und liebevolle Miteinanderleben auf Augenhöhe. Transparent deswegen, weil wir glauben, dass es hilfreicher ist sofort dann über unsere Bedürfnisse und Eindrücke zu sprechen, wenn wir uns entsprechend fühlen. Wir alle haben erlebt, dass solche Aspekte erst dann ausgedrückt werden, wenn es oft schon recht spät, oder gar zu spät ist. Die Folgen sind Zank, Streit, Misstrauen, ein kriegerisches Gegeneinander eben.

Was wollen wir außer dem?
Wir möchten, frei nach einem Zitat, welches Mahatma Gandhi zugesprochen wird – „Lebe vor was du erleben willst.“ –, den Weg des sich über sich selbst und alles andere Bewusstwerdens, den Weg, hin zum Einklang mit sich selbst, seinen Mitmenschen und der Natur, so oft als möglich, wie auch darüber hinausgehend immer öfter, umfassender und langanhaltender vorleben. Damit sich andere auch an uns orientieren können, um den Wunsch, die Inspiration, in sich zu finden, dem Leben nach den Regeln der Wirtschaft und wider den Naturgesetzen abzusagen und den Weg in ein Leben im Einklang mit sich selbst, anderen Menschen und der Natur an sich zu begehen. Vielleicht anfangs zögerlich, strauchelnd, doch mit der Zeit immer selbstbewusster, freudvoller, zufriedener und mutiger. Angeregt durch den eigenen entsprechenden Geist (Wille) und in der Energie der Liebe.

Darüber hinaus bauen wir hier einen Permakulturhof auf. Permakultur nennt sich die Art der Landwirtschaft, die sich an den Naturgesetzen ausrichtet, natürliche Kreisläufe und die Vielfalt der Arten berücksichtigt, bzw. wiederherstellt und nutzt. Hier ist es ein Tabu synthetische Dünger oder Pestizide einzubringen.

Wir finden den Weg der Autarkie. In Sachen Wasser sind wir bereits eigenständig, da wir ein uneingeschränktes kostenfreies Wasserrecht mit der Glessemühle vorfanden. Was die Wärme angeht, so sind wir zum Teil autark, da wir einen kleinen Teil eigenen Waldes nutzen, in Brennholz wandeln und den Wald wieder aufforsten können. Darüber hinaus nutzen wir einen genossenschaftlichen Waldanteil der Eigentümer, wie auch einen weiteren genossenschaftlichen Anteil eines freundliche gesinnten Genossen (NAME?) der Region. In Sachen Strom sind wir noch nicht autark. Nutzen jedoch einen von vier Anbietern, die nachweislich natürliche Stromerzeugung durchführen und NUR diesen Strom anbieten.

Ein weiteres unserer Bedürfnisse ist es, dass wir jenen helfen, die Hilfe brauchen. Und auch wir selbst nehmen gerne eine derartige Hilfe an. Hierbei denken wir an die Hilfe zur Selbsthilfe. Eine immer häufigere, anhaltendere und umfassender Lösungsorientierung hilft uns hierbei.

Sollte DICH irgend etwas bedrücken, komm gern auf uns zu und lass uns darüber reden. So früh als möglich, damit wir für alle so leicht und umfassend wie möglich eine zufriedenstellende Lösung finden und umsetzen können.

Im Weiteren findest du die ethischen Regeln auf die wir unsere Lebensgemeinschaft aufbauen.

Auch händigen wir DIR gerne unser Gesamtkonzept aus, damit du anhand dessen leichter erkennen kannst, wie und womit wir uns und den Menschen in dieser Region behilflich sein möchten.

Vielen DANK, für deine Aufmerksamkeit!


Auf dem Weg zu mir achte ich folgende Grundgedanken:

- Ich bin mir bewusst,
- dass alles jederzeit dem Wandel unterlegen ist.
- dass alles was ich erlebe, ein Spiegel meiner eigenen Strukturen und Konflikte ist
- dass dadurch auch der Zwang nur aus mir selbst heraus entsteht.
-
dass alles was ist Ursache und Wirkung ist, bzw. hat.
-
dass jeder jederzeit auf dem Weg zu sich selbst ist.
- dass jeder sich jederzeit so freundlich wie möglich ausdrückt.
-
dass jeder jederzeit sein maximal Mögliches gibt. (Auch, obwohl mein oder das Ego
  eines oder mehrerer anderer Menschen das anders sieht.)
            - dass ich die Ursache dessen bin, was ich erlebe.

- Ich schätze all das wert, was ich erlebe.
- In meinem Leben nutze ich nur natürliche Ressourcen. Auch im Bereich der Energiegewinnung.
- In meinem Leben bleibt Genmanipulationen außen vor.

- Ich setze mich für die Selbstermächtigung und die Mitbestimmung aller Menschen ein.
-
Ich setze mich für ein „Bedingungslose Grundeinkommen“ (BGE) ein. Das auch beinhaltet, dass Tätigkeit
  und Einkommen voneinander entkoppelt werden und, dass Guthaben und Erträge innerhalb der gesamten  
  Gesellschaft fair aufgeteilt werden, da genug Geld da ist, es jedoch in der Masse bei nur wenigen
  lagert/eingeht. Mit dem BGE können so schnell als möglich so genannte Arbeitnehmer endlich auf
  Augenhöhe mit so genannten Arbeitgebern stehen. Beide können fortan gesund miteinander umgehen, damit
  jeder machen kann, was aus ihm selbst heraus ruft  (Berufung und Selbstbestimmung leben).
-
Ich wende mich von der Fremdbestimmung (z.B. Arbeit) ab und der Selbstbestimmung (z.B.
  Schaffen und Werken) zu.
- Ich setze mich für ein Bildungs- und für soziale Systeme ein, die den Begriff auch wert sind.
- Ich setze mich für ein Lebensgeld, also ein das Leben aller Menschen erleichterndes Geld, ein.
- Ich setze mich für eine soziale Finanz- und Marktwirtschaft ein.
- Ich unterstütze mich und andere durch Hilfe zur Selbsthilfe.
-
Ich schätze alles Leben gleich wert.

- Ich achte darauf, dass ich mich immer öfter, umfassender und langandauernder:
- Ich-bezogen, liebevoll mir und anderen gegenüber, wertschätzend, offen und klar, ehrlich, 
  so freundlich als möglich und lösungsorientiert ausdrücke.
- die Lebensweise anderer akzeptiere und meinen Weg, Grenzen klar setzend und dafür  
  einstehend, gehe. (Leben und leben lassen.)
- im Einklang mit der Natur lebe.

-
Ich gehe meinen Weg immer öfter, umfassender und langandauernder umsichtig und bewusst,
  hilfsbereit, im Konsens, sozialer, ökologischer, dankbarer, in Liebe und Freude.
- Ich gebe mehr, als ich nehme, und nehme so viel, wie ich für ein gesundes Leben brauche.
-
Ich richte mein Leben immer öfter, umfassender und langandauernder nach den Grundsätzen der
  Permakultur (natürliche Kreisläufe, Naturgesetze, Vielfalt der Arten achtend und mit einbeziehend, alles
  Leben gleich Wert schätzend) aus.
- Ich finde natürliche lösungsorientierte Entsprechungen wie: direkt hilfreich und indirekt hilfreich,
  Ursache und Wirkung, Sein und Nichtsein, wollen und können, etc.

Freitag, 6. Mai 2011

BGE - Wie kann es eingeführt werden?

Gestern entdeckte ich den nachfolgenden Film bei Facebook. Er setzt sich kritisch mit der Idee eines bedingungslosen Grundeinkommen auseinander, lässt Skeptiker und Zweifler ebenso zu Wort kommen, wie Befürworter. Außerdem wird im Film das Steuersystem rund und um Einkommenssteuer und Mehrwertsteuer an den Beispielen von Deutschland und der Schweiz erklärt.
Jeder, der mit der aktuellen Finanzsituation unzufrieden ist, ganz besonders mit der eigenen, ist eingeladen diesen Film zu schauen, darüber nachzudenken, mit anderen darüber zu diskutieren.




Grundeinkommen - Ein Film-Essay von Zeitzeistmotor

Neben vielen anderen Dingen werden im Film auch Möglichkeiten einer Einführung des Grundeinkommens gezeigt. Eine Variante lautet, es solle mit allen Kindern angefangen werden, die ab dem Jahr 2000 geboren wurden. Es ist nur ein Beispiel, ein Vorschlag, doch diesen möchte ich aufgreifen.

Unsere Kinder haben bereits ein Grundeinkommen. Es ist lediglich an drei Bedingungen geknüpft:
  1. Das Kind muss sich dauerhaft, legal in Deutschland aufhalten oder die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen.
  2. Das Kind muss "Kind" sein, also zwischen 0 und 18 Jahren jung sein.
  3. Die Eltern müssen dem Staat gesagt haben, dass sie ein Kind haben, das Geld beantragt haben.
Die 1. und die 3. Bedingung sind Grundbedingungen, die auch auf ein staatlich-lokales Grundeinkommen zutreffen werden, das ansonsten bedingungslos ist.

Die Kinder bekommen es also schon. Es heißt lediglich anders. Wenn wir in der Gesellschaft das Kindergeld künftig als Grundeinkommen betrachten, gehen wir den ersten Schritt, das Denken in unserem Umfeld zu verändern. Damit ist es natürlich nicht getan.
Das Kindergeld ist nach der Anzahl der Kinder in einer Familie gestaffelt. Würde dort mit dem Grundeinkommen angesetzt werden, sollten alle Kinder das selbe bekommen. Das Grundeinkommen für Kinder würde angeglichen - im besten Fall gemessen am höchsten Kindergeldsatz. Irgendwann sollen diese jungen Menschen schließlich ihre Grundbedürfnisse von diesem Geld decken können.

Nehmen wir an, ab 2012 bekäme jedes Kind, das seit 2000 geboren wurde, dieses Grundeinkommen für Kinder. Bis 2020 würde der Betrag des Grundeinkommen mit jedem Jahr steigen. Es wäre eine enorme Entlastung für die Eltern, insbesondere der kinderreichen Familien. Es wäre ein Schritt in die Richtung, dass Kinder-bekommen in Deutschland wieder attraktiv würde. Doch wie würde es finanziert?
Auch dazu hat der Film eine effiziente Lösung, die sich zusammen mit dem Grundeinkommen für Kinder Schritt für Schritt einführen ließe. Die Einkommenssteuern sollten gesenkt werden.
Das klingt erst einmal merkwürdig. Wie soll Geld in die Staatskasse kommen, wenn etwas gekürzt wird?
Wer noch nicht weiß, dass jede Einkommenssteuer in den Gütern versteckt ist, die wir alle täglich kaufen, der lernt es in dem Film. Würde die Einkommenssteuer gesenkt, müssten also alle Güter günstiger werden. Immerhin verursacht ihre Produktion weniger Kosten. Gleichzeitig hätten alle mehr Geld in den Taschen. Und wie wird das Grundeinkommen für Kinder finanziert?
Nehmen wir mal an, die Güter würden nicht billiger, der Preis bliebe stabil. Und das, was durch die niedrigere Einkommenssteuer an Geld übrig bleibt, ginge nicht als Gewinn an die Unternehmen, sondern würde Eins zu Eins auf die Mehrwertsteuer aufgeschlagen. Der Film erläutert wunderbar, dass die Mehrwertsteuer - richtig angewandt! - keineswegs eine "Märchensteuer" ist, wie sie im Volksmund gerne genannt wird. Sie ist eine Konsumsteuer und als solche werde ich sie nun benennen.
Die Arbeitenden hätten also mehr Geld, da sie weniger Steuern zahlten. Die Preise blieben stabil und trotzdem hätte der Staat mehr Geld, um das Grundeinkommen für Kinder zu finanzieren. Naturgemäß zahlt nämlich nur ein Teil der Bevölkerung Einkommenssteuer, während alle einkaufen und Konsumsteuer zahlen.

Sobald das Grundeinkommen für Kinder einen bestimmten Betrag erreicht hätte, fielen andere Subventionen weg. Sie wären nicht mehr notwendig. Das aktuelle Elterngeld zum Beispiel. Nehmen wir hypothetisch an, jedes Kind bekäme jeden Monat 500 Euro Grundeinkommen und die Einkommensteuer wäre gesenkt. Dann würde selbstverständlich auch das Elterngeld gesenkt. Es würde schlicht mit dem Grundeinkommen für Kinder verrechnet. Im Kopf behalten sollten dabei alle Eltern, dass ihnen das Elterngeld für maximal 14 Monate zusteht (unter bestimmten Bedingungen), während den Kindern das Grundeinkommen ein Leben lang zustünde.

Im Jahr 2020 befänden sich die ersten Kinder, die das Grundeinkommen bezögen, mitten im Abitur, in der Ausbildung, im Studium oder im Berufsstart. Heute werden die Zwanzigjährigen von ihren Eltern mitversorgt oder erhalten Bafög. Bekämen sie das Grundeinkommen, würden Eltern entlastet und das Bafög selbstverständlich mit dem Grundeinkommen verrechnet. Im besten Fall fiele es bereits ganz weg.
Bis 2020 würden sich auch die Preise der Konsumgüter angepasst haben. Das dies nicht nur mit der natürlichen Inflation zutun hätte, erklärt ebenfalls der Film.
Die Güter würden also nach und nach teurer, weil mehr Konsumsteuer gezahlt würde. Hieße dies, irgendwann könnten sich nur noch die Wohlhabenden Güter leisten?
Diese Frage beantwortet der Film zum Schluss. Wenn die aktuelle Einkommensteuer zunehmend bis gänzlich von der Konsumsteuer ersetzt würde, gäbe es keine Steuerfreibetrag mehr, wie wir ihn aktuell kennen. Den Menschen müsste etwas zurückgegeben werden, das dem Steuerfreibetrag ersetzt. Nennen wir dieses "Etwas" Grundeinkommen, schließt sich der Kreis.
Bei den Kindern hätten wir begonnen, doch irgendwann würde es bedingungslos für alle gelten.

Für mich ist dies ein schlüssiges Beispiel, dass von genug Wirtschaftsexperkten berechnet wurde. Nur eine Frage stellt sich mir noch: Wann fangen wir damit an?
Machen wir aus dem Kindergeld ein Grundeinkommen und aus der Einkommensteuer eine Konsumsteuer. Geben wir uns allen das Grundeinkommen.

Montag, 21. März 2011

BGE - Und ich?

Hätten wir das Bedingungslose Grundeinkommen, würde ich noch arbeiten? In welcher Form?

Diese Frage wird sich irgendwann jeder stellen, der sich intensiver mit dem Thema befasst.
Nehmen wir an, ich bekäme ab dem kommenden 1. jeden Monat 800,- Euro. Die Verfechter der verschiedenen Ideen in Verbindung mit einem Grundeinkommen rechnen zur Zeit mit 400,- bis zu 1.500,- Euro pro Person. Die Zahl ist also durchaus realistisch.
Meine Frau bekäme selbstverständlich ebenfalls 800,- Euro jeden Monat - so wie jeder andere Bürger und jede andere Bürgerin in Deutschland auch.
Zusammen hätten wir 1.600,- Euro netto. Das sind je nach Monat 300,- bis 500,- Euro mehr in der Tasche, als eine von uns zur Zeit verdient.

Es bedeutete, um Miete und Nebenkosten bräuchten wir uns keine Gedanken mehr machen. Dieses Grundbedürfnis nach einer Wohnung mit Strom, Heizung und fließendem Wasser wäre gedeckt - völlig Sorgenfrei! Das ist viel, viel mehr, als viele Bürger und Bürgerinnen in Deutschland aktuell von sich sagen können. Wie viele Menschen schieben Doppelschichten, nur um ihre Miete bezahlen zu können? Wie viele haben einen zweiten Job? Wie viele Streiten sich Tag für Tag mit einem Amt, damit sie einen Zuschuss zu ihrem Wenigverdienst erhalten, nur um ihre Wohnung halten zu können?

Mit 1.600,- Euro, die wir als Paar hätten, hätten wir sogar einen gewissen Spielraum.Wie könnten unseren Stromanbieter frei wählen, könnten auf die Stromgewinnung achten, statt auf den Preis. Wir könnten uns eine Wohnung in einem Umfeld suchen, in dem wir gerne wohnen! Ich würde nicht jeden Tag ungezählte Erdbeben  der Stärke 2,9 (oder höher!) erleben, nur weil ein Zug vorbeidonnert. Vogelgezwitscher und das Geschrei spielender Kinder wären mit so viel lieber.

Doch wie sähe es mit der Arbeit aus. Wenn wir die Wohnung schon sicher hätten und mit etwas Sparsamkeit auch nicht verhungerten, würde ich noch arbeiten?
Ja, ganz sicher sogar!
In dem Job, den ich zur Zeit ausübe?
Ganz bestimmt nicht! Oder... vielleicht... ein paar Stunden die Woche - weil ich meine Kollegen schätze, nicht etwa den Arbeitgeber. Das muss mal ganz offen gesagt werden.
Ich würde die beiden Berufe ausüben, die ich seit meiner Jugend als meine Traumberufe betrachte: Erzieherin und Schriftstellerin. Vielleicht würde ich mich erst weiterbilden, den fehlenden Teil meiner pädagogischen Ausbildung nachholen.
Was würde meine Frau machen?
Ich habe sie noch nicht gefragt, doch ich weiß, was sie nicht tun würde: Den ganzen Tag auf dem Sofa sitzen, fernsehen und lesen. Ich nehme an, auch sie würde sich weiterbilden und dann einen eigenen Pflegedienst eröffnen. Da könnte sie alte, gebrechliche und kranke Menschen pflegen, wie sie es gerne möchte. Sie könnte sich alle Zeit lassen, die sie bräuchte, ohne dabei auf Vorgaben irgendwelcher Pflege- und Krankenkassen zu achten. Das ist einer ihrer Träume.

Wir beide täten etwas für die Gesellschaft. Wir versorgten die Jüngsten und die Ältesten - die Pflegebedürftigen. Wie entlasteten andere Menschen, die dadurch ihren Träumen nachgingen. Menschen, die gerne Häuser bauen oder malen, die an der Börse spekulieren oder Lebensmittel anbauen, die unterrichten oder sich bilden, die neue Ideen entwickeln oder selbige umsetzen.
Was würdest du tun?


aktuell: Kongress zum bedingungslosen Grundeinkommen in der Schweiz

Sonntag, 20. März 2011

BGE - Was ist das?

Bedingungsloses Grundeinkommen

Was ist das?
- Die Beantwortung dieser Frage überlasse ich lieber Menschen, die sich schon viel länger damit beschäftigen als ich. Einfach das Video anschauen: