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Sonntag, 23. April 2017

Ein Schatz voll Wahrheiten und Inspirationen

Es ist stimmig, dass der erste Post auf dem neuen Blog den Menschen gewidmet ist, die einen großen Anteil daran haben, dass es diese Seite überhaupt gibt; wenngleich der Beitrag aus organisatorischen Gründen zuerst auf meinem alten Blog (diesem hier) erscheint.

Eine Familie beeinflusst mein Leben


Ich meine Ka Sundance mit seiner Frau Katie und ihren gemeinsamen Kindern Benny, Jaro, Ronja, Joa, Luna und Sofia. Seit 2012 begleitet mich diese Familie, wobei - ehrlicherweise begleite ich eher sie. Ihnen wird vermutlich erst allmählich bewusst, dass ich überhaupt existiere. Ihr Einfluss auf mein Leben verschwindet für sie vermutlich an den Rand der Bedeutungslosigkeit, fühlen sich doch viele tausend Menschen weltweit von den Sundancers inspiriert.
Dank der Videos auf YouTube hatte ich den letzten Jahren viele Gelegenheiten, die Familie zu erleben. Wenngleich ich der Roh-Veganen-Ernährung (Mit diesem Thema beschäftigte sich Ka hauptsächlich, als ich die Familie im Internet entdeckte.), weiterhin skeptisch gegenüberstehe, sprach Ka so viele Wahrheiten aus, mit denen ich mich zum damaligen Zeitpunkt und bis heute beschäftige.

Mit 6 Kindern um die Welt

Nirgendwo wohnen, überall leben - wie wir das Glück suchten und fanden


Nach einigen eBooks veröffentlichte Ka im April 2017 sein erstes Buch zum Anfassen.
Obwohl ich bereits fast alles weiß, was es im Internet über die Familie zu lesen und zu sehen gibt, war mein Entschluss, das Buch zu kaufen, schnell gefasst. Beim Lesen wuchs meine Vorfreude zu Begeisterung!

ISBN 978-3-7423-0105-5
Mit leichten Worten, Witz und Charme berichtet Ka von seinen Reiseerlebnissen. Kleine Anekdoten, die noch nicht auf YouTube erzählt worden sind, halten auch für alte Hasen unter den Sundance-Fans Neuigkeiten zum Schmunzeln bereit. Doch für mich befindet sich der Schatz in diesem Buch nicht bei den Reiseberichten. Die Videos auf YouTube sind um weiten eindrucksvoller und weckten selbst bei mir eine Sehnsucht in die Ferne.

Das Juwel liegt in der Erfahrung eines Mannes, der trotz großer Steine auf seinem Weg, seinem Traum folgt und diesen, mit der Unterstützung seiner Familie, lebt. Ka erzählt, wie er die Lieben seines Lebens fand (Katie und das Reisen!), und wie im Laufe der Jahre seine Familie wächst. Er führt mich, als Leserin, nicht nur in ferne Länder, sondern auch auf eine Reise in die Armut, Ungewissheit und in Ängste. Meine Existenzängste, die er ähnlich vielleicht auch einst gehabt hat. Ebenso begleitet er mich wieder hinaus, indem er immer wieder von dem unerschütterlichen Glauben berichtet und wie seine Familie dank diesem stets neue Wunder erfuhr.

Ganz nebenbei spricht er Themen an, die zum Teil in Deutschland noch nicht gesellschaftsfähig sind, die seine Familie aber ganz selbstverständlich lebt. Die Art, wie Katie und Ka ihre Kinder im Leben begleiten. Schlüsselworte, bei denen ich allzu oft verständnislose Blicke ernte, wenn ich sie erwähne.
Natürliche Hausgeburten, windelfreie Erziehung, Familienbett, Kinder körpernah tragen, Krankheiten durch eine Änderung des Lebenswandels und der Ernährung heilen und das große Tabu-Thema: Schulfrei lernen.
Die Familie Sundance lebt all dies natürlich und ebenso erzählt Ka von seinen Beweggründen und Erfahrungen, ohne sich dabei in einen Moralapostel zu verwandeln.

„Denn selbst Gesundheit, Geld und viel Freizeit machen nicht automatisch glücklich. Es braucht mehr. Für wahres Glück braucht es Bedeutung.“ - Ka Sundance

Gleichermaßen authentisch berichtet er von der Entstehung und dem Wachstum eines Online-Unternehmens, das sich stetig wandelt. Während ich von dem System des Business und die Art, wie es weitergegeben wird, bereits seit Anfang des Jahres überzeugt bin, mag bei so manchem Skeptiker dieses Buch dazu beitragen und ihn inspirieren. Es ist eine weitere Wahrheit, dass es möglich ist, frei, unabhängig und mit geringem Aufwand einen solchen Lebensstil zu genießen. Katie und Ka sind als Wegbereiter, Mentoren und Inspiratoren etwas Besonderes, doch schon lange nicht mehr die Einzigen, die diesen Traum leben.

Die Krone unter all den Juwelen in diesem Buch besteht aus dem letzten Kapitel. Hier wird eine Vision in Worte gepackt und verbreitet, um ihre Energie ans Universum zu senden. Ich bin überzeugt, dass es den Sundancers gelingen wird, ihren Traum Realität werden zu lassen. Nicht nur, weil es ihnen bisher immer gelang, sondern weil unsere Welt genau so eine Realität braucht. Die Zeit dazu ist gekommen und ich werde mein Bestes geben, um meinen Teil dazu beizutragen.

Sunny

P.S.: Hier gibt es das Buch online zu kaufen: www.mit6kindernumdiewelt.de
(Auch wenn ich immer dafür bin, den lokalen Handel zu unterstützen und Bücher durch Bestellungen bei der Buchhandlung bekannt zu machen. ;) )

Freitag, 20. Juni 2014

Wie Neale Gott die Religion erklärte

[Neale] [..] Wir sind in die Sünde hineingeboren.

[Gott] Eine ziemlich interessante Idee. Wie konnte dich irgend jemand dazu bringen, das zu glauben?

[Neale] Sie haben uns die Geschichte von Adam und Eva erzählt. Sie haben uns im Religionsunterricht erzählt, dass wir, nunja, vielleicht nicht gesündigt haben, jedenfalls sicher nicht als Babys, dass aber Adam und Eva gesündigt haben und wir ihre Nachkommen sind und somit ihre Schuld wir auch ihr sündiges Wesen geerbt haben.
Schau, Adam und Eva haben von der verbotenen Frucht gegessen - hatten Teil am Wissen von Gut und Böse -, und sie haben damit alle ihre Erben und Nachkommen bei ihrer Geburt zur Trennung von Gott verurteilt. Wir alle werden mit dieser unserer Seele belasteten "Erbsünde" geboren. Wir alle teilen diese Schuld. Also wird uns die freie Wahl gegeben, um festzustellen, wie ich vermute, ob wir dasselbe machen wie Adam und Eva und Gott nicht gehorchen oder ob wir unsere angeborene, ererbte Neigung, "Schlechtes zu tun", überwinden und statt dessen, trotz aller weltlichen Versuchungen, das Richtige tun.

[Gott] Und wenn ihr "Schlechtes" tut?

[Neale] Dann schickst du uns in die Hölle.

[Gott] Tatsächlich.

[Neale] Ja, es sei denn, wie bereuen und tun Buße.

[Gott] Ich verstehe.

[Neale] Wenn wir sagen, dass es und leid tut, rettest du uns vor der Hölle, aber nicht vor allem Leiden. Wir müssen immer noch eine Weile ins Fegefeuer, um uns von allen unseren Sünden zu reinigen.

[Gott] Wie lange müsst ihr im "Fegefeuer" verweilen?

[Neale] Je nachdem. Unsere Sünden müssen weg gebrannt werden. Das ist nicht sehr vergnüglich, das kann ich dir sagen. Und je mehr Sünden wir haben, um so länger dauert ihr Ausbrennen und um so länger müssen wir bleiben. So wurde es mir erzählt.

[Gott] Ich verstehe.

[Neale] Aber wenigstens kommen wir nicht in die Hölle, denn die ist für alle Ewigkeit. Wenn wir aber mit einer Todsünde sterben, kommen wir schnurstracks in die Hölle.

[Gott] Todsünde?

[Neale] Im Gegensatz zu einer lässlichen Sünde. Wenn unsere Seele mit einer lässlichen Sünde behaftet ist, kommen wir nur ins Fegefeuer. Todsünden bringen uns geradewegs in die Hölle.

[Gott] Kannst du mir Beispiele für die verschiedenen Sündenkategorien nennen, über die du unterrichtet wurdest?

[Neale] Klar. Todsünden sind gravierend. Religiöse Schwerverbrechen. Dinge wie Mord, Vergewaltigung, Diebstahl. Lässliche Sünden sind nicht so gravierend. Religiöse Vergehen. Eine lässliche Sünde wäre zum Beispiel, wenn man es versäumt, am Sonntag in die Kirche zu gehen, oder früher, wenn man am Freitag Fleisch gegessen hat.

[Gott] Warte mal einen Moment! Dieser Gott da von euch hat euch ins Fegefeuer geschickt, wenn ihr freitags Fleisch gegessen habt?

[Neale] Ja, aber das macht er jetzt nicht mehr. Nicht mehr seit Anfang der 60er Jahre. Aber wehe, wenn du vor Anfang der 60er Jahre am Freitag Fleisch gegessen hast.

[Gott] Tatsächlich?

[Neale] Absolut.

[Gott] Und was passierte Anfang der 60er Jahre, so dass diese "Sünde" nun keine Sünde mehr ist?

[Neale] Der Papst sagte, dass es keine Sünde mehr sei.

[Gott] Aha. Und dieser Gott von euch - er zwingt euch, ihn anzubeten, an Sonntagen in die Kirche zu gehen? Sonst werdet ihr bestraft?

[Neale] Das Versäumen der Messe ist eine Sünde, ja. Und wenn sie nicht gebeichtet wird - wenn man mit dieser Sünde stirbt -, muss man ins Fegefeuer.

[Gott] Aber - wie ist das mit einem Kind? Wie steht es mit einem unschuldigen kleinen Kind, das gar nicht all die "Regeln" kennt, nach denen Gott liebt?

[Neale] Wenn ein Kind stirbt, bevor es getauft worden ist, kommt es in die Vorhölle.

[Gott] Wohin?

[Neale] Vorhölle. Das ist kein Ort der Bestrafung, aber es ist auch kein Himmel. Es ist ... nun ... die Vorhölle. Du kannst nicht bei Gott sein, aber du brauchst wenigstens nicht "zum Teufel zu gehen".

[Gott] Aber warum kann dieses schöne unschuldige Kind nicht bei Gott sein? Das Kind hat nichts Unrechtes getan ...

[Neale] Das stimmt, aber das Kind wurde nicht getauft. Ganz gleich, wie untadelig oder unschuldig Babys - oder irgendwelche anderen Personen - sind, sie müssen getauft werden, um in den Himmel zu kommen. Sonst kann sie Gott nicht akzeptieren.
Deshalb ist es so wichtig, dass die Kinder schnell getauft werden, bald nach ihrer Geburt.

[Gott] Wer hat dir all das erzählt?

[Neale] Gott. Durch seine Kirche.

[Gott] Welche Kirche?

[Neale] Die heilige römisch-katholische Kirche natürlich. Das ist Gottes Kirche. Tatsächlich ist es auch eine Sünde, wenn man Katholik ist und zufällig den Gottesdienst einer anderen Kirche besucht.

[Gott] Ich dachte, es sei eine Sünde, nicht zur Kirche zu gehen.

[Neale] Das ist es. Aber ist auch eine Sünde, in die falsche Kirche zu gehen.

[Gott] Was ist eine "falsche" Kirche?

[Neale] Jede Kirche, die nicht römisch-katholisch ist. Man darf nicht in der falschen Kirche getauft werden, man darf nicht in der falschen Kirche heiraten - man darf noch nicht einmal eine falsche Kirche besuchen. Ich weiß, dass das eine Tatsache ist, weil ich einmal mit meinen Eltern zur Hochzeit eines Freundes gehen wollte, aber die Nonnen sagten mir, ich solle diese Einladung nicht annehmen, weil es eine Hochzeit in einer falschen Kirche war.

[Gott] Hast du ihnen gehorcht?

[Neale] Den Nonnen? Nein. Ich dachte mir, Gott - du - würdest in der anderen Kirche ebenso willig auftauchen wie in der meinen, also ging ich hin. Ich stand in meinem Smoking vor dem Altar und fühlte mich sehr wohl.

[Gott] Gut. Dann lass uns mal sehen: Da haben wir den Himmel, wir haben die Hölle, das Fegefeuer, die Vorhölle, wir haben die Todsünde, die lässliche Sünde - sonst noch was?

[Neale] Ja, es gibt noch die Konfirmation und die Kommunion und die Beichte - da gibt es den Exorzismus und die Letzte Ölung. Dann sind da -

[Gott] Hör auf -

[Neale] - sind da die Schutzheiligen und heiligen strengen Fastentage -

[Gott] Jeder Tag ist geheiligt. Jede Minute ist heilig. Dies, jetzt, ist ein heiliger Moment.

[Neale] Ja gut, aber manche Tage sind wirklich heilig - die heiligen Fasttage -, und an diesen Tagen müssen wir auch in die Kirche gehen.

[Gott] Hier haben wir wieder das "muss". Und was passiert, wenn ihr es nicht tut?

[Neale] Es ist eine Sünde.

[Gott] Also kommt ihr in die Hölle.

[Neale] Ja, man kommt ins Fegefeuer, wenn man mit dieser Sünde stirbt. Deshalb ist es gut, zur Beichte zu gehen. Wirklich, man sollte gehen, sooft man kann. Manche Leute gehen jede Woche. Manche Leuten jeden Tag. Auf diese Weise können sie reinen Tisch machen - können ihn rein halten für den Fall, dass sie sterben sollten ...

[Gott] Wow - ein Leben in ständiger Angst.

[Neale] Ja, schau, das ist der Zweck der Religion - Gottesfurcht einzupflanzen. Dann tun wir das Rechte und widerstehen der Versuchung.

[Gott] Aha. Aber was ist, wenn du zwischen den Beichten eine "Sünde" begehst und dann einen Unfall hast oder so etwas und stirbst?

[Neale] Das ist okay. Keine Panik. Zeig nur vollkommene Reue. "Oh, mein Gott, es tut mir aufrichtig leid, mich gegen dich versündigt zu haben ..."

[Gott] Okay, okay - genug.

[Neale] Aber warte. Das ist nur eine der Weltreligionen. Willst du dir nicht noch ein paar andere anschauen?

[Gott] Nein, ich bin im Bilde.

[Neale] Ich hoffe, dass die Leute nicht meinen, ich würde mich nur über ihren Glauben lustig machen.

[Gott] Du machst dich über niemanden lustig, du sagst nur, wie es ist. [...]

(Gespräche mit Gott - Band 2 - Gesellschaft und Bewusstseinswandel; S. 78-84)

Donnerstag, 24. Januar 2013

Energie-Erlebnisse

Das Thema Energie ist etwas, bei dem ich das Gefühl habe, es nur schwer anderen vermitteln zu können. Was genau ist Energie? Welche Art der Energie ist gemeint? Gibt es diese Form der Energie überhaupt? Oder handelt es sich bei all dem um Hirngespinste?
Ich denke, diese Fragen hat jeder für sich selbst zu beantworten, denn für jeden ist Energie anders.
Ich glaube an Energie, so wie ich zugleich an Mutter Erde, an Vater Himmel und an Gott glaube. All dies ist eins für mich, unterschiedliche Begriffe für das selbe Etwas. Mir fehlen die Worte, es genauer zu beschreiben. Darum lasse ich lieber Gott selbst sprechen, zitiere so gern aus meinem neuen heiligen Buch "Gespräche mit Gott".
Doch ich möchte ich gerne meine Erlebnisse mit Energien weitergeben, die ich im letzten Jahr hatte.

Erneuerung und Kraft

Mein erstes Energie-Erlebnis hatte ich im Februar letzten Jahres, während mein Schwager Axel mich massierte. Diese Art von Massage, die Axel aus verschiedenen Elementen selbst zusammen fügte und SHIma nennt, ist für mich immer wieder etwas Besonderes - noch mehr seit diesem Erlebnis. Axel bearbeitete nicht nur meinen Muskeln. Er achtete auf ein Umgebung, die zum Entspannen einlud. Er löste nicht nur körperliche Blockaden, sondern auch psychische.
Irgendwann während ich versuchte, mich zu entspannen, und Axel mich immer wieder erinnerte, so zu atmen, dass es für den Prozess des Loslassens und der Heilung hilfreich war, löste ich mich tatsächlich. Ich lag noch immer auf diesem Massagetisch, spürte Axels  Berührungen und atmete. Doch zugleich befand ich mich ein Stück außerhalb und oberhalb meines Körpers und ich sah, wie helle, lichte Energie mit jedem Atemzug in mich eindrang und sich in meinem Körper verteilte. Jedes Mal, wenn ich ausatmete, strömte dunkelgraue, verbrauchte Energie aus meinen Gliedern und aus meinem Mund in den Raum. Es war ein unglaublich belebendes Gefühl. Als mir bewusst wurde, dass die Energie ja überall um uns ist, und nicht nur in der Luft, die ich atmete, fand sie ihren Weg direkt in meinen Körper. Der Fokus waren Axels  Hände, die einen Punkt massierten oder hielten, denn auf diesen Punkt achtete ich ganz automatisch. Dunkelgraue Energie verließ diese Punkte und helle, lichte strömte von überall her, erfüllte meinen Körper und gab mir Kraft.
Dieses Erlebnis hatte ich, bevor ich begann, die Bücher zu lesen, mit denen ich mich in den folgenden Monaten und bis heute beschäftigte.

Farbige Energien

Ein weiteres Energie-Erlebnis hatte ich wenige Wochen später. Ich meditierte zusammen mit Axel und Beate in unserem Wohnzimmer. Ich hatte die Augen halb geöffnet uns schaute auf die Kerzenflamme in der Mitte, die ich mal mehr und mal weniger deutlich wahrnahm. Irgendwann während dieser Meditation sah ich nicht nur die Kerze, sondern auch Farben, die sich wie Spiralen zwischen uns Dreien bewegten und uns zum Teil umhüllten. Ich erinnere mich an die Farben Blau und Rot, bin aber sicher, dass ich mehr Farben in diesen Spiralen sah. Als ich begann, mich auf diese Farben und Strukturen zu konzentrieren, verschwanden. Sie waren nicht weg, sie wurden viel mehr transparent und für meine Augen unsichtbar. Die Energien waren ganz sicher noch da, doch ich war nicht mehr in der Lage, sie zu sehen.

Kraft für die Bäume

Im Juni pflanzten André und ich ein paar Bäume auf einem Stück Wiese unseres Grundstücks. Der Sommer ist die denkbar ungünstigste Zeit um Bäume zu pflanzen, denn die Kraft des Baumes geht in die grünen Blätter, Blüten oder Früchte, anstatt in die Halt gebenden Wurzeln. Doch diese Bäume wuchsen auf einem gepflasterten Plateau, das André reinigte, damit es z.B. als Grillplatz diente. Zum Teil waren sie an der Rinde oder im Wurzelbereich von Tieren und dem ungünstigen Standort zwischen den Steinen beschädigt. Dennoch wollten wir den Bäumen  an ihrem neuen Platz eine zweite Chance geben.
Einige Wochen später, ich hatte bereit begonnen, das Buch "Die Prophezeiungen von Celestine" zu lesen, stand ich bei diesen Bäumen und freute mich, dass bei einem neuen Blätter sprießten. Die anderen schienen aber einzugehen.
Ich wollte diesen Bäumen helfen, ihnen einen kleinen Schubs geben, etwas Kraft und Energie. Ich berührte den ersten, glitt mit den Fingern über die Rinde des schmalen Stammes. Ich dachte an die Energie in mir und die der Mutter Erde, die es rund herum in Fülle gab. Mit meinen Gedanken war ich ganz bei diesem Bäumchen, der ein stattlicher Baum werden konnte. Ich stellte mir vor, wie die Kraft der Erde durch die Wurzeln in den Baum hinauf stieg. Zugleich spürte ich, wie die Energie in mir aufstieg, wie meine Beine hinauf floss, durch meinen Körper und meine Arme zu meinen Fingerspitzen, mit denen ich über die Rinde streichelte. Ich schritt jeden der acht gepflanzten Bäume ab, streichelte bei jedem über die Rinde und spürte die Energie, die von der Erde durch mich und in den Baum floss.
Anschließend fühlte ich mich belebt, absolut zufrieden und ausgeglichen.
An einem milden Tag im Januar spazierten wir zwischen diesen Bäumen hindurch. Sieben von ihnen tragen Knospen.

Bedingungslose Liebe

Am späten Abend des 26. Dezembers begann ich das Buch "Gespräche mit Gott" zu lesen. Ich sah bereits den Film und kannte zuvor das Kinderbuch "Ich bin das Licht - Die kleine Seele spricht mit Gott".
Neben dem Vorwort las ich nur die ersten paar Seiten, legte das Buch dann zur Seite und wollte schlafen. Doch das konnte ich nicht.
Zum ersten Mal, soweit ich mich erinnere, konnte ich nicht schlafen, weil ich weinte - und zwar nicht etwa, weil ich wütend, traurig oder einsam war (Das war schon öfter vorgekommen.). Ich weinte, weil ich absolut zufrieden war. In mir spürte ich Wärme, Geborgenheit und Liebe. Ich spürte Gott. Ich fühlte mich, wie die kleine Seele in dem Kinderbuch. Ich wollte aufspringen und rufen: "Ich weiß, was ich bin! Ich weiß, was ich bin! Ich bin die Liebe!" Ja, ich bin die bedingungslose Liebe. Ich war erfüllt von ihr und barg so viel davon in mir, dass ich sie unmöglich für mich behalten konnte. Diese Liebe musste einfach raus.
Es war etwa 3:00 Uhr nachts und da mein Körper einfach zu müde war, aufzustehen, stellte ich mir vor, wie ich das Haus verließ. Ich ging in den Wald und den Berg vor unserem Haus hinauf bis zu den Feldern.
Dort stand ich und sandte Strahlen von Liebe aus. Es waren Strahlen aus hellem Licht, wie die Strahlen der Sonne. Ich sandte sie an Kinder, die ich kannte, und von denen ich annahm, dass sie Liebe gebrauchen konnten. Ich sandte sie einfach so mit unbestimmten Ziel in die Nacht.
Obwohl ich mich dort draußen wusste, lag ich zugleich immer noch im Bett und weinte vor vollkommener Liebe.
Ich dachte an meine kleine Nichte Julia, die am folgenden Tag ihren 6. Geburtstag feiern würde. Zum ersten Mal in ihrem Leben konnte ich an ihrem Geburtstag nicht bei ihr sein. Ich stellte mir vor, wie ich mit einem dieser Lichtstrahlen reiste - direkt in das Zimmer meiner Nichte. Ich hatte ihr Zimmer noch nie gesehen, denn Julia war kurz zuvor mit ihrer Familie umgezogen. Doch ich wusste, dass sie in ihrem Hochbett mit der Rutsche lag und schlief. Ich stand vor ihrem Bett und betrachtete sie - und Julia erwachte. Wir lächelten uns an und umarmten uns. Ich sagte zu ihr: "Ich liebe dich so sehr und ich werde immer bei dir sein."
Anschließend betrat ich das Zimmer ihrer Eltern. Mein Bruder und seine Frau schliefen und erwachten nicht. In den letzten Wochen war ich sauer auf meine Schwägerin gewesen. Ich hatte mehrmals versucht, sie auf den Grund anzusprechen, doch sie hatte auf keinen meiner Kontaktversuche reagiert. Dann hatte ich versucht zu erklären, dass auch ich Fehler gemacht hatte, und wieder hatte sie alle Kontaktversuche ignoriert.
In diesem Moment, als ich an ihrem Bett stand, wurde mir bewusst, dass ich von ihr nur eines hatte hören wollen - nämlich, das alles in Ordnung war. Das ich in Ordnung bin.
Und im selben Moment wusste ich, dass dieser Satz vollkommen egal war. Natürlich war ich in Ordnung. Ich war (bin) die bedingungslose Liebe! Wie könnte ich da nicht in Ordnung sein?
Ich brauchte diese Bestätigung nicht mehr. Ich erkannte, dass ich die ganze Zeit, während ich sauer war, mir selbst etwas genommen hatte.
Doch jetzt hatte ich es. Ich stand vor ihr und sagte ihr: "Ich liebe dich ohne Bedingungen."
Meine Schwägerin wachte nicht auf. Doch ihr Krafttier erschien und es tanzte im Licht meiner Liebe, die den ganzen Raum erfüllte. Es war wunderschön anzusehen. Ich schaute ihm eine Weile zu und verließ das Zimmer dann wieder.

Von diesem Erlebnis zehre ich bis heute und werde es noch lange im Herzen behalten. In den darauf folgenden Tagen schwebte ich regelrecht. Nichts konnte mich wirklich wütend oder traurig machen. In mir war einfach Ruhe, Zufriedenheit, Kraft und Liebe.
Im Neuen Jahr kaufte ich das Buch "Gespräche mit Gott" ein zweites Mal. Ich schrieb meiner Schwägerin einen Brief, in dem ich ihr von dem Erlebten erzählte. Ich schickte ihr den Brief zusammen mit dem Buch.
Wenige Tage später erhielt ich von ihr folgende Nachricht:
"In der Nacht vom 26. auf den 27. besuchte mich in meinen Träumen jemand. Ich wusste, ich kenne diese Frau, aber sie strahlte soviel Licht aus, das es mir unmöglich war, sie zu erkennen. Julia sagte mir nach dem aufstehen, Du wärst da und sie wollte wissen, wo Du schläfst um Dich wecken zu können. Ich antwortete ihr, dass sie das eindeutig geträumt hat und was immer sie geträumt haben mag, sie soll stets daran denken und es im Herzen behalten."
Sie schrieb noch viel mehr, doch dies waren die bewegenden Worte, die einem Wunder gleichen. Ich habe Gewissheit, dass ich nicht nur geträumt habe. Meine Liebe kam an - bei meiner Schwägerin, bei meiner Nichte - und vielleicht bei all den anderen Menschen, denen ich Liebe sandte.

Und nun denke ich weiter. Ich bin nicht mehr oder weniger besonders, als jeder andere Mensch auf der Welt. Ich stelle mir vor, jeder Mensch könnte so etwas erfahren, wenn er in sich ruht, wenn er den passenden Moment erlebt, an dem er erkennt, was er wirklich ist. Und ich stelle mir vor, was passieren könnte, wenn all diese Menschen zur selben Zeit irgendwo stehen und ihre Liebe hinausschicken.

Namasté!

Freitag, 11. Januar 2013

Gott über den Glauben

ISBN 978-3-442-21786-1
Wenn dein Glauben nur so groß ist wie ein Senfkorn, wirst du Berge versetzen. Du wirst wissen, daß es da ist, weil ich gesagt habe, daß es da ist; weil ich gesagt habe, daß ich, noch bevor du fragst, schon geantwortet haben werde; weil ich gesagt habe, und es euch auf jede erdenkliche Weise durch jeden Lehrer, den ihr nennen könnt, sagte, daß das, was immer ihr wählt, in meinem Namen wählt, auch sein wird.
aus: "Gespräche mit Gott - Ein ungewöhnlicher Dialog - Band 1" Seite 32