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Donnerstag, 20. Dezember 2012

2. Scheunen-Weihnachtsmarkt "Glessemühle"



Wir halten einen Scheunen-Weihnachtsmarkt auf unserem Hof, der "Glessemühle" ab.
Unter anderem werden wir den Film "Die Feuerzangenbowle" in einer Vorführschleife in unserer Doppelgarage zeigen, welche wir mit Styropor vor der Kälte isolieren. Für alle Fälle steht auch ein Heizkörper drin. ;)

Logisch, dass wir dazu Feuerzangenbowle für die Großen und heißen Kakao für die Kleinen anbieten werden. Glühwein und heißer Apfelsaft, ggf. Apfelpunsch runden das Angebot ab.
Und auch Beates berühmter Mohnkuchen wird, nebst Amaretto-Waffeln, feil geboten. Spekulatius und Erdnüsse stehen zum Knabbern auf den Tischen.

Wer uns am 23. zur Seite stehen mag, ist herzlich willkommen!
Wer unsere Vorleistung finanziell unterstützen möchte:
Spendenkonto: Axel Wartburg
Kto.: 103 012 611
BLZ 839 944 95
Verwendungszweck: Spende Weihnachtsmarkt

Danke für deine Aufmerksamkeit!

Samstag, 8. September 2012

Ein Permakulturhof entsteht - Der Juni 2012 in Bildern

In der ersten Juni-Woche begann Axel
mit der Terrassierung unseres Gartens.
Zugleich befreite André das Plateau von Erde und
Pflanzen. Hier könnte ein Rastplatz für Wanderer
mit einer Möglichkeit zum Grillen und einer
tollen Aussicht ins Tal entstehen.
Auf den Steinen des Plateaus
wuchsen mehrere Bäume.
Einige davon pflanzten André
und Sonja in den Garten.
Die Zweige wurden ordentlich
gekürzt und, als die Bäume zu
welken drohten,
alle Blätter entfernt.
Die gepflanzten Bäume wachsen im hohen Gras.
Inzwischen haben alle neue Knospen und die ersten
tragen wieder grüne Blätter. Die Pflanzaktion
war demnach ein voller Erfolg.
Axel schaffte derweil im Garten weiter und
legte den Weg mit Rindenmulch aus.
Praktisch "nebenbei" entstand das dritte
Gewächshaus. Erde und Grasnarben, die bei der
Terrassierung des Gartens anfielen, wurden hier
genutzt, um dem Gitter Halt zu geben.
Das Gras auf dem Feld wächst an vielen Stellen
brusthoch. In der Mitte der Senkte mähte André
einen Teil mit der Sense.
Lutz sitzt auf dem Berg von zukünftigem Heu.
Mit der "Lutze-Harke" bearbeitet André die
abgestochenen und umgedrehten Grasnarben.
Anschließend pflanzten André und Sonja Mais,
der im Aquarium vorgezogen wurde.
Das geschnittene Gras schützt den
Boden vor dem Austrocknen.
Der "Pflanzraum" befindet sich in einem Teil
der alten Scheune, vor dem Heuboden.
Hier lagern Blumentöpfe, Erde und
Werkzeuge für den Garten.
Das Gebäude ist eines der ältesten auf dem Hof und
mehrere hundert Jahre alt. Allerdings sind die Balken
an vielen Stellen vom Holzwurm befallen und morsch.
Wenn das Gebäude erhalten bleiben soll, was
durchaus unser Wunsch ist, ist es sinnvoll,
hier bald passende Maßnahmen zu treffen.
Im Pflanzraum wird nicht nur gelagert, sondern auch
gepflanzt. Salate, Kürbisse und andere
Pflanzen werden hier vorgezogen, ehe sie ins
Gewächshaus oder in den Garten gepflanzt werden.
Um die kleinen Pflanzen vor Schnecken zu schützen,
sie aber schon an das Klima im Gewächshaus
gewöhnen zu können, richtete Axel
mehrere Ebenen ein.
Alexander und André graben eine
weitere Terrasse im Garten.
Im Pflanzraum wächst Sellerie.
Alle Terrassen werden mit Muskelkraft von Hand
gegraben oder aufgeschüttet - und das von nur
drei Männern. Zwei von diesen, André und
Alexander, helfen zeitweise, während der dritte,
Axel, mit Asthma flach liegt. Mitte Juni sind dennoch
die ersten Terrassen deutlich zu sehen.
Axel bewundert sein Tagwerk.
Die kleine Melone wird in das
neue Gewächshaus III gepflanzt.
Zwischen die Terrassen baut
Axel eine Rampe, die auch
bei Regenwetter und
matschigem Boden mit der
Schubkarre zu befahren ist.
Lutz testete sie mit seinem
Bobbycar und gab damit dem
Weg den Namen: Bobbycar-Bahn.
In Gewächshaus III legten Beate und Sonja einen
Bewässerungschlauch. Dieser wird mit Erde und
Mulch bedeckt, so dass das Wasser da hin
kommt, wo es gebraucht wird - zu den Wurzeln
von Melonen und Erbsen.
Hinter unserem Grundstück
fließt die Glesse, ein natürlicher
Bach, der zum Träumen einläd.
 
Chillen beim Grillen.
Frühstück auf der neuen Terrasse.
Hier wird zukünftig auch gegrillt. Links ist der Pavillon
zu sehen, in dem Axel bei schönem Wetter Massagen
anbietet. Dahinter steht Gewächshaus I.
Lutz genießt Erdbeeren
aus unserem Garten.




Freitag, 7. September 2012

23.09.2012: 1. Tag der Offenen Tür


Am 23. September findet bei uns in der Glessemühle der erste Tag der Offenen Tür statt. Interessierten Gästen stellen wir uns und unser Projekt vor. Wir zeigen, was wir in den letzten acht Monaten mit wenig Ressourcen erreicht haben.

Besonders freut mich, dass sich bereits zwei Gäste aus Velbert und acht aus Krefeld angemeldet haben. Dazu kommen noch einige Zusagen aus dem Ort.

Die Vorbereitungen für den großen Tag laufen bereits und können bei Facebook verfolgt werden.

Donnerstag, 6. September 2012

Ein Permakulturhof entsteht - Der Mai 2012 in Bildern

Die Glessemühle nach einem Regenguss im Mai.
Pünktlich in der Nacht zum 1. Mai gebar unsere
Hofkatze Mimi 4 Kätzchen. Die neuen Besitzer für
die drei Kater und die Katze sind schon gefunden.
Anfang Mai beendete Axel, was wir als
Gemeinschaftswerk begonnen hatten. Ein
Stromkabel und eine Wasserleitung, die unterirdisch
vor unserem neuen Hühnerstall lagen, sind verlegt.
Die Firma Bionade, unser bisher größter Sponsor
für den zukünftigen Biergarten, stellte uns
Sonnensegel und Liegestühle zur Verfügung.
Wir nutzten sie gleich um unsere
Präsentation zu bebildern.
Das Sonnensegel, das wir von unserem Sponsor,
der Firma Bionade, gestellt bekamen, schützt bis
zur Eröffnung des Biergartens den
kleinen Lutz vor der Mittagssonne.
Wir nutzten unsere Ersparnisse und ein großzügiges,
zinsfreies Darlehen unserer Freundin Helga,
um die dringend benötigten Gewächshäuser zu bauen.
Beim Bau des zweiten Gewächshauses hatten
André und Axel einen noch größeren
Höhenunterschied zu begradigen.
Die beiden ersten Gewächshäuser
stehen und sind schon zum Teil
bepflanzt. Das dritte wird wohl im
Juni errichtet.
Da wir für das zweite Gewächshaus Erde benötigten,
begannen wir zugleich mit der Terrassierung
eines Gartenteils. Dort errichten wir einen Spa-Bereich,
in dem Axel an sonnigen Tagen Massagen im
Freien anbieten möchte.
Gäste und Kundschaft sind gerne gesehen. :o)
In einem Gemeinschaftswerk misteten wir den alten
Hühnerstall aus. Kaum zu glauben, dass hier
hunderte von Hühnern eingepfercht waren.
Der Dreck war zum Teil kniehoch und hart wie Beton.
Beim Ausmisten des alten
Hühnerstalls fühlte sich
Sonja wie beim Torfstechen.
Nach einer Grundreinigung soll der alte
Hühnerstall in einen Vorratskeller verwandelt werden.
Zum Vergleich ein Bild unseres neuen
Hühnerstalls, aufgenommen im März.
Während Alexander uns besuchte säten wir
unsere erste Gründüngung und bald
darauf auch Wildblumen.
Alexander besuchte uns erneut
und packte kräftig mit an.
Hier hilft er beim Reinigen
eines Regenrohres.
Das Regenrohr und ein Abluftrohr verlegten wir
unterirdisch neu. Die Geruchsbelästigung ist seit
dem riechbar gesunken.
Axels Tochter Ana hilft
beim Verlegen eines Kabels.



Samstag, 25. August 2012

Ein Vormittag, wie jeder sein könnte.

Ich erlebte heute Morgen und Vormittag eine friedvolle (andere Adjektive, die mir einfallen, beschreiben sie einfach nicht treffend) Zeit mit meinem Neffen Lutz. Gemeinsam versorgte wir die Katzen und frühstückten dann zusammen. Anschließend wollte Lutz im Stall mit seinem Dreirad fahren, während ich die Wäsche zum Trocknen aufhängen wollte, wie ich es Beate am Morgen zugesagt hatte. Alle paar Minuten warf ich einen kurzen Blick in Richtung Lutz, der erst vorne ein paar Blümchen goss und dann im Stall in die Pedale trat, bis ich schließlich entdeckte, wie er auf der anderen Seite des Stalls hinaus und auf den hinteren Hof fuhr. Von dort hörten wir beide Stimmen. Nach einem kurzen Wortwechsel hatten Lutz und ich vereinbart, dass wir erst einmal nachschauten, wer da war, und dann jeder von uns mit seinen Tätigkeiten fortfuhr. Gemeinsam begrüßten wir Henning aus dem Dorf, der mit zwei Helfern in der angrenzenden Gerätehalle unseres Nachbarn zutun hatte. Mitten in der Halle stand Hennings Traktor und während wir noch ein wenig zuschauten, kam auch unser Nachbar Kalle mit dem eigenen Trecker an. Traktoren üben auf Lutz in etwa die selbe Anziehungskraft aus, wie die zauberhaften Worte "Eis essen". (Und manchmal ist das Eis sogar weniger Interessant.) Da wir das Gespräch der Männer hörten, blieben wir noch ein wenig, denn Lutz wollte zuschauen, wie Hennings Trecker aus der Halle fuhr. Das der Fahrer auf diesem riesigen Gefährt einen kleinen Jungen leicht übersehen konnte, hat Lutz offenbar begriffen, denn er hielt von ganz allein mehr als ausreichend Abstand. Nachdem wir Henning winkend verabschiedeten, dachte ich, mich wieder der Wäsche widmen zu können. Doch hinter der Halle rangierte Kalle deutlich hörbar mit seinem Trecker und da wollte Lutz zu gerne auch noch zuschauen.
Ich denke, er verstand meinen Wunsch, erst wie zugesagt die Wäsche aufhängen zu wollen, durchaus, und ebenso bemerkte er, dass ich seinen Wunsch ernst nahm. Wir einigten uns, dass Lutz erst noch ein wenig spielte, denn bei mir zu bleiben, dazu hatte er keine Lust. Damit Lutz sich nicht von den Treckergeräuschen ablenken ließ und ich mich sicherer fühlte, ließ ich ihn das automatische Tor schließen.
Bereits nach wenigen Minuten, in denen ich wegen dicker, grauer Wolken beschloss, die bereits hängende Wäsche abzunehmen und alles drinnen aufzuhängen, lief Lutz "Pipi! Pipi! Pipi!", rufend über den Hof. Nachdem dieses Geschäft erfolgreich erledigt war, beschloss Lutz, mir bei der Wäsche zu helfen, indem er mir die Teile anreichte. Anschließend liefen wir zusammen los, um zuzuschauen, wie Nachbar Kalle Strohballen mit dem Trecker verlud.
Wir verabschiedeten ihn winkend und ich überlegte bereits, was ich mir für diesen Tag noch alles zu schaffen vorgenommen hatte und welche Tätigkeiten ich zusammen mit Lutz oder mit ihm in meiner Nähe erledigen konnten. Die Bohnen im Gewächshaus wollte ich noch mit Rhabarber-Tee (gegen Blattläuse) besprühen. Das war genau das passende für Lutz. Allerdings fiel es dem kleinen Mann mitunter schwer, mich trocken zu lassen, hatten wir doch in den vergangenen heißen Tagen alle unseren Spaß, am gegenseitigen nass spritzen. Sowohl die Erklärung, dass es mir heute zu kalt war, um nass gespritzt zu werden, wie auch der Hinweis, dass wir die Sprühflasche wegräumen würden, hielten jeweils nur wenige Minuten. Zwar bat Lutz, die Flasche wiederhaben zu dürfen, nachdem ich sie wegräumte, doch brachte ihn die Aussicht, dass wir gemeinsam etwas anderes machten, schnell von diesem Wunsch ab.
Während ich unseren Knoblauch aus der Erde grub, grub Lutz ein paar Meter weiter Regenwürmer aus, von denen er mir jeden einzelnen zeigte und ihn anschließend wieder in die Erde legte. Danach half er mir, die Ableger der Erdbeeren in Töpfe zu pflanzen, in dem er die Töpfe mit Erde befüllte und sie an mich weiterreichte. Dies funktionierte so lange, bis Kalle mit seinem Trecker und einer neuen Ladung Strohballen an uns vorbei fuhr.
Gerne hätte ich mich weiter um die Erdbeeren gekümmert, doch da Lutz mir die ganze Zeit so wunderbar bei dem geholfen hatte, was ich erledigen wollte, war es für mich vollkommen in Ordnung nun ihm bei dem zu helfen, was er erledigen wollte. Gemeinsam liefen wir dem Trecker also nach und setzten uns mit ausreichend Abstand an den Straßenrand.
Dort fand uns Axel, der mittags nach Hause kam, um seinen Sohn ins Bett zu bringen. Und während Lutz mit seinem Papa kuschelte, freute ich mich, dass ich einiges von dem erledigt hatte, was ich schaffen wollte, und zugleich eine so friedliche Zeit mit meinem Neffen verbrachte.