Vor einigen Monaten überlegte ich, wie ich mein vorrangiges Ziel, meine Erkenntnisse weiterzugeben, damit andere sich ein Bild machen können, näher kommen kann. Bis zu diesem Zeitpunkt nutzte ich dazu in erster Linie Facebook, indem ich Informationen, die mich inspirieren, teile, manchmal auch kommentiere. Allerdings beschäftigen sich viele meiner Kontakte mit ähnlichen oder denselben Themen, für die ich mich begeistere. Welchen Sinn macht es, so überlegte ich, Hinweise stets in einem Kreis weiterzuleiten, der ohnehin aus aufgeschlossenen, begreifenden, erwachenden Menschen besteht? Jene, die ich tatsächlich erreichen wollte, Verwandte und enge Freunde, erreichte ich nicht über dieses Medium.
Und doch wurde ich vor einer Weile überrascht, als mich die Mutter eines ehemaligen Tageskindes anschrieb. Ich hatte sie erst kurz zuvor meiner Kontakt-Liste hinzugefügt. Sie zeigte sich an einigen Dingen, die ich weitergab, interessiert und lud mich spontan zum Abendessen ein. Es folgte ein interessantes Gespräch, dem weitere folgen werden.
Für mich war es ein Zeichen, dass ich über Facebook durchaus etwas bewirken kann. Wie viele mögen sich von den Artikeln, Zitaten und Bildern, die ich weitergebe, inspiriert fühlen, ohne mit mir Kontakt aufzunehmen?
Und doch ist es mir zu wenig. Es gibt derzeit etliche, die dem Mainstream folgen, ohne zu hinterfragen. Zahlreiche, die derart oberflächlich leben, dass sie nicht daran denken, auf wessen Kosten sie dieses Dasein führen. Die so genannte kritische Masse ist offenbar noch lange nicht erreicht.
Meine einzige Idee dazu ist, weiterhin Informationen zu teilen - jede Chance zu nutzen. Irgendjemanden werden sie erreichen, genau in der passenden Situation, so dass diese Person die Augen öffnen wird. Sie wird sich fragen: „Was ist das?“ oder „Wie kann das sein?“ Sie wird nachforschen. Und selbst wenn sie nur zu einem Thema alternative Quellen nutzt, ist ein Schritt getan.
Darum beschloss ich vor einigen Monaten, dass ich zunehmend jede mir erdenkliche Möglichkeit nutzen möchte, um Menschen, mit denen ich Kontakt habe, Inspirationen anzubieten.
Wenn ich Bücher versende, lege ich ein Exemplar der Streitschrift von Felix Finkbeiner bei - kostenlos und ungefragt. Auf diese Weise kann ich mir völlig unbekannte Menschen gleich für mehrere Themen sensibilisieren, selbst wenn sie nur aus Neugier einen Blick in das Heftchen werfen.
In meiner Tagespflege komme ich ganz automatisch mit den Eltern und weiteren Verwandten meiner Tageskinder ins Gespräch. Gerne leihe ich Bücher von Marshall Rosenberg aus.
Als Rollenspielerin entschloss ich mich, mein langjähriges Hobby mit anderen Themen, die mich begeistern, zu verbinden. Indem ich in das Leben meiner Charaktere Aspekte dieser Themen einflechte, wecke ich Menschen, die (vielleicht) bisher überhaupt nicht an dieses dachten, das Interesse, nachzuforschen.
Selbstverständlich spreche ich meine Thematiken auch im Alltag an. Am Häufigsten sicher die Problematik, dass immer noch Kinder für (Kinder-)Schokolade als Sklaven arbeiten müssen.
Dies ist mein Weg, Bewusstheit zu schaffen, in dem festen Glauben, dass jeder Funke ein Leuchtfeuer auslösen kann.
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Donnerstag, 6. November 2014
Samstag, 30. August 2014
Gott über Transparenz im Umgang mit Geld
Die meisten Menschen verstecken die Dinge, derer sie sich schämen oder von dnen andere Leute nichts erfahren sollen. [...] Das heißt, ihr seid nicht offen, wenn es ums Geld geht. Ihr betrachtet euer Geld als eine äußerst private Angelegenheit. Und darin liegt das Problem.Gespräche mit Gott - Band 2 S. 273
Wenn jeder alles über jedermanns Finanzsituation wüsste, gäbe es einen Aufstand in eurem Land und auf dem Planten, wie ihr ihn noch nie erlebt habt. Und danach würden alle menschlichen Angelegenheiten nach den Prinzipien von Fairness, Gleichbehandlung und Ehrlichkeit und unter Berücksichtigung der Priorität des wahren Wohls aller geregelt werden.
Fairness oder Gleichbehandlung, Ehrlichkeit oder das Gemeinwohl lassen sich derzeit unmöglich auf dem Marktgeschehen einführen, weil sich Geld so leicht verstecken lässt. Ihr könnt es buchstäblich auf psychische Weise nehmen und verstecken. Und es gib auch alle möglichen Methoden, mit deren Hilfe kreative Buchhalter Firmengelder "verstecken" oder "verschwinden lassen" können.
Da Geld also versteckt werden kann, gibt es keine Möglichkeit zu erfahren, wie viel jeder hat und was er damit macht.
Kannst du dir vorstellen, was an den Arbeitsplätzen auf dem Globus los wäre, wenn alle Firmen gezwungen wären, die jeweiligen Gehälter aller ihrer Angestellten publik zu machen? Nicht die Gehaltskategorien bestimmter Arbeitsplatzeinstufungen, sondern das tatsächliche Entgeld, das jedes Individuum erhält.Gespräche mit Gott - Band 2 S. 275
Denk nur mal nach. Glaubst du nicht, die Dinge würden sich ändern, wenn ihr genau wüsstet, wie viel Geld jeder von euch besitzt und wie viel Profit alle eure Industrien und Konzerne machen und wie viel jeder ihrer leitenden Angestellten wirklich verdient - und wie diese Personen und Konzerne ihr Geld verwenden?Gespräche mit Gott - Band 2 S. 276
Denk mal darüber nach. Welche Veränderungen würden sich deiner Ansicht nach daraus ergeben?
Die simple Tatsache ist die, dass sich die Menschen 90 Prozent von dem, was auf der Welt vor sich geht, nicht gefallen lassen würden, wenn sie wüssten, was da wirklich gespielt wird.
Die Gesellschaft würde diese außerordentlich einseitige und unangemessene Verteilung des Reichtums und noch weniger Mittel, mit denen er erworben wird, um noch mehr Gewinn zu machen, nicht sanktionieren, wenn alle Menschen allerorten detaillierte und sofortige Kenntnis von diesen Fakten erhielten.
Nichts führt rascher zu einem angemessenen Verhalten, als wenn die Dinge ans Licht der kritischen Öffentlichkeit gebracht werden.
Ich fordere euch dazu heraus, endlich den Mut zu haben, all euer Geld und all eure Papiere und Münzen und nationalen Währungen wegzuwerfen und neu anzufangen. Entwickelt ein internationales monetäres System, das weit offen, total einsichtig, sofort nachvollziehbar und völlig durchschaubar ist. Errichtet ein Weltweites Abrechnungssystem (WAS) mit Kreditposten für jeweils geleistete Dienste und hergestellte Produkte und Schuldposten für jeweils in Anspruch genommene Dienstleistungen und konsumierte Produkte.Gespräche mit Gott - Band 2 S. 277ff
Alles würde in diesem System verzeichnet werden. Erträge aus Investitionen, Erbschaften, Gewinne aus Wetten, Gehälter und Löhne, Trinkgelder und Gratifikationen, alles. Und nichts könnte ohne Krediteinheiten gekauft werden. Es gäbe keine andere Handelswährung, und jedermanns Unterlagen wären für alle einsehbar.
[...]
Unter dem neuen Weltweiten Abrechnungssystem wäre der Transfer von Schuld- und Kreditposten sofort und total einsehbar. Das heißt, jeder könnte das Konto irgendeiner anderen Person oder Organisation jederzeit inspizieren. Nichts würde geheimgehalten, nichts wäre "Privatsache". Das WAS würde jährlich jenen Personen 10 Prozent von ihren sämtlichen Gewinnen abziehen, die freiwillig um einen solchen Abzug bitten. Es gäbe keine Einkommenssteuer, keine Formulare, keine Abschreibungen, keine "Schlupflöcher", keine Mogelei und Hinterziehung" Da alle Unterlagen offen einsehbar wären, könnte jeder in der Gesellschaft feststellen, wer sich dafür entscheidet, zehn Prozent für das Gemeinwohl zu stiften, und wer nicht. Diese freiwillig geleisteten Abzüge würden zur Unterstützung all der staatlichen Programme und Dienstleistungen dienen, für die sich das Volk per Abstimmung entschieden hat.
Das ganze System wäre sehr einfach und durchschaubar.
Mittwoch, 9. April 2014
Ein faires Gewinnspiel - Warum tue ich das?
Vergnügen auf Kosten der Kinder? - Nicht mit mir!
In den letzten Wochen sind mir bei Facebook einige Bilder aufgefallen. Zu sehen sind meist Süßigkeiten, z.B. Schokolade von Ferrero, zusammen mit einem Gewinnversprechen für ein paar Klicks, so wie hier. Da mir dies zunehmend gegen den Strich geht, habe ich bei dem verlinkten Bild einen Kommentar hinterlassen.
Ich verzichte auf so einen Gewinn. Ich bekomme ohnehin keinen Bon runter, wenn ich daran denke, wie viel Kinder dafür als Sklaven schufften mussten.
Auf diesen Kommentar hin entbrannte eine Diskussion, in deren Verlauf ich sogar mit Nazis verglichen wurde. Mir wurde vorgeworfen, ich nähme den teilnehmenden Personen den Spaß. Dies war und ist nicht meine Absicht. Was ich wollte, war darauf aufmerksam zu machen, dass für einen solchen Gewinn - und für jeden Stück Schokolade, das wir essen - in Afrika Kinder versklavt werden. Ich wurde gefragt, warum ich die Seite nicht einfach ignorieren würde, wenn mir das Ganze gegen den Strich ginge. Meine Antwort daraufhin war ausführlich.
Keinem dieser Kindersklaven wird geholfen, indem ich eine solche Seite oder auch nur ein einzelnes Bild ignoriere. Ihnen wird geholfen, indem ich das Thema, ihr Schicksal, immer wieder anspreche und bewusst mache. Wenn jeder Mensch, der sich über meine Worte ärgert, selbst recherchieren würde, und von diesen nur ein Teil durch die dadurch gewonnen Erkenntnisse anders handeln - kaufen und konsumieren - würde, damit würde den Kinder geholfen.
Und meine Rechnung geht auf. Fünf Menschen reagierten auf meinen Post zum Teil massiv verärgert. Zwei weitere reagierten nach meinen erklärenden Kommentaren überrascht bis erschrocken genug, um möglicherweise selbst nachzuforschen. Ungezählte mehr haben diese Kommentare gelesen und werden vielleicht reagieren.
Kinderarbeit ist doch verboten!
Im Jahr 2001 haben die großen Firmen der Schokoladenindustrie eine Vereinbahrung getroffen, in der festgelegt wurde, dass Kinderhandel und Kinderarbeit in der Schokoladenindustrie ab 2008 verboten ist. Warum also schreibe ich überhaupt noch so einen Kommentar?
Ich habe vor einer Weile eine Reportage bei youtube gefunden, in der deutlich wird, dass dieses Verbot nichts an der Realität ändert. Kinder werden vor allem aus Mali, Burkina Faso und Niger in die Elfenbeinküste und nach Ghana verkauft, um dann als Sklaven auf den Kakaoplantagen zu arbeiten.
Dank diesem Film habe ich erfahren, dass ein Kind umgerechnet 230 Euro (Information aus 2011) kostet. Mit diesem Geld wird u.a. der Transport des Kindes aus dem Heimatland zur Plantage bezahlt. Das Kind erhält von dem Geld nichts. Das möchte ich noch einmal ganz deutlich betonen, denn das ist ein Argument, dass ich immer wieder höre, wenn ich von Kinderarbeit oder Kindersklaven spreche. "Wenn wir das nicht kaufen würden, würden die Kinder gar nichts verdienen und verhungern", wurde mir schon gesagt. Diese Kinder verdienen nichts. Sie hungern. Sie werden geschlagen. Und dafür dürfen sie hart arbeiten. Sie sind Sklaven.
Kopfkino bitte einschalten
Stell dir einmal vor, du hast einen Sohn oder eine Tochter, der oder die zwischen 7 und 12 Jahre alt ist. Stell dir vor, du hättest zuwenig Geld, um davon wirklich leben zu können. (Es gibt Deutsche, die brauchen sich das nicht vorzustellen.) Stell dir vor, du erwartest oder verlangst von deinem Kind, dass es zum Einkommen beiträgt. Vielleicht kommt dein Sohn oder deine Tochter auch von selbst auf diese Idee. Und jetzt stell dir vor, du siehst dein Kind eines Tages nicht wieder.
Dein Sohn / Deine Tochter hat den Lügen eines Menschenhändlers geglaubt, der versprach, er / sie könne viel Geld verdienen und der Familie helfen. Dein Kind wurde in ein Land verschleppt, dessen Sprache es nicht versteht. Es ist weit entfernt von den Eltern, Geschwistern, Freunden und dem bekannten Umfeld. Zum Ausgleich muss es hart arbeiten und wird bestraft, wenn es nicht hart genug arbeitet.
Stell dir das nur einmal ein paar Minuten lang vor und unterstelle dabei den Eltern in Mali, Burkina Faso und Niger nicht, sie würden ihre Kinder nicht lieben, sie nicht vermissen und sich nicht um sie sorgen.
Und nun stell dir vor, du genießt ein süßes Stück Schokolade von einer Tafel, die nur wenige Cent gekostet hat. Diese wenigen Cent sind ein Teil der Rate von 230 Euro. Und? Wie viele Kinder besitzt du schon?
Mir wird bei diesem Gedanken schlecht und ich bekomme kein Stück Schokolade mehr hinunter. Mir ist es unbegreiflich, dass Menschen, die diese Fakten kennen, weiterhin Schokolade essen wollen und sie genießen können. Ich kann nicht verstehen, dass so viele Menschen einfach nicht wahrhaben wollen, das wirklich Kinder für ihren Genuss leiden. Es will nicht in meinen Kopf, dass so viele Eltern für ihre Kinder Schokolade kaufen, für die andere Kinder, die womöglich im selben Alter sind, wie die eigenen, weit entfernt von ihren Familien hart arbeiten müssen. Es kommt mir wie Ironie vor, dass ausgerechnet Kinder dagegen vorgehen.
Kinder an die Macht!
Die Kinder von Plant-for-the-Planet reden nicht nur. Sie pflanzen auch nicht nur Bäume. Sie produzieren ihre eigene Schokolade.
I Stop Talking!
Es geht also doch, Schokolade genießen und gleichzeitig ein leichtes Gewissen zu haben, weil ich aktiv etwas gegen den Kinderhandel und die Kinderarbeit in der Schokoladenindustrie tue. Die Gute Schokolade ist damit auch nicht allein. Es gibt etliche Schokoladen mit Fairtrade-Siegel. Und weil ich nicht nur rede, sondern noch viel lieber handel, habe ich mir mein eigenes, faires Gewinnspiel überlegt.
Samstag, 22. Februar 2014
Meine grüne Liste
Ich entdecke immer wieder Seiten und Grafiken mit Produkten, die zu Firmen gehören, die bei ihrer Produktion Mensch, Tier und Umwelt ausbeuten. Eher selten finde ich übersichtliche Informationen zu Produkten, die ich mit ruhigem Gewissen nutzen möchte. Aus diesem Grund erstelle ich hier meine eigene Liste, die ich immer mal wieder erweitern werde. Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit! Es handelt sich ausschließlich um Produkte oder Dienstleitungen, die ich gerne nutze.
Ecobookstore (CO2-Vermeidung & Unterstützung der Regenwaldaufforstung)
Jessa Slipeinlagen (frei von Tierversuchen)
Jessa Tampons (frei von Tierversuchen)
Frosch Spülmittel (frei von Tierversuchen)
Frosch Waschmittel (frei von Tierversuchen)
GEPA Schokolade (Bio & Fairtrade, mit zunehmend fairer Bio-Milch aus Deutschland)
(aktualisiert am: 23.07.2014)
Buchhandel, online
booklooker (2nd-hand-Ware)Ecobookstore (CO2-Vermeidung & Unterstützung der Regenwaldaufforstung)
Bekleidung
Deichmann (Pelzfrei)Hygieneprodukte
Jessa Binden (frei von Tierversuchen)Jessa Slipeinlagen (frei von Tierversuchen)
Jessa Tampons (frei von Tierversuchen)
Haushalt
Frosch Reiniger (frei von Tierversuchen)Frosch Spülmittel (frei von Tierversuchen)
Frosch Waschmittel (frei von Tierversuchen)
Internet
Ecosia (Suchmaschine, die Bäume pflanzt)Lebensmittel
Alnatura Aufstriche (Palmölfrei)Milchprodukte
Alnatura Milch (frei von Tierversuchen)Süßwaren
Die Gute Schokolade (CO2-Neutral und Fairtrade)GEPA Schokolade (Bio & Fairtrade, mit zunehmend fairer Bio-Milch aus Deutschland)
Tierfutter
Dein Bestes (DM) (frei von Tierversuchen)(aktualisiert am: 23.07.2014)
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